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Netzpolitik: Gegenangriff der Möchtegern-Piraten

Sie entdecken Youtube, feiern das Web und geloben mehr Transparenz: Seit dem Aufstieg der Piraten biedern sich die etablierten Parteien von CSU bis Linkspartei unverhohlen bei der Wählerschaft der Newcomer an. Aber reicht das aus, um den Aufstieg zu stoppen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...792502,00.html
  1. #60

    Komisch -

    ich verweigere mich konsequent facebook und twitter (bin Gott sei Dank aus dem Alter heraus, in dem solche Dinge dem Gruppenzwang unterliegen) und hab trotzdem die Piraten gewählt. Und habe einige Leute in meinem Bekanntenkreis, auf die dieses Profil ebenso zutrifft.

    Mach ich jetzt was falsch?
  2. #61

    Zitat von kellitom Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass sich die Piraten dauerhaft etablieren.
    Sie sammeln momentag Proteststimmen ein.
    Aber im politischen Alltag wird ihr Stern schnell verblassen, denn ihr "Programm" ist wohl etwas dünn!
    Die "Grünen" haben damals auch nur Proteststimmen gesammelt. Später waren Sie dann in der Regierung.
  3. #62

    Warum geht dieser Beitrag nicht durch???????

    Glauben die etablierten Parteien wirklich, dass die Propaganda im Internet genauso funktioniert, wie im Qualitätsfernsehen bzw. in den anderen Medien?

    Es kommt nicht auf Worthülsen oder schöne Wahlplakate, sondern auf EHRLICHKEIT, ANSTAND, RECHTSCHAFFENHEIT, VERTRAUEN, GRUNDGESETZTREUE, KOMPETENZ, WISSEN und viele andere Dinge an.

    Der (derzeitige) Erfolg der Piratenpartei liegt nicht daran, dass die Anhänger der Partei ein YT-Video abspielen können oder erkannt haben, dass bei Google sogar Bilder gesucht werden können, sondern am Vertrauensvorschuss, in Verbindung mit der Tatsache, dass es immer offensichtlicher wird, WER uns regiert und WAS dahintersteckt.
    Man(n) oder Frau hat tatsächlich den Eindruck, dass die Repräsentatnten der Piratenpartei ehrlich sind, aus der Mitte der Gesellschaft kommen und die Gesellschaft nach vorne bringen wollen.

    "Helmpflicht für Radfahrer und "Scheiß auf die Verfassung" sind jedenfalls nicht der richtige Ansatz für Parteien, die auch im Internet Fuß fassen wollen.
  4. #63

    Zu früh gefreut, schon oft gereut!

    Na mal sehen, wie lange der Piraten-Hype-Cycle noch anhält und Spiegel online sich daran beteiligt.

    Was für eine Überraschung, dass die Politik auf das Berliner Wahlergebnis und die gehypten Umfragewerte der Piraten reagiert!

    Vor zwei Jahren hieß es die Parteien könnten keinen Netzwahlkampf - schaut euch Obama an. Da spricht jetzt kein Mensch mehr davon.
  5. #64

    ja

    Zitat von aysnvaust Beitrag anzeigen
    Mach ich jetzt was falsch?
    Ja.
  6. #65

    Wo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie entdecken Youtube, feiern das Web und geloben mehr Transparenz: Seit dem Aufstieg der Piraten biedern sich die etablierten Parteien von CSU bis Linkspartei unverhohlen bei der Wählerschaft der Newcomer an. Aber reicht das aus, um den Aufstieg zu stoppen?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...792502,00.html
    liegt das Problem? Ggf. haben wir eben noch eine weitere Piratenpartei in allen Parlamenten. Es kommt inzwischen wirklich nicht mehr darauf an. Aber vielleicht werden die FDPiraten versenkt.
  7. #66

    Antworten

    Zitat von carlo02 Beitrag anzeigen
    Im Grunde lässt sich alles runterbrechen auf mehr persönliche Sicherheit und mehr persönliche Rechte wie Bürgerbeteiligung.
    Genauer gesagt: die Grundrechte, und einiges mehr, was im Grundgesetz steht, und woran das BVerfG die Regierung auf Anfrage immer wieder mal erinnert.

