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Neonazi-Terror: Fahnder stritten heftig über Ermittlungen zu NSU-Morden

DPAEs herrschte Chaos und heftiger Zwist: Laut einem Zeitungsbericht zerstritten sich Fahnder des Bundes und der Länder bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Mordserie heillos. Vor allem Hinweisen auf ein Neonazi-Komplott wurde nur halbherzig nachgegangen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...831516,00.html
  1. #1

    Kompetenzgerangel?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es herrschte Chaos und heftiger Zwist: Laut einem Zeitungsbericht zerstritten sich Fahnder des Bundes und der Länder bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Mordserie heillos. Vor allem Hinweisen auf ein Neonazi-Komplott wurde nur halbherzig nachgegangen.

    NSU-Mordserie: Chaos bei Ermittlungen und Streit unter Fahndern - SPIEGEL ONLINE
    War es Eitelkeit der Staatsanwaltschaften, die dazu führte, den Generalbundesanwalt außen vor zu lassen oder sind sie über ihre Vorurteile gegenüber Ausländern wie über ihre eigenen Füße gestolpert?
    Ich hoffe, dass das geklärt wird und massive Konsequenzen gezogen werden inklusive "Köpferollen" sprich: Entlassungen.
    Außerdem scheint der Föderalismus in diesem Fall ein schwerwiegendes Hindernis gewesen zu sein. Also auch hier sind Änderungen dringend notwendig.
  2. #2

    Jemand überrascht?

    Dass man größtenteils auf dem rechten Auge nicht sehen wollte, war ja eigentlich schon von Anfang an klar. Vielleicht kommt ja mit der Zeit auch noch was über die Motive und Motivationen heraus...
  3. #3

    Streit unter Fahndern ist ein gutes Zeichen

    Steit unter Fahndern angesichts ungeklärter Mordfälle ist ein gutes, kein schlechtes, Zeichen. Zeigt er doch, daß sie ihre Aufgabe ernst nehmen und verschiedenen Spuren nachgehen. Oder wollen wir ersthaft wieder eine einzige Behörde, in der sich alle Fahnder einig zu sein haben, wer die Schuldigen sind?

    Daß man bei Ermittlungen in verschiedene Richtungen keiner Richtung 100% Aufmerksamkeit widmen kann, ist trivial, nicht halbherzig.

    Daß die Morde nun offenbar aufgeklärt sind, ist auch ein gutes Zeichen. Man mag beklagen, daß es zu lange gedauert hat. Aber auch das ist bei Verbrechen generell trivial. Besser wäre immer die Prävention.
  4. #4

    Fahnder stritten heftig über Ermittlungen zu NSU-Morden

    Den Ländern gehört der Schutz der Verfassung und die Hoheit der Länderermittler aus den Händen genommen. In solchen Fällen dürften nur die Bundesanwälte mit Hoheitsrechten ausgestattet werden. Die Länderdilletanten gehören zum Streifendienst versetzt. Vielleicht können sie dort noch etwas lernen ...
  5. #5

    »Der Bericht beruft sich auch auf Unterlagen, die demnach zeigen, dass die Fahnder trotz auffälliger Hinweise auf einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund die Frage nur halbherzig prüften, ob rechte Gewalttäter hinter der Mordserie stecken könnten.«

    Dürften wir allmählich mal die Namen und Funktionen derer erfahren, die dafür gesorgt haben, dass man die Nazi-Spur nicht ernstnehmen sollte? Irgendwelche Herren aus irgendwelchen Ministerien und befreundeten Diensten?
  6. #6

    Ich verstehe das überhaupt nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es herrschte Chaos und heftiger Zwist: Laut einem Zeitungsbericht zerstritten sich Fahnder des Bundes und der Länder bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Mordserie heillos. Vor allem Hinweisen auf ein Neonazi-Komplott wurde nur halbherzig nachgegangen.

    NSU-Mordserie: Chaos bei Ermittlungen und Streit unter Fahndern - SPIEGEL ONLINE
    Sobald (schon wegen der Tatwaffe) erkennbar wurde, dass es sich um eine Mordserie handelte, die sich über das ganze Bundesgebiet erstreckt, hätte m.E. AUTOMATISCH die Bundesanwaltschaft und der Verfassungsschutz des Bundes die Aufklärung übernehmen müssen.
  7. #7

    Katastrophal

    Ich finde es immer noch beschämend, dass kaum Informationen zu den Beweisen an die Öffentlichkeit getragen werden.

    In rechten Foren wird immer lauter vermutet, dass es gar keinen rechten Terrorismus gegeben habe und alles inzeniert sei. Würde es nicht Zeit, endlich die Beweise auf den Tisch zu legen?

    Ich kann mich zum Beispiel an die Sendung Aktenzeichen XY erinnern. Da wurde bei einem Bankraub von zwei männlichen Tätern mit kurzen Haaren gesprochen, die Tage zuvor mit Mountain-Bikes die Gegend abgesucht hatten und auf diesen geflüchtet seien.

    Vor zwei Wochen las ich im Spiegel, dass bei dem Mord an der Polizistin Bahnarbeiter auf zwei kurzhaarige hinwiesen, die am Tatort mit Mountain-Bikes unterwegs waren. Erst später wurde dann ein Überwachungs-Video erneut ausgestrahlt, dass vor Jahren bei Aktenzeichen XY nach einem Mord gezeigt wurde. Es war wahrscheinlich Bönhardt.

    Wie auch immer, eine Pressekonferenz mit Beweisen würde den Verschwörungstheorien ein Ende bereiten.
  8. #8

    Gesunder Menschenverstand...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es herrschte Chaos und heftiger Zwist: Laut einem Zeitungsbericht zerstritten sich Fahnder des Bundes und der Länder bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Mordserie heillos. Vor allem Hinweisen auf ein Neonazi-Komplott wurde nur halbherzig nachgegangen.

    NSU-Mordserie: Chaos bei Ermittlungen und Streit unter Fahndern - SPIEGEL ONLINE
    ...hätte in dem Fall sicher dazu gereicht, auch die Rechtsradikalen ins Visier zu nehmen. Jedenfalls gingen die US Experten ja von einer rassistisch begründeten Tat aus.

    Erschreckend ist hier, dass man in D nicht drauf kommen wollte. Man hat beinahe 10 exekutierte (Schüsse ins Gesicht) Migranten aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen die untereinander keinerlei Verbindung haben. Und dennoch denkt man nicht an Nazis ?????

    Leider wird ja nie geklärt werden können wer hier was verschlampt oder verschleiert hat. Im Ausland haben die deutsche Polizei und Justiz jedenfalls weitgehend ihre Glaubwürdigkeit im Umgang mit Migranten verloren.

    "Dönermorde" spricht übrigens auch für sich. Ja ist denn niemandem aufgefallen, dass dieser Begriff hochgradig diskriminierend ist ?

    Armes reiches Deutschland !
  9. #9

    Ähhh... ?!

    Zitat von L_P Beitrag anzeigen
    ... Zeigt er doch, daß sie ihre Aufgabe ernst nehmen und verschiedenen Spuren nachgehen. ...
    Also ich dachte, das Problem wäre gewesen, dass sie verschiedenen Spuren eben *nicht* nachgegangen waren.


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