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Neonazi-Aufmärsche: Polizei nimmt hundert NPD-Anhänger fest
DPADie Polizei in Neumünster hat eine Wahlkampfveranstaltung der NPD aufgelöst und etwa hundert Teilnehmer festgenommen. In Wittstock stoppten Demonstranten einen Neonazi-Aufmarsch, in Bonn setzte die Polizei Tränengas gegen Nazi-Gegner ein.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830768,00.html
- #150 01.05.2012 20:24 von
- #151 01.05.2012 20:36 von
Nein
Nein, dass Problem ist, dass Sie auf das geschriebene nicht eingehen, den Sachverhalt polemisch verdrehen und sich hartnäckig weigern die Realität zu sehen.
Die Lösung? Ich habe keine und fürchte es gibt auch keine. Ich bin alt genug mich an die Menschen zu erinnern, die im III. Reich indoktriniert wurden, ich habe Margot Honecker in der ARD gesehen und ich komme aus einer islamischen Gesellschaft. Als solcher weiss ich, dass es Menschen gibt, die unrettbar der Indoktrination verfallen sind, mit der sie sozialisiert wurden.
Aus dem Alter diese Menschen auf den Pfad selbstständigen Denkens und Handelns zurück zu führen bin ich raus und geheilt.
Ins Gesicht sagen, ich nehme an, Sie spielen darauf an, dass ich öffentlich nicht dazu stehen würde, weil der Mob mit dem Sie die Einheitsüberzeugung teilen, derzeit die Deutungshoheit hat.
Da gibt es nichts mehr zu verlieren, die Zeiten sind vorbei, in denen es bequem und sicher war in der Gesellschaft und der Verlust zu groß um die Wahrheit offen auszusprechen. Wie mag sich jemand gefühlt haben, der sich gegen Rassengesetze aussprach, oder Luther dieser tapfere Mann, oder die Muslima die sich von ihren 5 Brüdern nicht einschüchtern lässt.
Mitläufer Mob gab es immer und dem und nur dem gilt mein Widerstand. - #152 01.05.2012 20:44 von
Danke.
Ein inhaltlich und argumentativ sehr wertvoller Beitrag.
Bringt uns wirklich weiter.
Aber versuchen Sie es doch einfach mal mit Logik.
Wenn es tatsächlich so viele Bürger mit reaktionärer und rechtsextremer Gesinnung gäbe wie Sie hier unterstellen, dann läge die NPD bei Wahlen irgendwo zwischen 20 und 50 %.
Tatsächlich hat sie aber bundesweit irgendwas zwischen 0,2 und 0,5 %.
Wie erklären Sie sich die Differenz?
Auf ihre fachkundige Meinung bin ich gespannt. - #153 01.05.2012 21:29 von
Die Wahlergebnisse der NPD sind irrelevant. Menschen mit reaktionärer Gesinnung finden sich in großer Anzahl in etablierten Parteien, z. B. am (sehr umfangreichen) rechten Rand von CDU/CSU, aber auch in der SPD/FDP, vereinzelt auch bei den Grünen. Viele Rechtsextreme gehen nicht wählen, weil sie das "System" verachten, die NPD für zu lasch halten etc. pp.
Mit 20 % lagen Sie übrigens gar nicht so falsch. Wußten Sie, daß 20 % der Deutschen eine antisemitische Einstellung haben?
20 Prozent der Deutschen antisemitisch: Judenfeindlichkeit "fest verankert" - n-tv.de
Ich gehe davon aus, daß Sie in der Lage sind, von diesen rassistischen Einstellungen Rückschlüsse auf den Prozentsatz reaktionärer und rechtsextremer Bürger in D zu ziehen. - #154 01.05.2012 21:51 von
- #155 01.05.2012 22:03 von
@ bayrischcreme
Nachtrag: Weiterhin empfehle ich Ihnen die Langzeitstudie "Deutsche Zustände" von Wilhelm Heitmeyer (erschienen bei Suhrkamp), der Sie u. a. entnehmen können, in welchem Ausmaß reaktionäres/rechtsextremes Gedankengut bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Und diese "bürgerliche Mitte" wählt eben nach wie vor etablierte Parteien oder wählt gar nicht.
Es ist ein gedanklicher Kurzschluß und relativierende Verharmlosung, wenn behauptet wird, daß die Wahlergebnisse der NPD 1 : 1 auf reaktionäre Einstellungen der Deutschen zu übertragen sind. - #156 01.05.2012 22:42 von
Es wäre gut wenn sie in ihrer Wortwahl...
