Negativpreis: Lobby-Wächter küren Europas dreisteste Strippenzieher

Sie kämpfen gegen Klimaschutz und gegen scharfe Bankenregeln: Jeweils drei*Kandidaten aus der Energie- und der Finanzbranche sind für den Titel*"schlimmste Lobbyisten der EU" nominiert. SPIEGEL ONLINE stellt die Anwärter auf den Negativpreis vor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...722875,00.html
  1. #10

    --

    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, was dieses ständige Lobby-bashing soll.

    Lobbies sind eine vernünftige Einrichtung, da sie komplexe Sachverhalte den Entscheidungsträgern aus der Politik erklären und auch Konsequenzen der von Politikern getroffenen Entscheidungen der Wirtschaft erklären müssen.

    Das Lobbies Interessen vertreten ist normal, gut und vernünftig, solange sie im rechtlichen Rahmen bleiben, was sie i.A. tun.

    Dabei gibt es ein Gleichgewicht der Kräfte, der sog. "Wirtschaft"-lobby stehen Gewerkschaftslobbies, Umweltlobbied ... entgegen. Beide vertreten eine Seite und tragen ihre Argumente vor, die zuständige Institution entscheidet dann. Alles demokratisch und sauber.

    Wo ist das Problem? Wohl das uns die Ziele einiger Lobbies nicht passen... Aber Demokratie bedeutet, beide Seiten zu respektieren.
    Einfach sprachlos. Was soll die Demokratie noch alles "respektieren"?
  2. #11

    LobbyControl: einfach gut!

    Hallo zusammen,

    ich verstehe nicht ganz warum sich hier viele so abwertend gegen LobbyControl äussern. Wer sonst ausser solchen NGOs soll sich denn um die zahlreichen Lobbyisten kümmern, die Gesetze verhindern, abschwächen und ähnliches erreichen sollen, unsere gewählte Regierung?

    Cheers!
  3. #12

    Sie sind entweder Lobbyist....

    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, was dieses ständige Lobby-bashing soll.
    Lobbies sind eine vernünftige Einrichtung, da sie komplexe Sachverhalte den Entscheidungsträgern aus der Politik erklären und auch Konsequenzen der von Politikern getroffenen Entscheidungen der Wirtschaft erklären müssen..
    ....oder sehr naiv...

    "Erklären" ist die euphemistische Umschreibung für im entsprechenden Sinne beeinflusen, Bestechen (incentives, Reisen, Einladugen, spätere Posten etc...), Bearbeiten bis zum Umfallen etc...

    Wenn es nur um's Erklären ginge - dafür haben die Unternehmen Spezialisten und Fachabteilungen - und der Aufwand des Verstehens von gesetzgeberischen Entscheidungen würde keine zusätzlichen Ressourcen in Form von ständig am Regierungssitz antichambrierenden Lobbyisten verlangen...


    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Das Lobbies Interessen vertreten ist normal, gut und vernünftig, solange sie im rechtlichen Rahmen bleiben, was sie i.A. tun...
    Ja was denn nun ? "Erklären" (siehe oben) oder "Interessen vertreten" ?
    Der gegenwärtige gesetzliche Rahmen reicht definitiv nicht aus. Dazu gehören zeitlich angemessene Beschäftigungsverbote für vorher im Interesse der Allgmeinheit handelnde Personen/Poltiker mit Insiderkenntnissen für die Zeit nach dieser Tätigkeit. Ausserdem eine viel konsequentere Publizitätspflicht für Nebentätigkeiten/Einnahmen von Abgeordneten etc.

    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Dabei gibt es ein Gleichgewicht der Kräfte, der sog. "Wirtschaft"-lobby stehen Gewerkschaftslobbies, Umweltlobbied ... entgegen. Beide vertreten eine Seite und tragen ihre Argumente vor, die zuständige Institution entscheidet dann. Alles demokratisch und sauber.
    ..
    Schöne Theorie !
    Das "Gleichgewicht der Kräfte" ist permanent prekär. Finanziell und medienseitig haben stets die größten und stärksten natürlichen und juristschen Personen einen Vorteil. Den haben sie auch wenn ihre Interessen zum Nachteil der Gesellschaft gehen. Es bedarf stets erheblicher Klimmzüge um gegenzuhalten. Ausserdem wird der Staat als unabhängiger, demokratisch legitimierer Akteur finanziell und pesonell immer mehr geschwächt.

    Und in allen Ehren: auf den Staat habe ich über gewählte Regierungen wenigstens noch ein bisschen Einfluß (so lange er kompetent und unabhängig ist). Auf das, was die Lobbies privater, nichtsstaatlicher Akteure im Hinterzimer veranstalten dagegen kaum.
  4. #13

    lustig

    Lustig, wie sich hier die Verteidiger der Lobbykratie zu Wort melden. Ich hoffe ihr lasst euch für eure Wortmeldungen wenigstens anständig bezahlen.

    Organisationen die sich in einer Demokratie für mehr Transparenz einsetzen sind natürlich die Advokaten des Teufels. ;-)
  5. #14

    Bessere Vorschläge

    Zitat von MasterMurks Beitrag anzeigen
    Klasse: Ein nicht gewählter Haufen von Möchtegernweltverbesserern pisst einem Haufen von nicht gewählten Bürokraten ans Bein, weil sie nicht im Sinne des Volkes handeln würden?

