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Netz-Debatte: "Das Internet" gibt es nicht

Es wird viel geschimpft auf "das Internet" in diesen Tagen. Es macht dumm, es ist der Feind des Geistes, es tut demokratisch, ist es aber nicht, behaupten seine Kritiker. Alles Quatsch, meint Christian Stöcker - "das Internet" existiert gar nicht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...629119,00.html
  1. #60

    ....

    Zitat von jean-luc2305 Beitrag anzeigen
    Stimmt genau. Die [Mönche in den Skriptorien] haben damals gesagt, das ist der Untergang des Abendlandes, wenn auf einmal jeder billig drucken kann, was er will. Dass niemand mehr das Geschriebene kontrollieren und sich wirklich Gedanken dazu machen wird etc, etc.

    Dasselbe 'n paar hundert Jahre später genauso noch mal beim Aufkommen des Taschenbuchs - immer war früher alles besser.
    Die Mönche lagen übrigens richtig! Der Buchdruck hat Luther und die Reformation und später die Aufklärung erst möglich gemacht und der Kirche ihre jahrtausendewährende Meinungshoheit und weltliche Macht nachhaltig genommen. Um nichts anderes geht es heute. Die Macht privater Organisation (der Verlage) gegenüber der des Individuums. Und nicht anderes wird passieren, als das denen, die ihre Felle derzeit davonschwimmen fürchten, genau dieses auch passieren wird.
  2. #61

    Selbst Schuld!

    Zitat von stormking Beitrag anzeigen
    Das ist selbstverständlich richtig, deshalb schrieb ich auch dazu, daß es nicht ganz ernst gemeint ist. Aber mit einem harmlos-bunten Kinderspiel wie den "Sims" können sie bei den meisten Gamern eben nicht punkten. Shooter spiele ich auch eher selten, mein Fall sind eher Adventures und Rollenspiele. Aber auch da will ich keine kunterbunte Kinderwelt, sondern Hochspannung und eine düstere Atmosphäre. Und das ist nunmal nicht kindgerecht und wird es auch niemals sein.
    Stimmt auch wieder. :)

    Bin nur sehr gespannt, wie sich die ganze Sache weiterentwickln wird. Ich glaube nämlich nicht, dass sich ein allgemeines "Killerspielverbot" durchsetzt. Und selbst wenn. Dann wird sich die SComputerspieleindustrie über noch mehr Verluste, durch illegal beschaffte und nicht gekaufte Spiele freuen. Falls es soweit kommen sollte, wäre meine Aussage dazu:

    "Selbst Schuld!"

    Lg.

    ----

    Fujin.
  3. #62

    Internet ist ein Medium

    Zitat von ...ergo sum Beitrag anzeigen
    Die Nutzung des Net ermöglicht eine schnelle und effektive Art für den Bürger zu hinterfragen und auch ihre Volksvertreter zu kontrollieren.

    Hätte es dieses Medium schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegeben, - wieviel Leid wäre wohl erspart geblieben ...
    Denn menschen welche miteinander über Grenzen hinweg sprechen und schreiben, Gemeinsamkeiten entdecken ect., - die kann man nicht gegeneinander z.B. in Kriege führen.
    ..
    Das ist leider ein frommer Wunsch. Anfangs des 20.Jh. gab es die Druckerpresse die damals dank damaliger Niedrigloehne und Massenverbreitung genauso geringe Transaktionskosten aufwies , wie das Internet heute.

    Wofuer wurde die Druckerpresse z.B. im 1. Weltkrieg benutzt ? Um Hetzpamphlete, Propaganda und Regenbogenpresse zu drucken.

    D.h. wenn das Internet heute die Welt transparenter macht, dann liegt das nicht am Internet, sondern am Zeitgeist.

    Wenn eine Regierung wollte, dann koennte sie das Netz (in ihrem Teil der Welt) morgen zur streng regulierten Zone machen mit deren Hilfe ebenfalls nur Hetzpamphlete, Propaganda und Regenbogenpresse verteilt wird. Technisch ist das absolut machbar. Die (dann im Verhaeltnis) wenigen Nutzer, welche die Sperren umgehen koennen , machen sie dann genauso verdaechtig, wie die Leute die im Kaiserreich oder in Nazideutschland illegal gedruckt haben.

    Das Internet ist ein technisches Kommunikationsmedium, nicht mehr und nicht weniger. Was die Leute daraus machen, ist abhaengig vom Zeitgeist.
  4. #63

    Niemand weiß wirklich was

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Die Mönche lagen übrigens richtig! Der Buchdruck hat Luther und die Reformation und später die Aufklärung erst möglich gemacht und der Kirche ihre jahrtausendewährende .....
    .....