    Aber die Frage ist, wie würden die zum Beispiel auf internationale Fragen wie Griechenland reagieren?
    Griechenland ist hier nur ein Beispiel - das Problem ist eigentlich mehr die Schuldenkrise allgemein.

    In das Grundsatzprogramm der Piraten werden nur Punkte aufgenommen, für die eine 2/3-Mehrheit der Mitglieder auf einem Bundesparteitag abgestimmt hat. Auch deswegen enthält das Programm zu etlichen Punkten, wie etwa diesem, keine Regelung. Das hindert aber keinen Piraten daran, sich selbst Gedanken zu machen. Meinen "Piratenplan" zur Schuldenkrise habe ich hier schon mehrmals geschildert, nochmal ganz kurz:
    (1) Öffentliches Schuldenregister. Karten auf den Tisch, damit die Problemlage absehbar wird. Dort nicht gemeldete Schulden sind verfallen.
    (2) Das betroffene Land muss ausgeglichene Haushaltsführung (also keine Neuverschuldung) durch externe Prüfer öffentlich nachweisen.
    (3) Zinsgünstige kurzlaufende Kredite von der EZB zur Refinanzierung/Abbau von Altschulden, solange (1) und (2) erfüllt sind und die 60%-BIP-Schwelle noch nicht erreicht ist.
    (4) Gegenfinanzierung von (3) durch Eurozonen-weite Finanztransaktionssteuer.

    Auf die Probleme am Arbeitsmarkt ganz zu schweigen.
    Auch hier muß die Problemlage zunächst einmal offen gelegt werden (Transparenz). Ein Teilbereich liegt mir hier besonders am Herzen, nämlich die "Aufstocker", die trotz Vollzeitjob weniger als Hartz 4 verdienen und die Differenz vom Jobcenter bekommen können. Das halte ich für einen Systemfehler, der dokumentiert werden muss.

    Jedes Jobcenter muss monatlich veröffentlichen (im Internet), bei welchen Arbeitgebern diese Aufstocker arbeiten, und was jeweils der Aufstockungsbetrag war. Damit werden Problemquellen deutlicher. Diese Listen sind auch nach Bundesländern und bundesweit zusammenzufassen.

    Mit den "Spitzenreitern" dieser Listen ("indirekte Hartz-4-Empfänger") werden sich die Jobcenter zusammensetzen, um die Lösung des Problems zu planen.

    Das ist jetzt alles meine Piratenmeinung. Andere Piraten haben andere Meinungen bzw. Ideen. Wir diskutieren sie gerne, auch mit Nichtpiraten :^)
  8. #67

    @suchenwi

    Machen das die Piraten? Nein.
  9. #68

    auf keinen fall

    Zitat von aysnvaust Beitrag anzeigen
    ich verweigere mich konsequent facebook und twitter (bin Gott sei Dank aus dem Alter heraus, in dem solche Dinge dem Gruppenzwang unterliegen) und hab trotzdem die Piraten gewählt. Und habe einige Leute in meinem Bekanntenkreis, auf die dieses Profil ebenso zutrifft.

    Mach ich jetzt was falsch?
    Sie sind einer der ersten hier der wohl überhaupt nichts falsch macht - weder was Ihre Verweigerungshaltung noch was Wahlneigung betrifft.
  10. #69

    jopp...

    Zitat von timewalk Beitrag anzeigen
    Der Sender der Bundeswehr ist mal sehr gut gemacht

    http://www.youtube.com/user/Bundeswehr
    stimmt...

    ... von diesem ilü-Bericht mal abgesehen... ;o)

    Wenn man sich die Kosten für dieses "Informations-"Spektakel mal ansieht, scheinen mir Zweifel an einer derartigen Veranstaltung angebracht.








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