Schnauze, meine Show! Bei Nenas Geburtstagsgala von RTL waren andere Künstler überflüssig. Die Deutschpopmutter und Musikunternehmerin absolvierte die Sendung als endlosen Ego-Trip. Singende Gratulanten wie Peter Maffay wurden schnell und effektiv niedergezwitschert.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,685979,00.html
Die Artikel von Spiegel-Online zu sämtlichen Fernseh-Sendungen sind so dermaßen unsachlich, dass einem die Haare zu Berge stehen und etliche Leser lassen sich von solch hanebüchenen Nachrichten auch noch anstecken und hauen in die selbe Kerbe. Ich sage nur: "Medien sind die vierte Gewalt im Staat.". Ich sage damit nicht, dass ich alle Sendungen toll finde, die hier kritisiert werden, ich sage nur, dass die Kritik zu einseitig ist. Bestes Beispiel ist die Nena-Sendung von gestern - klar ist sie stets sehr präsent und mag die Kameras uns trägt Lederklamotten...aber genau DAS ist doch Nena. Vielleicht war die riesige Torte ja auch einfach deshalb so groß, weil Nena so sozial ist und was abgeben wollte. Mich würde interessieren, wie eine Sendung aussehen würde, die Redakteure von Spiegel-Online gestalten. Bei den beinahe täglich quantitativ zunehmenden Schreibfehlern auf der besagten Nachrichtenseite beende ich meinen Forumsbeitrag mit einer Vermutung: "Redakteure auf Ecstasy"? (Vielleicht bei Nena gekauft?*fg*)
Ich hab die Sendung nicht gesehen.
Wer ist denn eigentlich diese Nena?
von damals das Geschäft begriffen und ist ja wohl auch nicht "kommerziell tot". Zu ihrer Zielgruppe gehöre ich auch nicht, aber was ist in diesem Genre ein ernsthafter Kritiker? Ich habe noch keinen bemerkt. Vielleicht halten sich einige Dilettanten wie hier im Forum dafür. Professionelle mit Anspruch an eigene Arbeitsqualität gibt es in der Sparte wohl nicht. Wenn ich ´mal vom DLF wegschalte (wg. Verkehrsfunk für ganz Deutschland), höre ich nur gequirlten Abtritt zwischen der Musik, teilweise schlimmer als deutsche Reklame.
Mein Geschmack ist die Musik auch nicht. RTL sehe ich mir selten an. Die viele Werbung würde mich krankmachen. Vom Programmangebot mal zu schweigen....
Dennoch finde ich die teilweise schlechte Kritik in Richtung Nena peinlich. Peinlich für die Autoren. Leute, die kaum einen Ton treffen bzw. mit 50 aussehen wie Dörrpflaumen, fangen an zu stänkern. Aber das ist typisch in Deutschland.
Ich kannte den Karlo Karges ganz gut, den Gründer und Gitarristen der Nena-Band damals und verantwortlich für die meisten Texte. Da war durchaus Potential in der Band, der Tourstress und gewisse Pülverchen haben aber bald zur Auflösung der Band geführt. Mit dem Burnout von Karges war auch der kreative Motor im Eimer und Nena lieferte nur noch Mittelmaß.
Ihr Revival hat Nena wohl hauptsächlich ihrer erstaunlichen visuellen Unkaputtbarkeit zu verdanken. Kreativ ist sie auf Schlagerniveau angelangt. Es reicht nicht, die alten Songs ständig neu zu produzieren. Die Sendung gestern habe ich auch nur kurz beim Zappen gestreift.
Noch nie hat jemand mit 2-3 Ohrwürmern eine derart lange Karriere hingelegt und dabei so viel Kohle gescheffelt. Außerhalb von Deutschland gilt Nena als "one hit wonder", falls sie überhaupt noch jemand kennt. Karges war um 1981 jedenfalls ein sauguter Gitarrist. Da liegen bestimmt noch Schätze in den Archiven. RIP.
http://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Karges
sagte der Affe und biss in die Seife. Zwischen Rapper-Husten und Gröhlemeyer (bei dessen "Flugzeugen im Bauch" sich beim Zuhörer "Flöhe in der Rosette" bemerkbar machen und dessen "Kinder an die Macht" "Harry Potter" als Dokumentar-Epos erscheinen lassen) ist so ein naiver alter Nena-Song jedenfalls eher entspannend.
Ob sie etwas erreicht hat, bestimmt also nicht der Grad ihrer eigenen Zufriedenheit, sondern Markolighto. Es gibt vielleicht noch andere Ziele für den einen oder anderen als "The Cover of the Rolling Stone.