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Netzpöbeleien: Igelbabys gegen Trolle

Trolle verderben einem den Spaß am Internet. Sie deshalb zu verachten oder gar vom Internet-Psychopathen auf den Rest der Menschheit zu schließen, ist falsch: In jedem von uns steckt ein kleiner Pöbler, glaubt Sascha Lobo.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...795324,00.html
  1. #1

    You made may day :-)

    Danke schön, Herr Lobo, dieser Kolumnenbeitrag bringt es schön auf den Punkt. In Netzforen benehmen sich viele mehr oder minder oft genauso auf ihnen unangenehme Beiträge, wie sie im eigenen Auto auf andere grad störende Verkehrsteilnehmer reagieren: Überzogen, aggresiv, unangemessen und enthemmt.

    Und Herrn Fleischhauer sei das Zitat unterstrichen naheleget:
    dass offensive Zuspitzung in der Kommunikation zu weiterer offensiver Zuspitzung führen kann, dürfte nicht unbedingt für einen Platz unter den Top Ten der Internetüberraschungen 2011 reichen.
    Die Pöbeleien denn auch noch instrumentalisiert als "typisch linkes Verhalten" zu denunzieren machte nur deutlicher, worum es Fleischhauer wirklich ging - bequeme Selbstbestätigung, denn die anschließenden Reaktionen waren vorhersehbar.

    Ansonsten aber Gratulation an alle SpOn-Kolumnisten, die sich bislang dieses Themas angenommen haben - es war durchaus mal an der Zeit, den Troll in jedem von uns zu thematisieren.
  2. #2

    Putzig

    Wirklich niedlich wie sich die Kolumnisten über den rauen Umgang im Netz beschweren. Wenn man einen sehr konkreten Standpunkt vertritt, muss man sich doch auch im "echten" Leben nicht wundern, wenn einem ein starker Wind entgegen bläst.
    Übrigens empfinde ich das Forum von Spon als wahre Kuschelecke. Hier geht es doch so gemütlich zu wie sonst nirgendwo (dank der ekelhaften Löschung mancher Beiträge/Zensur).
    Geht mal auf Seiten wie 4chan, dann wisst ihr wie es wirklich zugeht.
  3. #3

    Sinnvoll ...

    ... wäre diese Kolumne nur, wenn sie einen Link zu einer Seite mit frei benutzbaren Igelbaby-Bildern zwecks allgemeiner Forenbefriedung enthielte. So kann man, wenn sich die "betrogener kleiner Mann"-Meute wieder erregt, lediglich "Igelbaby" schreiben, was einen nur überschaubaren katharsischen Effekt haben dürfte.

    Also! Ich warte ....
  4. #4

    Das macht die ...

    Zitat von kanadasirup Beitrag anzeigen
    Wirklich niedlich wie sich die Kolumnisten über den rauen Umgang im Netz beschweren. Wenn man einen sehr konkreten Standpunkt .....
    ...Pöbeleien ja wirklich nicht niedlicher!
  5. #5

    wie wahr wie wahr

    gut beobachtet! Meine eigene Fiesigkeit ließ mich den Artikel in der Hoffnung auf gruselige Beispiele lesen, die sich nicht erfüllt hat. Aber dafür hat mich Hr. Lobo ans besser Gutmenschsein erinnert, so dass ich nicht enttäuscht bin.
  6. #6

    -

    Too Lobo, Didn't Read.
  7. #7

    ^^

    ohweh, ich dachte, Katzenbilder jeglicher coleur wären noch in, ich bin out :/
  8. #8

    oh sind die süß!

    http://photoforum.istria.info/kroatien-foto-28893.htm
    da hab ich auch direkt keine Lust mehr zu trollen xD
  9. #9

    Gruppendynamik

    Das mit der Gruppendynamik ist sicher ein sehr erheblicher Punkt.
    Ich kenne diverse Foren mit zig-Tausenden Usern, in denen ich auch über Jahre hinweg nur so viele Fälle von direkten Anfeindungen und Provokationen gesehen habe, dass man sie an den Fingern abzählen kann. Und dann gibts noch andere Orte, wo mehr als jeder zweite Beitrag nur darum geht jemand anderen als dämlichen Idioten darzustellen. So wie das Spiegel-Online Forum zum Beispiel. Egal was das Thema ist, spätestens ab dem dritten Beitrag geht es los mit den Hass-Triaden gegen Gutmenschen, Linke-Wähler, amerikanische Außen-Politik, und die Verwerflichkeit der europäischen Spitzen-Politiker.

    Das spannende ist aber, dass in einem Umfeld mit gesitteten Umgangsformen Provokationen nicht nur sehr selten auf fruchtbaren Boden fallen, sondern nahezu nicht einmal versucht werden. Die Annonymität des Internets hin oder her, wenn der Umgangston anderer Leute darauf schließen lässt, dass Stänkerei nicht der Normalfall ist, dann scheinen die potentiellen Streitmacher entweder gar nicht das Bedürfnis zu haben Stunk anzuzetteln, oder sie sind möglicherweise gar gehemmt den Versuch zu machen.
    Wenn man den großen Pöbler gibt, aber dann keiner klatscht, ist das auch wieder sehr peinlich für einen selbst. Doch wenn es Applaus gibt, dann sehnt man sich scheinbar doch nach der Zustimmung. Selbst wenn sie von wildfremden Leuten kommt, die keinen Schimmer haben, wer man selber ist.
    Nein, zum Trollen braucht es nicht zwei, sondern mindestens drei. Einer der Provoziert, einen der Zurücklangt, und mindesten einen der applaudiert. Erfolgreich provozieren wenn keiner zusieht ist ja witzlos.


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