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Neonazis in Münster: Aufmarsch im Gutbürgerland

DPANeue Bühne, alte Parolen: Erstmals sind Hunderte Neonazis durch das zutiefst bürgerliche Münster marschiert. Die Stadt reagiert ebenso vorbildlich wie entschieden: Mit Transparenten, Sprechchören und Trillerpfeifenkonzerten protestieren Tausende gegen die Extremisten.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...819119,00.html
  1. #70

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Glauben Sie mir, Sie sehen nur eine Seite.
    Glauben Sie mir, wenn Sie schon mal friedlich auf einem Strassenfest etwas gegessen haben und dann, mit dem Sandwich in der Hand, auf einmal von hinten ohne Vorwarnung von Ihren martialisch kostümierten Kollegen (natürlich ohne Möglichkeit zur Identifikation!) brutal zur Seite befördert werden, dann ist Ihnen völlig egal was Polizisten wie Sie hier erzählen.

    Leider ist das kein Einzelfall. Klar, es gibt eine Menge anständige Polizisten. Das würde ich nicht bezweifeln. Das Problem ist, dass die, die nicht anständig sind, vom Korpgeist gedeckt werden. Die können Ihre kriminellen Triebe offensichtlich mit Genuss ausleben. Ich kann mich noch einen einen Fall hier in Hamburg erinnern bei dem die Polizei angeblich nicht in der Lage war einen gewalttätigen Polizisten auf einer Demonstration zu identifizieren. Es stand halt nur eine Porträtaufnahme zur Verfügung deren Qualität nahe an ein Passfoto heranreichte ... Ohne Worte ...

    Ach ja, ...

    Zitat von Spiegel
    Ob auf hoher See oder unter Tage: Auf Kameraden muß Verlaß sein - vor allem, wenn einer in der Patsche sitzt. Der Polizeibeamte, der sich am 30. Mai 1994 in der Hamburger Innenstadt vor den Fernsehjournalisten Oliver Neß hockte, konnte darauf bauen.

    Seine Kameraden drückten den ARD-Mann während einer Demonstration auf den Asphalt des Gänsemarktes, der Polizeibeamte zog seinem wehrlosen Opfer einen Schuh aus und verdrehte ihm den Fuß mit solcher Gewalt, daß die Bänder rissen. Amnesty International bewertete das Vorgehen als Folter, es gab eine Anklage gegen die Polizisten. Aber ein weiteres Mal konnte sich der Beamte, der den Journalisten Neß so schwer verletzt hatte, auf seine Kameraden verlassen.

    Polizisten, die fünf Meter vom Ort der Körperverletzung entfernt standen, hatten "nichts mitbekommen" von der brutalen Tat, und Kameraden gab es wohl auch anderswo. Auf Videoaufnahmen der Polizei, die das Geschehen dokumentierten, wurden entscheidende Sequenzen gelöscht; Funkmitschnitte des Einsatzes gingen verloren.
    Spiegel: Reif fürs Kabarett
  2. #71

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    dann ist Ihnen völlig egal was Polizisten wie Sie hier erzählen.
    Ich bin kein Polizist, wie kommen Sie darauf?

    Die tun mir nur leid weil sie für jeden der Buhmann sind. Ungeachtet dessen riskieren die regelmässig ihre Gesundheit, nur auf Befehl hin.

    Dass es da Frustrierte gibt die auch mal zu hart hin langen ist für mich keine Staatskrise. Solange wir so was in den Medien lesen (neben Berichten über verletzte Polizisten) ist für mich noch alles im grünen Bereich.
  3. #72

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Polizist, wie kommen Sie darauf?
    Weil sich das ...

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Glauben Sie mir, Sie sehen nur eine Seite.

    Wenn Sie mal ein paar Stunden als Polizist auf einer Demo sind, denken Sie anders.
    ... so anhörte als wäre es so.

