DPADie Pläne der Nato für einen Raketenschild irritieren Moskau: Der russische Generalstabchef drohte mit einem Angriff auf die Anlagen des Militärbündnisses. Kanzlerin Merkel und Nato-Chef Rasmussen wiesen die Äußerungen zurück. Die Bedenken seien nicht gerechtfertigt.
Merkel kontert Moskaus Bedenken gegen Nato-Raketenschirm - SPIEGEL ONLINE
Für die Haltung der Russen habe ich überhaupt kein Verständnis, da die Gefahr nuklearer Angriffe aus dem Iran durchaus existent ist. Traurig, dass die es einfach nicht lernen, angesichts dessen, dass sie versuchen, sich immer mehr vom Westen zu entfernen und sich an China anbiedern, ist diese Ignoranz aber auch irgendwie verständlich.
Allerdings denke ich, dass der Iran ebenfalls eine nicht minder schwere Bedrohung durch die Förderung des internationalen Terrorismus sein kann. Insbesondere sobald die Terroristen über strahlendes Material verfügen. Wenn sie Israel nicht militärisch vernichten können (oder mit Atomwaffen könnten), wäre es ja auch möglich, den gesamten Landstrich durch schmutzige Waffen zu verseuchen.
Rußland sieht die Gefahr sehr wohl und würde deshalb gerne gleichberechtigter Teil des Schildes werden, jedoch wird das von den USA abgelehnt.
Da Rußalnd den Schild unter diesen Umständen vernichten wird, wird die bisher hypothetische iranische Gefahr eine reale Gefahr werden, für Rußland und für die Nato.
Rußland hat seit 12 Jahren versucht eine Partnerschaft mit dem Westen aufzubauen, doch dieser hat regelmäßig abgelehnt.
Zu Beginn von Putins Amtszeit hat dieser eine Nato-Mitgleidschaft Rußlands vorgeschlagen, diese wurde abgelehnt.
Dann hat er der EU/Deutschland eine Energiepartnerschaft vorgeschlagen, die abgelehnt wurde.
Dann hat er eine Partnerschaft zur Modernisierung Rußlands angeboten, auch die wurde abgelehnt bzw. ignoriert.
Dann hat er eine gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur angeboten, auch die wurde abgelehnt.
Ab Mai 2012 wird Rußland eine neue Außenpolitik gegenüber dem Westen betreiben und Putins Germanophilie wird der Vergangenheit angehören.
Der von russischer Seite angedrohte "Erstschlag gegen Nato-Einrichtungen" soll ggf. mit _konventionellen_ Sprengköpfen, nicht atomaren erfolgen; stellte also selbst nicht die erste Stufe eines atomaren Schlagabtausch dar.
Dabei würden "Iskander" Systeme zum Einsatz kommen, die einen CEP (Zielgenauigkeit) von 5 bis 7 Metern aufweisen.
glauben Sie eigentlich im Ernst, daß die Nato in Osteuropa ein Raketenschild aufstellt, um sich gegen Raketenangriffe aus dem Iran oder Nordkorea zu wappnen? Denken Sie nicht auch, daß gegen diese Bedrohungen, gäbe es sie wirklich, die Türkei oder Italien wesentlich sinnvollere Standorte wären?
Die meisten und blutigsten und langwierigsten Kriege werden seit geraumer Zeit nur von einer imperialen Macht weit von ihren Grenzen als Angriffskriege geführt. Dazu hat man sich mit einem globalen Netz an über 700 militärischen Stützpunkten in über 130 Ländern versehen, damit das nach den ureigenen Interessen dieser imperialistischen Militärmacht weiterhin gefahrlos möglich ist.
Um diese hochgesteckten Ziele ad infinitum verfolgen zu können, schrecken sie vor Lügen, Täuschungen und Vertragsbrüchen nicht zurück, wie sie das bereits in über 300 staatlich geschlossenen Verträgen mit den sog. Indianern schon geübt und erfolgreich praktiziert haben.
Auch den Russen und allen, die es hören wollten, haben sie hoch und heilig versprochen, den Einfluss der NATO nicht weiter nach Osten auszudehnen ... bis nach Georgien haben sie es versucht!
Aufgrund dieser Tatsache, dass im Moment und auf absehbare Zeit kriegerische Bedrohungen für die Menschheit nur von westlichen Militärmächten ausgehen, sind diese Raketenschirme für die Sicherheit der Europäer so sinnlos, wie die finanzpolitisch mühsam aufgespannten Schirme für den Bestand des Euro, die am Ende vor der Dollar- und Pfundfront zerfetzt und nutzlos über einer ruinierten EU herumliegen werden.
