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Navi-App Greenway: Das Stau-Orakel

Christian BrüggemannFreie Fahrt für alle! Drei Studenten aus Hannover wollen mit einer neu entwickelten Navigations-App Staus abschaffen. Autofahrer sollen dabei gleich doppelt profitieren. Allerdings taugt die Erfindung nur als Massenware.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...844704,00.html
  1. #1

    Einfach genial

    Eine tolle Idee. Warum wurde das nicht schon laengst erfunden und warum wird so ein System nicht Standard in allen Fahrzeugen? Damit liesse sich so viel Zeit, Geld und Aerger ersparen. Und auch das Profitsystem ist aeusserst fair: Bezahlen nur im Erfolgsfall. Einfach genial.
  2. #2

    Nicht verstanden

    Die Herrschaften haben wohl nicht verstanden das Staus gewollt sind. Es ist politischer Konsenz den Verkehr zu entschleunigen. Das kann man den Autofahrern nicht direkt sagen, also werden Hürden künstlich gestaltet und als Dauerbaustelle getarnt, die zufällig auch auf Ausweichstrecken dringend notwendig sind.
  3. #3

    Snake Oil

    Zitat von BoMoUAE Beitrag anzeigen
    Warum wurde das nicht schon laengst erfunden
    Weil es genauso wirksam ist, wie die (gefühlt) 27391 anderen ultimativen Lösungen gegen Haarausfall und die Fettpolster.
  4. #4

    Es geht nicht nur um Zeit

    Eigentlich logisch, aber in Foto #3 schwarz auf weiß festgehalten: Mit Greenway wird wesentlich MEHR Sprit verbraucht als ohne - im Fallbeispiel fast doppelt so viel. Klar - wer einen Umweg fährt verbrät mehr Benzin, auch wenn er schneller ankommt. Very Green.

    Und wenn man keine Gebühr verlangt kommt man schneller auf die nötigen 10%. Die Kohle kriegt man auch so rein, z.B. über Sponsoring.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freie Fahrt für alle! Drei Studenten aus Hannover wollen mit einer neu entwickelten Navigations-App Staus abschaffen. Autofahrer sollen dabei gleich doppelt profitieren. Allerdings taugt die Erfindung nur als Massenware.

    Navi-App Greenway: Das Stau-Orakel - SPIEGEL ONLINE
    Nette Spielerei. Wird sich aber nicht etablieren.

    So ein System kann im Gesamtansatz nur funktionieren wenn es alleine den Verkehrsstrom koordiniert. Das heisst es darf kein konkurrierendes System geben das die Koordination stört bzw. auch Verkehrsteilnehmer leitet.

    Ganz abgesehen davon; ich bezweifle stark dass die in der Lage sind, auch dynamisch die Belastung der Alternativrouten in einer Region zu berechnen.

    Vom Wetter, Unfällen, etc. will ich mal gar nicht anfangen, dann kommen nämlich so viele Variablen in's Spiel das es raucht.
  6. #6

    optional

    Dann deaktiviere ich die App oder mache das Handy aus, kurz bevor ich das Ziel erreiche. Somit habe ich laut der App nie das Ziel erreicht und muss nichts zahlen :D Oder ich gebe einfach die Nachbarstraße ein, komme aber zu meinem eigentlich Ziel und die App merkt es noch nicht mal. Wieder Geld gespart! Oder ich geh zwichendurch einkaufen, komme damit zu spät am Ziel an und muss wieder nichts zahlen! Irgendwie nicht durch dacht, wenn man damit kommerziell erfolgreich sein möchte. Ansonsten guter Ansatz für so eine Software :)
  7. #7

    Grün?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freie Fahrt für alle! Drei Studenten aus Hannover wollen mit einer neu entwickelten Navigations-App Staus abschaffen. Autofahrer sollen dabei gleich doppelt profitieren. Allerdings taugt die Erfindung nur als Massenware.

    Navi-App Greenway: Das Stau-Orakel - SPIEGEL ONLINE
    Sorry, aber wenn sich die gefahrenen Kilometer fast verdoppeln (siehe Bild 3), versteh ich den Jubel über eine Senkung des Spritverbrauches von 7,5 auf 6,5 Liter nicht. Das soll "Grün" sein?!

    Es gibt genügend vielversprechendere Ansatzpunkte, nur liegen die nur zum Teil beim Autofahrer selbst: Ausbau und Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs, weniger Ampeln (müssen 4 Fußgängerampeln auf 200m wirklich sein?), und intelligentere Ampelschaltungen (Stichwort Grüne Welle). Erscheint mir jedenfalls sinnvoller als Stöme von Autos durch Nebenstrassen zu jagen...
  8. #8

    So bestechend dieses System auf den ersten Blick ist, so sollten noch ein paar Dinge beachtet werden:

    -Die Kapazität von Umleitungsstrecken ist sehr begrenzt. Es ist nur im Fall einer ( meist unfallbedingten) Sperrung sinnvoll, die Autobahn zu verlassen.

    - Im Normalfall ist es oft besser, ein günstiges Zeifenster für die Fahrt zu wählen. Fünf Minuten früher oder später machen oft den Unterschied, ob man steht oder wenigstens mit moderater Geschwindigkeit dahinrollt.

    - Der Datenschutz ist auch so ein wunder Punkt, wie bei den GPS-überwachten Mietfahrzeugen gesehen.

    Leistungsfähige Verkehrsleitsysteme, die das Tempolimit der Verkehrsdichte anpassen gibt es schon heute. Mit moderater Geschwindigkeit (120-130 km/h) und richtiger Wahl des Zeitfensters kommt man schneller ans Ziel, als mit Rasen zur falschen Zeit. außerdem spart man Nerven, Sprit, Reifen, Bremsen etc.
  9. #9

    optional

    "In Hannover wollen die drei Studenten ihre Erfindung als erstes auf die Straße bringen. "Hier gibt es einen Taxidienst mit einer Flotte von über 1000 Autos - das entspricht einem Anteil von rund zehn Prozent aller Fahrzeuge in der Stadt."

    In Hannover, einer Stadt mit rund 500k Einwohnern, gibt es nur 10000 Autos? Wie kann es denn dann überhaupt zu einem Stau kommen...


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