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Nepp-Verlage: Die schönsten Seiten des Schwachsinns

Mit vollmundiger Werbung locken Zuschussverlage Möchtegern-Autoren. Die müssen ordentlich zahlen, wenn sie sich gedruckt sehen wollen. Eine Aktivistengruppe machte die Probe aufs Exempel - und entdeckte eine Branche zwischen Nepp und Dada.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...645279,00.html
  1. #1

    x

    Komischer Artikel. So viele Worte um ein bekanntes Phänomen. Es gibt solche Verlage seit vielen Jahren!

    Und die Aktivisten, na das sind mir ja welche! Ganz schön kreativ, dieser Streich, den sie den doofen Verlagen gespielt haben!
  2. #2

    Schwachsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit vollmundiger Werbung locken Zuschussverlage Möchtegern-Autoren. Die müssen ordentlich zahlen, wenn sie sich gedruckt sehen wollen. Eine Aktivistengruppe machte die Probe aufs Exempel - und entdeckte eine Branche zwischen Nepp und Dada.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...645279,00.html
    Solche Firmen sollten an Ihrer Gier ersticken, Literatur
    ist eines der wertvollsten Güter unserer Kultur und sollte
    dementsprechend behandelt werden.
    Natürlich muß nicht jeder Oberlehrer Geisteserguß gleich
    zum Publikumsliebling avancieren, das sind die Gesetzte des
    freien Marktes.
  3. #3

    ...

    vor allem, was braucht es einen solchen "Verlag"?
    Da reicht eine gute Druckerei und ein Fahrrad, um die Bücher in der Buchhandlungen zu verteilen.
    Und wer kein Fahrrad hat, bietet seine eigene Auflage stückweise per Internet zum Kauf an.

    Und wer das alles nicht will, der bietet ein Downloadbook an.
    usw., usw.

    Ich weiß gar nicht, warum man für jeden Nepper, Schlepper, Bauernfänger so ein Trara veranstalten muss?
  4. #4

    Schön, schön, ...

    ... wenn auch nicht sonderlich neu. Wer hätte von solchen Verlagen Seriosität erwartet oder gar anspruchsvolle Literatur? Schade ist nur, dass genug Amitionierte zu glauben, scheinen, so den erhofften Durchbruch schaffen zu können.

    Interessanter zu untersuchen als die "Wir drucken jeden Müll, wenn die Kasse stimmt"-Verlage wären vielleicht die mehr oder weniger etablierten Verlage, die auch nur noch Bücher veröffentlichen, wenn mit dem Manuskript Geld ins Haus kommt. Insbesondere bei Kunstbüchern ist das mittlerweile üblich. Künstler, die einen betuchten und investitionswilligen Händler hinter sich wissen, kommen so leicht zu einer Monographie, während andere, die ohne solche Unterstützung über die Runden zu kommen versuchen (und seien sie noch so brilliant), kaum gedruckt werden. Das Publikum hält den Verleger für einen Garanten von Qualität, wo doch jeder Eingeweihte weiss, dass Lektorats-Entscheidungen längst durch Management und Buchhaltung ersetzt wurde.
  5. #5

    ohgottohgottohgott!!!

    Verlage sind auf Geld aus!!!

    Ich bin schockiert!!!
  6. #6

    Ist doch in Ordnung

    Obwohl ich die Aktion (Beutlich) fuer ziemlich witzig halte, ist das, was die Kauf-Verlage machen doch voellig ok. Da ich selbst inzwischen 6 Buecher geschrieben habe (die uebrigens alle ordentlich verlegt sind und jedes Jahr einen Kleinwagen einbringen) kenne ich LektorInnen, Moechtegernprogrammdirektoren usw. sehr gut und weiss, dass es selbst fuer einen zweiten Schiller oder Goethe sehr schwer waere dort Gehör zu finden. Zwar hat die Aktion gezeigt, dass jeder Schwachsinn akzeptiert wird, interessanter waere es einmal zu versuchen mit einem wirklich guten Text bei Verlagen unterzukommen. Diese Aktion wäre mindestens genauso ernüchternd!
  7. #7

    Falls jemand noch mehr von Rico Beutlich lesen will ;-)

    Auf www.autorenkalender.de gibt es Zusatzmaterial wie das ungekürzte Anschreiben, das Expose und das "komplette" Manuskript.
  8. #8

    Mist! Ich fand's gut.

    Zum Beispiel die Stelle "Es heisst ja auch Brot für die Welt. Nicht Brot mit Butter drauf für die Welt."

    Super!

    Jedenfalls besser als irgendwas von - sagen wir mal - Dan Brown... Und der ist ja auch gedruckt worden.
  9. #9

    Nicht neu, aber hilfreich

    Natürlich ist das Thema nicht neu, aber ich finde es trotzdem wichtig. Denn viele Leute fallen ja anscheinend darauf herein.

    Vielleicht sollte man die Grundregel von Verlagen nochmal verdeutlichen. Mit Andreas Eschbachs Worten: Geld wandert IMMER vom Verlag zum Autor, NIEMALS andersherum. "Verlag" bedeutet in seiner ursprünglichen Bedeutung jemand, der Geld vorstreckt. Das gleiche gilt für Literaturagenten - alle, die Geld verlangen sind Bauernfänger.

    Leider glauben viele Menschen, es sei normal, beim Verlag Geld für sein eigenes Buch zu bezahlen.








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