    Das würde ich nicht vergleichen: Weder qualitativ, noch inhaltlich.
    Niemand kennt heute die Möglichkeiten und Grenzen des INetts, alle stochern im Dunklen und nur zu viele wollen vor allem Kasse damit machen.
    Doch niemand weiß, wieviel Daten überhaupt zuverlässig transportierbar sind, noch, was passiert, wenn irgendwo einfach der Strom ausfällt, und schon gar nicht, wie juristisch damit umzugehen ist.
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  5. #64

    Eine Frage zum Artikel

    Im Abschnitt 'Wikipedia und Kinderpornografie' sind 2 Listen von Netzinhalten aufgeführt. Eine enthält Dinge die die meisten Menschen als sinnvoll bezeichnen, die andere besteht aus Informationen die von den meisten eher als überflüssig bezeichnet werden.

    Nun kommt bei mir die Frage auf, was an 'Versammlungsorte für Menschen mit Essstörungen' so negativ ist. Der Veranstaltungsort einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Essstörungen ist doch beispielsweise ein solcher Versammlungsort und mir fällt nichts negatives dazu ein.


    Was hat es damit auf sich?
  6. #65

    Jens Jessen ist nur peinlich

    http://www.youtube.com/watch?v=lXhLAdPFROs

    Bitte dieses Video einmal anschauen...
  7. #66

    .

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Das Internet ist vor allem denjenigen ein Gräuel, die Wissen als Besitz betrachten. Ich erinnere mich blaß an Zeiten, wo ich wegen jeder Kleinigkeit verstaubte Bibliothekskataloge wälzen musste, um mir selbst eine Meinung zu bilden, und aufgrund des umständlichen Verfahrens konnte das kaum gelingen.

    Heute stehen wir vor der Situation, dass sogenannte Experten bald aussehen werden, wie der Kaiser in seinen neuen Kleidern, weil jeder Interessierte in seinem Selberdenken gefördert wird.

    Aus meiner Sicht speisen sich fast alle Angriffe gegen das Internet aus dem Hintergrund, dass gewisse Informationskanalisierer befürchten, ihre durch irgendwelche Diplome ausgewiesenen Hoheiten zu verlieren.
    Der Großteil der Internetgemeinde versorgt sich mit "Wissen-light". Ich zähle mich dazu. Ich habe neben Job, Hobbys etc. kaum Zeit mir ganze Bücher durchzulesen oder meterlange Artikel im Internet rauszusuchen. Deßhalb versorge ich mich nur mit dem Wissen was ich selber für nötig halte. Ich würde mich auch aus diesem Grund niemals mit Experten messen wollen. Und viele die meinen es sich zuzutrauen würden heulend aus einer Diskussion mit solchen Experten laufen.
  8. #67

    Lasst das Internet in Ruhe!

    Diese Diskussion ist ausgesprochen dumm!
    Das Internet ist wie das richtige gesellschaftliche Leben.
    Menschen, allen voran intelligente Menschen, haben die Möglichkeit der Differenzierung.
    Intelligente Menschen wissen, wann ein Text qualitativ hochwertig, und wann er es nicht ist.

    Wenn bestimmte Gruppierungen versuchen, den letzten Platz freier Meinungsäußerung als Hort des Bösen oder gar des "Terrors" darzustellen, oder uns eben auch als Theater der Blödsinnigkeit zu offerieren, dann hat das System!

    Die dämliche Diskussion um die Glaubwürdigkeit und den Realitätsgehalt des Internet wird von genau denjenigen forciert, die es genauestens kontrolliert sehen wollen.
    Die USA-Geheimdienste sehen das Netz mittlerweile als Kriegsschauplatz. Für sie ist das Netz nichts anderes als eine Fortführung mit kriegerischen Mitteln, aber eben virtuell.
    Und wer die Kontrolle über das Internet hat, besitzt eben schon mal Gewalt über die Form der freien Meinungsvielfalt und dadurch lässt es sich auch beeinflussen.

    Wenn Diskussionen entstehen, ist es ratsam, zu eruieren, WEM die Diskussion dient!
    Um es ohne Umschweife zu sagen: Wer versucht, das Internet zu diffamieren und klein zureden oder einfach die Qualität der vielen Äußerungen im Netz in Frage zu stellen (Kinderporno), hat nicht die Möglichkeit (oder noch nicht!) es zu kontrollieren!

    Nichts geschieht ohne Grund! Wir leben in einer Gesellschaft in der das Geld regiert. Alles dient einem Zweck.

    Wer die Kiste anmacht (TV), wird sogleich manipuliert.
    Das TV ist das Lieblingskind des Meinungsmachers.
    Man kann die Masse dadurch außerordentlich gut steuern. Das Internet beherbergt viele alternative Medien, die auf der Suche nach der Wahrheit in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft ist, und sie wird langsam zu einer Bedrohung für die althergebrachte Elite im Finanz-, Wirtschafts, und Politikzirkel, die den Status Quo zu erhalten trachten oder eben zu ihrem Vorteil verbessern wollen.

    Alles in der Gesellschaft und in der Informationstechnologie ist auf eine bestimmte Agenda aus. Kontrolle, Manipulation ist allgegenwärtig und nur ein Medium lässt sich (bis jetzt) zum Glück nicht kontrollieren: Das Internet! Das kleine gallische Dort im Netz.

    China hat das geändert, Schäuble will es auch. Nämlich die Kontrolle über die freie Meinung im Netz.


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