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Nebenbei verdienen per Handy: Der Job liegt auf der Straße

Maria HuberEin Arzttermin, ein paar Besorgungen, dazwischen Leerlauf - ein lauer Nachmittag. Eine neue App hilft jetzt, die tote Zeit in Bares umzuwandeln. Maria Huber macht den Selbstversuch, laufend Geld zu verdienen: Sie fotografiert Parkhäuser, testet Pizza - und ist am Ende so ausgepowert wie ihr Handy.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...838967,00.html
  1. #10

    +++

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Wieder eine neue Masche um Aufgaben, für die es eigentlich angestellter Mitarbeiter braucht, billigst auszulagern. Eine neue Perversion des outsourcing.
    Allerdings glaube ich kaum, dass das lange funktionieren wird. Natürlich melden sich jetzt erstmal eine Menge Leute an (genauso wie bei diesen Anzeigen "verdienen Sie 3000 EUR im Monat mit Kugelschreiber montieren" usw.). Die werden aber sehr schnell merken, dass am Ende des Tages nicht wirklich viel kleben bleibt und der Aufwand viel zu groß ist. Gerade wenn ich nicht viel Geld habe ist es unsinnig meine Zeit mit einem "Job" zu vertrödeln, bei dem ich NIE genug verdienen werde, um damit substanziell was zu reißen.
    Für ein paar Handy- und Social-Network-Junkies wird es vielleicht ein neues Hobby (ist ja schon als Wettbewerb konzipiert), aber das war's dann auch schon...
  2. #11

    Sklaven vs. Name-Dropper

    Zitat von C. Müller-Gödecke Beitrag anzeigen
    das ist wieder mal so ein Ding, wo Überschlaue sich was ausdenken und das Prekariat dem hinterherläuft.
    Albern. In der Zeit hätte die Probandin vielleicht ein wenig "Berlin Alexanderplatz" von Döblin schmökern können ;=)
    Das Prekariat wäre übrigens sehr erfreut wenn jemand mal endlich die Zeitmaschine erfindet damit Leute wie Du zurück in ihr geliebtes zwanzigstes Jahrhundert reisen können :)
  3. #12

    Besorgung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Arzttermin, ein paar Besorgungen, dazwischen Leerlauf - ein lauer Nachmittag. Eine neue App hilft jetzt, die tote Zeit in Bares umzuwandeln. <i>Maria Huber </i>macht den Selbstversuch, laufend Geld zu verdienen: Sie fotografiert Parkhäuser, testet Pizza - und ist am Ende so ausgepowert wie ihr Handy.

    Streetspotr: Minijobs auf dem Handy im Selbstversuch - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    nach abzug von steuerrn usw. bleibt wieviel übrig? Das ganze ist doch wohl ein witz und lohnt sich kein bißchen nach eben abzug von steuern usw.
  4. #13

    Zitat von prontissimo Beitrag anzeigen
    Äh, mein handi kann keine app, es kann nur telefonieren.
    Darf ich raten? Vor fünfzehn Jahren, hast Du Dich über Leute lustig gemacht, die überhaupt ein Handy haben ('ich muss ja nicht überall erreichbar sein' usw.).
  5. #14

    Super fürs Taschengeld

    Also ich finde die Idee super.

    Wurde bspw. mal 200km von meinem Wohnort geblitzt und war der Meinung, dass dort keine Geschwindigkeitsbegrenzung war. 400 km fahren hätte sich nicht gerechnet - jemanden für 5 € beauftragen den Ort zu fotografieren schon.

    Den Vorwurf der Ausbeutung kann ich auch nicht nachvollziehnen. 21€/Std. habe ich nicht immer verdient. Man muss als Dienstleister keine typischen Arbeitnehmer, sondern Anwender die zwischendurch Arbeiten übernehmen und vor allem Schüler sehen, die vielleicht gerade in der Stadt rumbummeln. Also als Schüler wäre ich froh gewesen mir so mein Taschengeld aufbessern zu können.
  6. #15

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    nach abzug von steuerrn usw. bleibt wieviel übrig? Das ganze ist doch wohl ein witz und lohnt sich kein bißchen nach eben abzug von steuern usw.
    Wieviel bleibt denn beim Sammeln von Pfandflaschen übrig?

    Ist für viele auch nur "Kleingeld", trotzdem sehe ich immer mehr Leute "Pfandflaschen" sammeln. Und nicht erst seit der Einführung des ökologisch und ökonomisch ausgereiften Einwegpfandsystems...