    Ich lach mich scheckig!

    Was kommt als nächstes? Opa Hermann regt sich am Stammtisch über das Ordnungsamt auf? Herr Klops von gegenüber motzt beim Straßenkehren über die Müllabfuhr?

    Ich weiß, völlig belanglos, aber viel wichtiger ist der Vorgang hier auch nicht...
    Na dann bessere Vorschläge.
  6. #15

    ..

    Vielleicht sollten sich die Bürger mal darüber klar werden,daß jegliche Politiker im Grunde nur Angestellte des Wählers sind und nicht deren Vorgesetzte.

    Was spricht eigentlich dagegen,wenn Politiker für die Zeit ihres Amtes in eine Art "BigBrother"-Container einziehen
    und jeder Besuch von außen vom gesamten Wahlvolk einseh-und hörbar ist?

    Vorgesetzte haben doch das Recht,über jegliche Tätigkeit ihrer Angestellten informiert zu sein .

    Warum also nicht jeden Politiker 24 Stunden am Tag überwachen?
    Warum lassen die Wähler sich immer noch vorschreiben,was sie wissen dürfen und was nicht ??
  7. #16

    Lobbyismus

    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Lobbies sind eine vernünftige Einrichtung, da sie komplexe Sachverhalte den Entscheidungsträgern aus der Politik erklären und auch Konsequenzen der von Politikern getroffenen Entscheidungen der Wirtschaft erklären müssen.
    Lobbyisten verkaufen schon seit Jahrzenten ihre Interessenvertretung als Wissenschaft.
    Das Lobbies Interessen vertreten ist normal, gut und vernünftig, solange sie im rechtlichen Rahmen bleiben, was sie i.A. tun.
    Interessenvertretung ist die eine Sache, aber diese als objektive (wissenschaftliche) Wahrheit zu verkaufen, die andere. Hiert tritt der Autohändler als unabhängier Kaufberater auf. Und ganz Deutschland muss ihm glauben.
    Dabei gibt es ein Gleichgewicht der Kräfte, der sog. "Wirtschaft"-lobby stehen Gewerkschaftslobbies, Umweltlobbied ... entgegen. Beide vertreten eine Seite und tragen ihre Argumente vor, die zuständige Institution entscheidet dann. Alles demokratisch und sauber.
    Und die ohne Lobby bleiben ungehört.
    Da bin ich lieber für mehr unabhängige Berater und Wissenschaft.
    Wo ist das Problem? Wohl das uns die Ziele einiger Lobbies nicht passen... Aber Demokratie bedeutet, beide Seiten zu respektieren.
    Das ist nicht das Problem. Es ist die Lüge.
    "Ich will ihnen nichts verkaufen."
  8. #17

    Lobbyismus - PS

    Getarnter Lobbyismus = die Manipulation des Markt!
  9. #18

    Ganz meine Meinung!

    Zitat von Einbauschrank Beitrag anzeigen
    Ich vermisse Lobbyisten aus der CO2-Branche: Windradbefürworter und Solarstrumsubventionisten. Warum kann ich die nicht küren?
    ...aber das sind ja schließlich "Die Guten". Der ganze Artikel ist ein rein linkes Populismus-Pamphlet, für das man nichtmal recherchieren muß:

    Kohle und Öl = ganz ganz böser Lobbyismus, Klimalaugner, Verbesserungsverhinderer etc.

    Was ist das IPCC anderes als eine unglaublich große
    Lobby-Maschine? ...vielleicht noch eißte Luft...
  10. #19

    Das ist das Problem

    Zitat von rochush Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, was dieses ständige Lobby-bashing soll.

    Lobbies sind eine vernünftige Einrichtung, da sie komplexe Sachverhalte den Entscheidungsträgern aus der Politik erklären und auch Konsequenzen der von Politikern getroffenen Entscheidungen der Wirtschaft erklären müssen.

    Das Lobbies Interessen vertreten ist normal, gut und vernünftig, solange sie im rechtlichen Rahmen bleiben, was sie i.A. tun.

    Dabei gibt es ein Gleichgewicht der Kräfte, der sog. "Wirtschaft"-lobby stehen Gewerkschaftslobbies, Umweltlobbied ... entgegen. Beide vertreten eine Seite und tragen ihre Argumente vor, die zuständige Institution entscheidet dann. Alles demokratisch und sauber.

    Wo ist das Problem? Wohl das uns die Ziele einiger Lobbies nicht passen... Aber Demokratie bedeutet, beide Seiten zu respektieren.
    Wo das Problem ist? Wenn die Politiker nach ihrem Politikerleben ganz schnell und plötzlich direkt bei den Lobbyistenverbänden angestellt werden, siehe z.B. der unsägliche Clement. Erst als sog. "Superminister" für Wirtschaft im Kabinett Schröder die Regeln für Zeitarbeit in D lockern - eigentlich hat er ja fast alle Regeln und Restriktionen dsbzgl. abgeschafft - und diese moderne Form des Sklaventums in D salonfähig machen, um anschließend nach seinem Ausscheiden aus der Politik als Angesteller der Zeitarbeitslobbyisten weiter z.B. in Talkshows für diese Branche zu trommeln.

    So etwas nenne ich einfach nur erbärmlich.