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Netzkritiker Andrew Keen: "Bei Twitter entsteht eine neue Elite"

Er verglich Blogger mit Affen und ernannte sich selbst zum "Antichrist des Web 2.0": Der Internet-Kritiker Andrew Keen, Autor von "Die Stunde der Stümper", zeigt sich plötzlich geläutert - und spricht im SPIEGEL-ONLINE-Interview über Talentmarketing im Web 3.0 und die Vorzüge des Microbloggings.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...620281,00.html
  1. #20

    Humor

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Sie brauchen nicht zu lachen. Sie können auch mal genauer Nachfragen. Onlineforen gibt es schon seit Jahren und sind für mich wie Chats (obwohl ich kein Freund von Chaträumen und "chatten" bin) ein fester Bestandteil des Internet.
    Nachfragen macht es nur noch schlimmer. "Twittern, Simsen, Surfen und Telefonieren" finden Sie "überflüssig wie Herpes", Sie wundern sich sogar, dass manche Menschen da "noch wissen wie man sich von Angesicht zu Angesicht unterhält". Aber diese Zeilen schreiben Sie ausgerechnet in einem Onlineforum! Und nun begründen Sie es damit, dass es für Sie akzeptabel ist, weil es das schon seit Jahren gibt. Logik sieht anders aus.


    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Auserdem ist es doch mir überlassen was ich für unnötig halte und was meiner Meinung nach gut ist.
    So wie es anderen überlassen ist zu lachen, wenn Sie über einen indirekten Kommunikationsweg über die Überflüssigkeit von indirekter Kommunikation lästern. Darin steckt eine sehr offensichtliche aber unfreiwillige Selbstironie.
  2. #21

    xy

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Nachfragen macht es nur noch schlimmer. "Twittern, Simsen, Surfen und Telefonieren" finden Sie "überflüssig wie Herpes", Sie wundern sich sogar, dass manche Menschen da "noch wissen wie.....
    Man kann das Internet toll finden, man MUSS aber nicht ALLES toll finden - oder doch?
  3. #22

    Differenzierung

    Ich muss frubi ein Stück weit zustimmen. Ich bin seit 14 Jahren im Netz, schreibe in unzähligen Foren, habe einen ICQ und AIM-Account, habe ein Blog.

    Und trotz AIM und ICQ kann ich mit einem klassischen Chat, wo 12 leute wild drauflosplappern nichts anfangen.

    Auch weiß ich nicht, was diese ganzen Social-Networks, die nur aus banalen "Freundes"verlinkungen bestehen, bringen sollen. Und auch SMS (als Dauerbeschäftigung) und Twitter sind mir irgendwie fremd.

    ---
    Allein diese kleine Antwort da oben hat 457 Zeichen und würde so nicht mal in 3 Twets und gerade so in 3 SMS passen.
  4. #23

    xy

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Ich muss frubi ein Stück weit zustimmen. Ich bin seit 14 Jahren im Netz, schreibe in unzähligen Foren, habe einen ICQ und AIM-Account, habe ein Blog.

    Und trotz....
    Wenn man in solchen Chats mal mitliest, so kommt es jedenfalls mir so vor, als kommunizierten da lauter Autisten untereinander. Es wird über die tiefsinnigsten Themen in "witzigen" Halbsätzen diskutiert, die so nichtssagend klingen wie "nachts ist es kälter als draußen".
  5. #24

    Fremde Feder

    Zitat von Blautopas Beitrag anzeigen
    Das Internet ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hereinschaut, kann kein Apostel heraussehen.
    Quelle? Georg Christoph Lichtenberg (18. Jahrhundert)

    Steckte früher mal in jedem zweiten WG-Klo am Spiegel. Allerdings - zumindest bei den Germanisten - noch mit richtiger Grammatik: Da schaute der Affe hinein (in den Spiegel).
  6. #25

    ...statt twittern...

    Zitat von Pablo alto Beitrag anzeigen
    Quelle? Georg Christoph Lichtenberg (18. Jahrhundert)

    Steckte früher mal in jedem zweiten WG-Klo am Spiegel. Allerdings - zumindest bei den Germanisten - noch mit richtiger Grammatik: Da schaute der Affe hinein (in den Spiegel).
    Danke für die Quelle und die Berichtigung meiner Grammatik. Allerdings: Mit "Twittern" wäre das nicht so einfach gegangen.
  7. #26

    Natürlich geht es auch mit Twitter

    Zitat von Blautopas Beitrag anzeigen
    Danke für die Quelle und die Berichtigung meiner Grammatik. Allerdings: Mit "Twittern" wäre das nicht so einfach gegangen.

    Natürlich wäre es das. Sie können eine Twitternachricht "an alle" adressieren, angeben, wen sie ansprechen (jeder kann sehen wem Sie antworten, aber dem angesprochenen gegenüber wird besonders hervorgehoben, dass er direkt angesprochen wird) und es ist auch möglich, einen "Tweet" als privat zu markieren, dass er nur vom Angesprochenen gelesen werden kann.
  8. #27

    vorsicht humor ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er verglich Blogger mit Affen und ernannte sich selbst zum "Antichrist des Web 2.0": Der Internet-Kritiker Andrew Keen, Autor von "Die Stunde der Stümper", zeigt sich plötzlich geläutert - und spricht im SPIEGEL-ONLINE-Interview über Talentmarketing im Web 3.0 und die Vorzüge des Microbloggings.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...620281,00.html
    Ich mag Leute wie Keen nicht. Für mich sind all diese selbsternannten Experten die über die Mittelmäßigkeit des Webs jammern Abschaum der seine Felle wegschwimmen sieht.

    Was waren das noch für Zeiten wo man als hochbezahlter profi Klugsche..er die Leute von oben herab einseitig berieseln konnte mit seiner trivialen, durch einige Fremdwörter von denen man selber nicht genau wusste was sie bedeuten aufgepumpten, Privatmeinung die auf Hochglanzpapier gedruckt und mit dem richtigen Layout versehen gradzu wichtig und objektiv aussah. Und dafür haben die auch noch viel Geld bekommen!

    Die Zeit der hauptberuflichen Experten, sogenannten Weisen und angeblichen großen Vordenkern is vorbei und ich persönlich finde das einfach nur wundervoll.

    Es lebe Google, Wikipedia, Youtube, das Web 2.0, der Blog und der ganze Rest. Und bewahre uns vor der bösen Zensursula, die auch diesmal wieder kläglich scheitern wird weil sie ein Dau ist und immer bleiben wird, der Gottes ureigene dem TCP/IP Protokol innewohnende Eleganz und Herrlichkeit nie begreifen wird. Jetzt und auf ewig. Amen!


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