Haben wir vergessen, wovon die Menschen in diesem Land in den 70er und 80 Jahren geträumt haben? - Das waren Alpträume, die die Menschen in Panik und Angstschweiß in der Nacht aufschrecken ließen - zumindest diejenigen unter uns, die nicht ohne ein Vakuum unter der Schädeldecke geboren wurden. Denn die bösen Amerikaner hatten sich alles so gedacht und vorbereitet: Die Grenze des Aufeinanderstoßens der Natostreitkräfte mit denen des Warschauer Paktes sollte so weit weg von den USA verlegt werden, wie möglich. Also an den Eisernen Vorhang im Osten der BRD. Wenn es krachen sollte, dann zu allererst hier in Deutschland am sog. Ground Zero - dem Punkt nahe der Zonengrenze mit der höchsten Wahrscheinlichkeit der ersten atomaren Detonation. Dann sollten die Pershings, die sie in Deutschland gelagert hatten, abgefeuert werden um den Vorstoß mit Panzern nach Westen zu stoppen ... So oder so ähnlich waren damals die mehr oder weniger geheim gehaltenen alliierten Taktiken und Strategien. Alle mit der akzeptierten Gewissheit, dass die BRD und die DDR nach der ersten atomaren Auseinandersetzung nicht mehr existieren würden. Das wussten die damaligen Präsidenten der USA alle, der Reihe nach - und alle freuten sich darüber, dass dieses Szenario den Deutschen beschieden war, die noch immer nicht ausrechend für die Frevel des 3. Reiches abgestraft worden waren. Und die deutschen Kanzler und Minister - sie alle kannten dieses Szenario bis ins Detail. Und schwiegen - man hatte ihnen ja Fluchtbunker gebaut, um den atomaren Holocaust zu überleben. Nur wir Deppen da draußen wären draufgegangen.
Das war das Kalkül damals und das wurde mit Militär- und Polizeigewalt so implementiert.
Die Wende 1989 war noch am Umschwingen, als die ersten Pläne der USA schon auftauchten, in den neu zu kolonialisierenden Ländern des Ostens, die sich in Panik in die Arme der westlichen Retter flüchteten, den ehemaligen Raketenschutzschild (als Hirngespinst einst ausgeklügelt unter Ronald dem Polit-Clown) an den Ostgrenzen ihrer Länder aufzubauen. Damit wollte man die todbringende Rote Linie noch etwas weiter nach Osten verschieben - noch weiter weg von den USA. George Bush sen. rieb sich schon die Hände. Und die Menschen in den neu zu kolonisierenden Ländern fanden das ganz toll. Klar, dass sich die Russen aufregten, aber damals herrschte bei denen nur der Vodka und Jelzin - und die geldgierigen Berater aus dem Westen. Man erklärte ihnen schon damals, nicht ihre Raketen wolle man abfangen, sondern die des Iran, obwohl der noch garnicht in der Lage war, überhaupt Uran anzureichern. Deshalb wolle man ja auch Russland mit den Abwehrraketen umzingeln - ich vermute, nur um den Iran von dem eigentlichen Vorhaben abzulenken!?! Damals waren selbst die Amis noch technologisch meilenweit von einer Umsetzung eines funktionierenden Schutzschildes entfernt. Heute dürfte das etwas anders sein - daher der neue Vorstoß. Gleichzeitig baut man den Iran als irrwitzige Atommacht und Gefahr für den Westen auf.
Aber in Russland sitzt kein hirnversoffener Jelzin mehr sondern Putin - zum Glück für die Russen. Und Putin lässt sich nicht für dumm verkaufen. Dem kann man diese unsäglichen Frechheiten nicht ins Haar schmieren. Der schmeißt uns den Bettel vor die Füße, und zwar mit Blitz und Donner - mit Recht!
Nur Frau Merkel merkt garnichts: Sie wäre ja auch an der Seite von Dabbelju, dem Kriegsverbrecher, freudig in den Irankrieg gezogen. Zum Glück für uns war damals noch Schröder dran, dafür sollten wir dem immer dankbar sein.
