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Nebenwirkungen: Behörde fordert kleinere Packungen für Schmerzmittel

DPAFür alle Fälle gewappnet: Viele Menschen kaufen Schmerzmittel in der Apotheke gerne auf Vorrat. Damit soll jetzt Schluss sein. Wegen möglichen Nebenwirkungen sollen ASS, Ibuprofen und Co. künftig nur noch in kleineren Packungen rezeptfrei verkauft werden.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...841074,00.html
  1. #100

    Vorbild Niederlande

    Warum nicht wie in den Niederlanden, wo die Medikamentenpackungen gleich mehrere Beipackzettel haben und die verschriebene, oder gewünschte Menge vom Apotheker entnommen wird? Hierzulande bekommt der Patient 7 Tage täglich einmal verschrieben, muss aber die kleinste Packung mit 50 Stück kaufen (oder die Krankenkasse bezahlen). Der Verkauf überschüssiger Medikamente gehört zum Geschäftskonzept und das wird sich die Pharmaindustrie von keinem Gesundheitsminister verderben lassen.
  2. #101

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    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Das wird nicht ignoriert, sondern nicht ernst genug genommen. Die Zahlen der Menschen die durch diese Schmerzmittel geschädigt werden, belegen das.
    Ach? Und wieviele sind das absolut gesehen? Prozentual muß man da sicher mit den vielen Nullen hinter dem Komma aufpassen, damit man sich nicht verzählt. Das Risiko, beim Überqueren einer Straße angefahren zu werden, dürfte höher liegen!

    Zitat von Bernd.Brincken Beitrag anzeigen
    Wer es drauf anlegt, kauft eben bei zwei Apotheken je eine kleine Packung. Die Verkleinerung der Packungsgröße dient offenbar mehr den Herstellern und Apotheken, weil der Preis pro Tablette steigt.
    Braucht er nicht: Ich hab' gerade gestern einen 100er-Pack ASS online bestellt. Im Gegensatz zum Ceterizin-100er-Pack, bei dem die Abgabe auf 3 Packungen limitiert war, hätte ich soviel ASS bestellen können, daß ein Laster die hätte liefern müssen.
  3. #102

    Information, CT

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    .. klare Anwendungsvorschrift: Nicht mehr als 6 Tabletten (bei einem stämmigen Mann auch 8 Tabletten) am Tag! ... Also: Statt kleineren Schachteln einfach klare Aufklärung beim Kauf. Dauert keine zwei Minuten...
    Geschieht nach meiner Erfahrung in der Apotheke auch.
    Könnte trotzdem nicht schaden, diesen - wesentlichen - Hinweis GROSS und DEUTLICH auf die PACKUNG zu schreiben. Denn vielleicht nimmt mal jemand die Tablette, der sie nicht gekauft hat.
    Der Beipackzettel mit winz-Schrift und zahlreichen meist irrelevanten Spezial-Hinweisen dient vielleicht den Juristen der Hersteller; für die Anwender ist er praktisch nutzlos.

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Die nun angedachte Regelung ist ein symbolischer Akt, mehr nicht. Man muss nicht wegen jedem Kopfschmerz direkt zum Arzt rennen. Wenn dieser jedoch länger anhält, ist dies durchaus ratsam.
    Und dann? Was macht der Arzt bei chronischem Kopfschmerz?
    Er schickt einen zur "Ausschlußdiagnose" in die CT, wo man mit ionisierenden Strahlen weitgehend unbekannter Wirkung beschossen wird - um dann zu erfahren: "Bravo, Sie haben keinen Hirntumor."
    Großer Sieg.
  4. #103

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    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Warum nicht wie in den Niederlanden, wo die Medikamentenpackungen gleich mehrere Beipackzettel haben und die verschriebene, oder gewünschte Menge vom Apotheker entnommen wird? Hierzulande bekommt der Patient 7 Tage täglich einmal verschrieben, muss aber die kleinste Packung mit 50 Stück kaufen (oder die Krankenkasse bezahlen). Der Verkauf überschüssiger Medikamente gehört zum Geschäftskonzept und das wird sich die Pharmaindustrie von keinem Gesundheitsminister verderben lassen.
    Es wird in vielen Ländern praktiziert, daß man einzelne Blister aus einer Großpackung kaufen kann.

    Ihr Beitrag geht trotzdem am Thema vorbei: Hier geht's gerade nicht um verschreibungspflichtige Medikamente sondern um frei verkäufliche Schmerzmittel wie z.B. ASS ("Aspirin"), die sich viele Leute auf Vorrat zu Hause hinlegen. Hier ist es sinnvoll, eine preisgünstige Großpackung zu kaufen, da solche Mittel de facto kein Verfallsdatum besitzen.