    In Frankreich gibts wieder die Rente mit 60, wir brauchen dringend mehr von diesen neuen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen; Irgendwie muss man sich ja mit 80 noch etwas dazu verdienen können. Immerhin wissen wir ja, dass das Umlageverfahren der GRV total desolat ist und wir einzig und allein den Freihandel huldigen sollten.
  7. #16

    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Allerdings glaube ich kaum, dass das lange funktionieren wird. Natürlich melden sich jetzt erstmal eine Menge Leute an (genauso wie bei diesen Anzeigen "verdienen Sie 3000 EUR im Monat mit Kugelschreiber montieren" usw.). Die werden aber sehr schnell merken, dass am Ende des Tages nicht wirklich viel kleben bleibt und der Aufwand viel zu groß ist. Gerade wenn ich nicht viel Geld habe ist es unsinnig meine Zeit mit einem "Job" zu vertrödeln, bei dem ich NIE genug verdienen werde, um damit substanziell was zu reißen.
    Ich bin im Gegenteil ziemlich sicher, dass es an den geringen Honoraren nicht scheitern wird. Es gibt zum Beispiel seit Jahren Texterbörsen, bei den Leute für oftmals 2 bis 3 Euro die Stunde schreiben. Das läuft. Auch für noch so kleines Geld finden sich Leute, die es machen. Darauf basiert ja das "Crowdsourcing".
  8. #17

    Was ist das denn für eine lebensfremde ...

    Zitat von sons.of.liberty Beitrag anzeigen
    Wieviel bleibt denn beim Sammeln von Pfandflaschen übrig?

    Ist für viele auch nur "Kleingeld", trotzdem sehe ich immer mehr Leute "Pfandflaschen" sammeln. Und nicht erst seit der Einführung des ökologisch und ökonomisch ausgereiften Einwegpfandsystems...
    ...Argumentation? Diese Menschen sammeln doch nicht Flaschen, weil sie soviel Asche zu Hause haben. Denen bleibt nichts anderes übrig. Die hätten sonst kein Geld.

    Merkt denn die Masse nicht, dass wir es mittlerweile in dieser Gesellschaft toll finden, eine "Unterschicht" zu "erziehen", die für wenig Geld arbeitet und ständig von der Gesellschaft unterstützt werden muss.
    Diese albernen Jobs, die hier beschrieben sind, gehören dazu. Und unsere technikgeile Gesellschaft, die unkritisch jedem Blödsinn hinterherläuft - sofern er modern daherkommt - schreit Hurra! Man, wie unkritisch seid ihr bloß alle!
  9. #18

    Genau...

    Zitat von Datensatz Beitrag anzeigen
    Ich bin im Gegenteil ziemlich sicher, dass es an den geringen Honoraren nicht scheitern wird. Es gibt zum Beispiel seit Jahren Texterbörsen, bei den Leute für oftmals 2 bis 3 Euro die Stunde schreiben. Das läuft. Auch für noch so kleines Geld finden sich Leute, die es machen. Darauf basiert ja das "Crowdsourcing".
    ...und die werden dann von Deinen Steuergeldern unterstützt, damit sie was zum Leben haben. Und im Alter brauchen Sie auch Transferleistungen, also Steuergelder, weil sie sich keine Alterversorgung aufbauen konnten. Tolles System, wir können stolz darauf sein, dass einige wenige immer mehr haben und wir die ehemalige Mittelschicht ausbluten lassen.
  10. #19

    Zitat von martin281 Beitrag anzeigen
    Also ich finde die Idee super.

    Wurde bspw. mal 200km von meinem Wohnort geblitzt und war der Meinung, dass dort keine Geschwindigkeitsbegrenzung war. 400 km fahren hätte sich nicht gerechnet - jemanden für 5 € beauftragen den Ort zu fotografieren schon.

    Den Vorwurf der Ausbeutung kann ich auch nicht nachvollziehnen. 21€/Std. habe ich nicht immer verdient. Man muss als Dienstleister keine typischen Arbeitnehmer, sondern Anwender die zwischendurch Arbeiten übernehmen und vor allem Schüler sehen, die vielleicht gerade in der Stadt rumbummeln. Also als Schüler wäre ich froh gewesen mir so mein Taschengeld aufbessern zu können.
    Bei ihrer Anwendung kann sie auch sinnvoll sein, aber trotzdem ist es gefährlich und der Verdienst von 21 € je Std ist ja nur weil die Redakteurin nicht rechnen kann Anfahrtszeiten gehöhren zur Arbeitszeit, wenn sie ihre Umwege und Zeiten berücksichtigt hätte wäre der verdienst bestimmt gerade mal auf 3 bis 4 Euro die Stunde gekommen. Also nette Sache zwischendurch aber ich schließe mich Vorredern an seine Zeit kann man sinnvoller verbringen.








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