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Ungeachtet dessen riskieren die regelmässig ihre Gesundheit, nur auf Befehl hin.
    Das ist sicherlich korrekt. Ich hätte auch keine Lust auf Ehestreitigkeiten und Schizophrene aber das muss man sich halt überlegen bevor man Polizist wird. Wenn man psychisch nicht stabil genug ist um mit der Belastung umzugehen ohne gewalttätig zu werden, dann hat man den falschen Beruf und sollte eine Karriere als Burger-Brater anstreben.

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Dass es da Frustrierte gibt die auch mal zu hart hin langen ist für mich keine Staatskrise.
    Das Problem ist, dass diese Straftäter von denen gedeckt werden die eigentlich für Ihre Verfolgung zuständig sind. Was Sie hier sagen ist doch letztendlich in Konsequenz nichts anderes als: Schlägertypen sind Ok wenn Sie denn bei der Polizei sind. Dem kann ich mich nicht anschliessen.

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Solange wir so was in den Medien lesen (neben Berichten über verletzte Polizisten) ist für mich noch alles im grünen Bereich.
    Es reicht eben nicht wenn man darüber nur in den Medien liest (was man auch nicht immer tut) oder reicht es Ihnen wenn, sagen wir einfach einmal, über die Autobrandstiftungen nur berichtet wird die Polizei aber den Brandstifter deckt und vor Verfolgung schützt? Sicherlich nicht, oder?
  4. #73

    Zitat von onkel-pelle Beitrag anzeigen
    Gibt es also Augenzeugen, Videobeweise usw?

    Normalerweise heißt es unisono: Gestapo-Scherge/Stasi-Scherge. Gibt es jetzt auch FDGO-Schergen? Müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, von den Verteidigern des Grundgesetzes niedergemetzelt zu werden?
    Aber Joern-Michael wird bestimmt noch selbst seine Kollegen verteidigen wollen.
    Ach hören Sie doch mit diesem Quatsch auf!
    Der ewige Märtyrer der "guten Sache", offenbar darf auf keiner Gegendemo gegen Rechts der angeblich brutal von deren Polizeikomplizen zusammengeknüppelte Antifa fehlen.
    Diese schöne Regelmäßigkeit hat schon was von dem südländischem Fußballer, der im gegnerischen Strafraum bereits schreiend umfällt und sich schmerzverzerrt am Boden krümmt, wenn der gegnerische Verteidiger noch viele Meter weg ist.
    Wer mit dem Teufel isst, braucht einen langen Löffel, und wenn man bei Randalebrüdern mitmischt, dann bekommt man manchmal eben was auf die Mütze.
    Das hat nichts mit Krise der Demokratie zu tun, sondern ist eigene, hirnverbrannte Dämlichkeit.
  5. #74

    Also wenn ihr sie nichtmal an den Thor Steinar Jacken erkennt ist eh alles zu spät
  6. #75

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Ich hätte auch keine Lust auf Ehestreitigkeiten und Schizophrene aber das muss man sich halt überlegen bevor man Polizist wird. Wenn man psychisch nicht stabil genug ist um mit der Belastung umzugehen ohne gewalttätig zu werden, dann hat man den falschen Beruf und sollte eine Karriere als Burger-Brater anstreben.
    Sie stellen hohe Anforderungen an einen Berufstand der lausig bezahlt wird und eine besch***** öffentliche Anerkennung hat.

    Die Beamten im mittleren Dienst, und über die reden wir hier, sind ganz normale Menschen. Denen geht der Glaube an das Gute im Menschen spätestens nach der ersten Demo verloren in der sie, ohne echten Anlass, als "Schweine" beschimpft werden.

    Ist das klassische Stellvertreterdilemma.

    Die Wut trifft die, die es nicht verdient haben weil sie zur Stelle und markant sind.
  7. #76

    Abgeordnete verhaftet

    Zitat von Merkelertrager Beitrag anzeigen
    Es heißt, daß das Konzept der Polizei "weitgehend aufging". Ohne die betreffenden Details kennen zu können, stellt sich mir die Frage, ob das Ausziehen von Abgeordneten auf dem Polizeirevier Teil des Konzepts war oder das "weitgehend" betrifft. Es scheint notwendig, dasz das, öffentlich dargelegt wird.

