Zwar gilt für die gesamte Republik eine Gesetzgebung; sie bildet jedoch allenfalls einen Rahmen.
Doch Exekutive wie Judikative arbeiten von Bundesland teilweise so differenziert, dass sie zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, analog dem Bildungssystem.
Eine wesentliche Rolle spielt offensichtlich auch die Besetzung der jeweiligen Landesregierung, deren (Links- od. Rechtslastigkeit) sich häufig in Gerichtsurteilen widerspiegelt.
Die Länderfürsten wachen eifersüchtig über ihre "Hoheitsrechte", obwohl jedem bewusst sein dürfte, dass bei einer einheitlichen Gesetzgebung auch die Hoheit für Exekutive und Judikative (ohne deren Unabhängigkeit zu beschneiden) beim Gesetzgeber - also Bund - liegen sollte.
Wo z.B. dem BKA mehr zentrale Befugnisse gegeben werden sollen, stemmen sich - je nach Partei - die Länder gg. jede Kompetenzabgabe, hüten eigersüchtig ihr "Herrschaftswissen".
(Das gilt h.E. auch für die Bildung.)
Dann könnten Ermittlungspannen wie solche, die sich daraus ergeben, dass z.B. die Polizei Kiel nichts von Ermittlungen über einen Mordfall in Ulm erfährt, der so auffällige Parallelen zum örtlichen Fall zeigt, dass vom gleichen Täter ausgegangen werden kann, zumindest minimiert werden.
Allerdings kamen z.B. die türk. Behörden nach entsprechender Anfrage auch zu der Mutmaßung, dass es sich bei den Tätern der Morde um solche aus kriminellem Milieu wie Schutzgelderpressung, Drogenmafia, Schleuserkriminalität etc. handeln könnte.
Dass sich die Ermittler nach jahrelangen Personalkürzungen eher vertieft auf solche mehr erfolgversprechende Spuren setzten, ist durchaus nachvollziehbar, zumal es keine beweisrelevanten Hinweise auf rechtsradikale Hintergründe gab, offensichtlich auch nicht aus den Reihen von V-Leuten des Verfassungsschutzes in der NDP. Dennoch hätte auch in diese Richtung ermittelt werden müssen, zumindest nachdem keinerlei Hinweise ins kriminelle Milieu gefunden wurden.
Denn im Zuge der Ermittlungen wurde m.W. festgestellt, dass die Ermordeten (und ihre Familien) unbescholtene Bürger waren (sind).
Doch weil diese Kompetenzproblematiken weiterhin fortdauern, werden letztlich auch alle Untersuchungen nur zutage fördern, dass evtl. Ermittlungsfehler im (förderalistischen) System lagen.
Darüber hinaus wirken schlechte Bezahlung, hohe Überstundenleistungen und sehr geringe Beförderungsaussichten nun mal nicht gerade motivationssteigernd.

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