..ein bisschen vorsichtiger wären, werter Forist, weil sie mir etwas unterstellen das ich 1.) nicht tue und 2.) nicht ein Teil von bin. Und was ihre Paranoia und Angst betrifft, empfehle ich einen Therapeuten aufzusuchen. Ich habe jedenfalls bisher noch keine Islamisten laut schreien hören "Jetzt gehört Europa uns !" oder "Islam oder nicht sein, das ist hier die Frage !"...nur einen gewissen Sarrazin, der seine eigenen Ängste in einem Ramschbuch an die Gesellschaft verkauft hat und dadurch Millionen verdient hat.
- #157 02.05.2012 06:52 von
toller Demokrat
Sie sind mir ja ein Demokrat....
Erstens sind die Leute, die Sitzblockaden durchführen lange keine Linksextremen, sondern normale Leute die keinen Bock drauf haben dass erwiesenermaßene Gewalttäter und Mörder für ihre "Sache" demonstrieren.
Und zweitens sind es die Rechten, die jedesmal vor Gericht ihre Versammlungsfreiheit trotz Ablehnung auf allen Ebenen durchsetzen.
Und das als ausgewiesene Feinde der Demokratie und des Pluralismus.
Dass Sie Grüne und Jusos als Linksextreme sehen spricht alleine schon Bände.
Wissen Sie, ich hätte an sich auch nichts dagegen, wenn die paar Neonazis einfach nur Demonstrieren würden. Jedoch ist die Anzahl der Todesopfer und der Verletzten, die auf das Konto der Rechten gehen, zu hoch, um immernoch friedliche Absichten zu unterstellen.
Im Gegensatz zu Ihnen, lieber Forist, wundere ich mich ehrlich, dass man die NPD trotz der erwiesenen engen Zusammenarbeit mit dem NSU und vielen anderen Extremistengruppen, deren Hauptziel Gewalt gegen andere ist, überhaupt noch demonstrieren lässt.
Chronik der Gewalt | Mut Gegen Rechte Gewalt - #158 02.05.2012 07:02 von
Warum lassen die Behörden Gegendemonstrationen zu?
Eine ordentlich angemeldete Demo pro Zeit/Ort und gut is. Es ist offensichtlich keine gute Idee, Störaktionen auch noch behördlich zu genehmigen. (imho)
- #159 02.05.2012 07:36 von
...
Sehr schöne Zusammenfassung, die mir als hier in Deutschland lebenden schon sehr lange aufgefallen ist.
Das Poblem ist wirklich, dass wir gerade in Deutschland offensichtlich immernoch nicht verinnerlicht haben, was ein friedliches Miteinander bedeutet.
Ich denke dass es immernoch eine Folge des zweiten Weltkrieges ist und der jahrelangen Teilung des Staates in DDR und BRD.
Es ist schon besser geworden, aber grundsätzlich gibt es immernoch einen Block, der die Zeit am liebsten zurückdrehen will, während ein anderer am liebsten alles zulassen möchte, was eben nicht zurückdrehen der Zeit ist.
Ich denke dass wir uns in einer Zeit befinden, wo sich die politische Landschaft ändert, zu etwas neuem. Man sieht ja schon an der Vermischung von z.B. Grünen Themen in der CDU, dass ältere politische Parteien nicht mehr ganz passen.
Insofern hätte ich auch absolut kein Problem damit, wenn quasi "Neonationalisten" Demonstrieren würden.
Das Problem bei den Neonazis ist jedoch, dass deren Ideologie zwar Nationalistisch aussehen möchte, im Grunde aber nichts anderes ist als eine Taktik zum erreichen der Macht ist. Und dabei wird vor Mord und Gewalt gegen andere nicht zurückgeschreckt.
Nun kann man auch anderen Parteien reine Machtgier vorwerfen, deswegen müssen aber nicht völlig unbeteiligte Sterben oder andere sich fürchten des Nachts auf die Strasse zu gehen.
Insofern muss eine Gesellschaft, in der das Recht auf Leben ein grundsätzliches ist, sich gegen deren Feinde entgegenstellen. NPD und andere Nazis haben schon sehr lange ziemlich frei demonstrieren können und Zeit genug gehabt, friedliche Absichten zu zeigen.
Es gibt genug andere Parteien, in denen Nationalisten vertreten sind (CSU/CDU/FDP/SPD) die nicht andere Leute umbringen.
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