    St. Graul Guben
    Ich habe da etwas von Gewaltenteilung im Hinterkopf, wollte Frau Remmers das Gesetz selbst in die Hand nehmen? War die Frau Abgeordnete nicht als parlamentarische "Beobachterin" auf der Demo? Aber sie wollte ja nur einen Streit schlichten und wird dann auch noch festgenommen. Aber man kennt das ja, die Polizei nimmt mal wieder völlig grundlos Demonstranten fest um sie auf der Wache zu durch Entkleiden zu demütigen. Aber mal im Ernst: man kann sich schon vorstellen, wie die "Schlichtung" der Frau Remmers ausgesehen hat. Sehr vorbildlich für eine Volksvertreterin.
  8. #77

    "Die Polizei hat alles richtig gemacht."

    Sowas verkauft sich halt nicht in einem Artikel.

    Mal abgesehen davon werden "Opfer" erfunden. Was hat denn ein Polizist davon - von Dutzenden von Zeugen umgeben(!) - wenn er mal zufällig jemanden zusammenschlägt. Kein Motiv, kein Sinn.

    Das Problem ist, dass wenn es gegen Rechts geht, jedes Mittel recht ist. Und daraus ergibt sich dann in dieser Gutmenschenlogik auch, dass jeder, der etwas gegen die unternimmt, die gegen Rechts sind, auch ein Feind ist. Das aber zum Schutze aller Menschen eben auch mal Leute festgenommen werden, die nicht aus dem rechten Lager stammen, ist unvermeidlich.

    Mir fehlt in dieser Diskussion eine rationale und differenzierte Betrachtung. Wie aber einige hier schon schrieben: Wenn es "Nazi" schallt, machen die meisten dicht.
  9. #78

    Einfach mal nachdenken

    Zitat von PublicTender Beitrag anzeigen
    Sie stellen hohe Anforderungen an einen Berufstand der lausig bezahlt wird und eine besch***** öffentliche Anerkennung hat.

    Die Beamten im mittleren Dienst, und über die reden wir hier, sind ganz normale Menschen. Denen geht der Glaube an das Gute im Menschen spätestens nach der ersten Demo verloren in der sie, ohne echten Anlass, als "Schweine" beschimpft werden.

    Ist das klassische Stellvertreterdilemma.

    Die Wut trifft die, die es nicht verdient haben weil sie zur Stelle und markant sind.
    Da sollten die Herrschaften vom Polizeidienst sich vielleicht einfach mal Gerdanken darüber machen, wessen Interessen sie vertreten und ob das auch ihre eigenen Interessen sind, die sie da verteidigen.

    Aber das Prinzip bei der Polizei ist ja nun "Befehl und Gehorsam", auch wenns gegen die eigenen Interessen geht.

    Schön blöd.
    MFG
    jolip
  10. #79

    Nein !

    Zitat von neueruser80 Beitrag anzeigen
    Ich hätte da einen Vorschlag, der hier bitte nicht falsch verstanden werden darf. Ich will mich damit nicht auf die Seite irgendwelcher brauner, minderbemittelter Idioten mit Minderwertigkeitskomplexen stellen.
    Aber wie wäre es, wenn man in so einem Falle die paar .....
    Bitte nicht ! Ignorieren und einfach so tun als wären da keine Nazis Aufmärsche ist die falsche Art und Weise damit umzugehen.
    Wir alle die demokratisch leben und handeln dürfen nicht einfach die Augen vor dem Rechten Aufmarsch verschliessen.
    Wir haben Stimmen und die sollten wir auch klar und deutlich gegen die Nazis erheben.
    Alles andere wäre fatal.
    Wenn solche Feinde der Demokratie in der Vergangenheit nicht so sehr ignoriert worden wären, hätte es eventuell keine 10 Menschen das Leben gekostet.

    Bitte nicht den Mund halten die Augen schliessen und die Ohren zuhalten.


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