Es wird Zeit, dass wir Frau Merkel zeigen, dass wir kein Land ohne Hirn und Gedächtnis sind. Und wir sollten unseren östlichen Verbündeten sagen, sie sollen sich vor diesem Pakt mit dem Teufel hüten: Tappt nicht in die gleiche Falle wie wir vor 35 Jahren! Es könnte euer letzter Fehler sein. Schmeißt euch nicht mit geschlossenen Augen in die Arme der USA - denn die haben euch schon verraten, da habt ihr euch noch nicht von eurem Freudentaumel erholt.
Wir leben auf einer Kontinentalscholle mit den Russen. Mit denen müssen wir uns vertragen - das ist unser Gebot. Dass dieses riesige und reiche Land heute von Oligarchen beherrscht wird ist bedauerlich, aber im Übrigen kein Unterschied zu den USA. Beide dieser Länder sind keine wirklichen Demokratien: In beiden dieser Länder werden Wahlen gefälscht und die Statthalter der Oligarchie werden an die Macht gepuscht (nur Obama war eine Ausnahme, den mussten die Oligarchen erst nach seiner Wahl auf Kurs trimmen).
Wir sollten Frau Merkel - und die Machthaber der nach Westen drängenden Ostrepubliken - daran erinnern, dass die alten Atombunker tief unter der Erde längst verstaubt und ihre mächtigen Stahltore verrostet sind. Sollten wir wirklich wieder einmal des Nachts schweißgebadet von kollektiv geträumten Atompilzen aufschrecken, dann werden sich diese Machthaber nicht mehr mit der Aussicht auf einen luftdicht abgeschlossenen Platz im Bunker besänftigen können.
... ein bisher aus vielerlei Gründen nicht realisiertes Gebot der Europäer! Vor allem Deutschland als stärkstes westeuropäisches Land scheint sich davor zu drücken, seine „Hausaufgaben“ in diesem Prozess machen und seine Mittlerrolle übernehmen zu wollen.
Das Gebot und die Einladung dazu sind über ein Jahrhundert alt und wurde als große Zukunftsvision bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem französischen Prominenten feierlich als frisch gewähltem „Präsidenten des Weltfriedenskongresses“ in Paris vorgetragen!
Doch wie steht es heute um diese «höhere Einheit», die vor fast 150 Jahren von Hugo so voller Hoffnung gesehen wurde?Der Tag wird kommen, an dem du, Frankreich, du Rußland, Italien, England, Deutschland, ihr alle, die Nationen des Kontinents, ohne eure unterschiedlichen Eigenschaften und eure ruhmreiche Individualität zu verlieren, euch zu einer höheren Einheit vereinigen und die europäische Brüderlichkeit errichten werdet, genauso wie die Normandie, die Bretagne, Burgund, Lothringen, Elsaß, alle unseren Provinzen sich in Frankreich zusammengeschlossen haben.
Hugo, Victor: „Der Tag wird kommen“. Ansprache am 22. August 1849 nach seiner Wahl zum Präsidenten des Weltfriedenskongresses in Paris. in Grix, Rolf und Wilhelm Knöll. Das EG-Buch. Frankfurt a.M. 1992. S. 20
Sogar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde jetzt von dem östlichen großen Nachbar in der Person Gorbatschows eine analoge Einladung an alle Europäer und besonders an die Deutschen ausgesprochen, gemeinsam ein solides Haus Europa zu bauen, ohne Russland wird es ein „divided house“ bleiben. Und seit Abraham Lincoln wissen wir: „A house divided against itself cannot stand!"
Der bisherige transatlantische Verbündete spricht selbstverständlich keine offene Drohungen aus, betrachtet aber Europa als Glacis gegen potentielle Rivalen, von dem er seine globalen imperialistischen Kriege zu führen gedenkt und so seine kriegerischen Installationen dort implementiert.
Und haben nicht die Europäer - mindestens im Nachhinein – erfahren müssen, welches Schicksal ihnen selbst in einem Atomkrieg zwischen Ost und West, nämlich in der Kubakrise 1962, von dem westlichen transatlantischen Verbündeten zugefallen wäre?
Sprachen die US-Militärs nicht in kaltblütigen Planspielen von einem europäischen Schlachtfeld mit geschätzten 500 Millionen Toten?
In den kritischen Oktobertagen 1962 haben die USA weder ihre europäischen Verbündeten informiert noch in die Diskussionen mit hinzugezogen!
Momentan lassen sich die Europäer von einer Dollar- und Pfund-Allianz durch finanzpolitische US-Rating-Agencies mit immer neuen Drohungen fest im Würgegriff halten!
Wann nehmen die Europäer endlich ihr eigenes Schicksal in die Hände – „vestra res agitur“!