    Eine Reduzierung des Packungsinhalts und damit Erhöhen des Preises pro Tablette ist. m.E. vollkommener Schwachsinn:
    1. Nur völlige Idioten, die Medikamente mit Smarties verwechseln, können z.B. ASS so überdosieren, daß es zu einer schädlichen Wirkung kommt.
    2. Man kann ohnehin mühelos mehrere kleinere Packungen erwerben.
  5. #104

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Schauen wir laienhaft in die Zahlen:

    Wikipedia::Suizid:
    "Methoden
    Von 11.150 erfassten Suiziden in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2004 wurden folgende Todesursachen erfasst[destatis 6]:
    Erhängen/Ersticken......
    Hmmm...

    wenn wir jetzt noch alle Stricke auf eine maximale Länge von 15cm und die Baugenehmigungen auf eine Gebäudehöhe von 150 cm beschränken haben wir schon mal 60% der Suizidmöglichkeiten eliminiert.
    Darf nur noch Munition aus Schaumstoff verkauft werden und wir den Zug und Strassenverkehr verbieten dann können wir noch einmal 10% vor dem Suizid retten.
    Dürfen dann nur noch Medikamente, egal welcher Art, unter Aufsicht eines Arztes und Notars eingenommen werden beliben nicht mehr viele Möglichkeiten sich umzubringen.

    Da wären dann noch das Vormittagsprogamm und die öffentlich-rechtlichen Sender. Dort könnte sich jemand zu tode langweilen.
    Ach so ja, Flüsse, Seen und andere Gewässer müssen zugeschüttet werden oder zumindest überdacht ohne Zugang. Der Besitz von scharfen Gegenständen Messer, Rasierklingen und Scheren muss auch verboten werden. Glas auch.
  6. #105

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Das wird nicht ignoriert, sondern nicht ernst genug genommen. Die Zahlen der Menschen die durch diese Schmerzmittel geschädigt werden, belegen das..
    Nun, ja... wenn ich mir so einen Beipackzettel durchlese, dann wird mir schon bewusst was passieren kann und welche folgen es haben kann.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Natürlich könnte man jetzt einfach sagen: darwin-award, müssen sie halt sterben. Aber dann könnte man auch im Strassenverkehr auf alle Sicherheitsmaßnahmen verzichten, nach dem Motto: "weiß doch jeder was passieren kann und wie man so fährt, dass kein Unfall passiert". Ich finds da sympathischer auch die Bürger zu schützen, die Warnhinweise eher weniger ernst nehmen.
    Nu aber...
    Der Vergleich zwischen dem Strassenverkehr wo viele Menschen gleichzeitig aggieren mit der Einnahme von einem Menschen der in übermassen ASPIRIN schluckt hinkt doch ein wenig oder?
    In aller Regel wird man eine Aspirin nicht mit solch einer Geschwindigkeit ein, dass sie beim Verfehlen des Mundes jemanden schwerwiegend verletzt.

    Auch besteht beim Verzehr von Aklkohol und Aspirin gleichzeitig nicht unbedingt eine Gefahr für die Mitmenschen.

    Wenn ich hingegen betrunken Auto fahre, dann gefärde ich andere Personen schon. Oder wenn ich mit 180 durch die Ortschaft fahre kann es unterumständen hier und da ein Problem mit "Omma auf Strasse geben".


    Aber es ist nu mal wie es ist.
    Politiker stellen das Fehlverhalten von 1.000 Menschen fest und nehmen dafür gleich 80Mio fest. Politiker sind nun mal ein wenig eingeschränkt was ihre Wahrnehmung und die Realität angeht.
    Unternehmen wollen Geld verdienen und bedienen sich der beschänkten geistigen Wahrnehmung von Politikern.

    Ja, ja, ja..
    wieder so ein böse Bube der über gute Politiker und fleissige Manager herzieht.

    Wen haben sie gestern wegen Bestechlichkeit zu 8 Jahren verknackt? Welcher Schmiergeldempfänder ist Finazminister geworden? Welcher Bundespräsident hat sich seinen Urlaub zahlen lassen? Wecher Wirtschaftsminister hat Panzer als Traktoren verscherbelt? Welche Manager haben sich Prostutierte aus Brasilien kommen lassen? Welcher Bundeskanzler hat sein Wort über geltendes deutsches Recht gestellt?
  7. #106

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag geht trotzdem am Thema vorbei: Hier geht's gerade nicht um verschreibungspflichtige Medikamente sondern um frei verkäufliche Schmerzmittel wie z.B. ASS ("Aspirin"),.
    Nein, denn wenn ich auch die nach Bedarf kaufen kann, dann kaufe ich nicht die Packung, die doppelt so viel Inhalt hat, aber nur 50% mehr kostet, weil ich sparen (!) will, da der Preisdifferenz zwischen akutem Bedarf und kleinster erhältlicher Packungsgröße schon deutlich ist.
  8. #107

    Zitat von Bernd.Brincken Beitrag anzeigen
    Geschieht nach meiner Erfahrung in

    Und dann? Was macht der Arzt bei chronischem Kopfschmerz?
    Er schickt einen zur "Ausschlußdiagnose" in die CT, wo man mit ionisierenden Strahlen weitgehend unbekannter Wirkung beschossen wird - um dann zu erfahren: "Bravo, Sie haben keinen Hirntumor."
    Großer Sieg.
    so ein Arzt gehört dann aber in die Tonne gekloppt, es gibt inzwischen Schmerzambulanzen speziell für Kopfschmerzen, dort werden die Leute dann eingestellt auf Mittel die wirklich helfen. Menschen mit Migräne brauchen zum Beispiel andere Mittel als der Spannungskopfschmerzpatient. Auch Akkupunktur eine andere Matratze, ein neues Kopfschmerzen oder Entspannungsübungen können dem Patienten Erleichterung verschaffen. Kopfschmerzambulanzen an den Universitätskliniken | Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft e.V.


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