Forum


 

Nato-Projekt: Bundestag lässt Drohnen-Etat durchfallen

Getty ImagesEs ist eine schwere Schlappe für die Regierung. Kurz vor dem Nato-Gipfel hat der Haushaltsausschuss den deutschen Anteil an einem gemeinsamen Drohnen-Programm der Allianz nicht genehmigt. Zuletzt hatte sich das Projekt massiv verteuert - was im Parlament für Unmut sorgte.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832288,00.html
  1. #80

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Im Inland müssen ja wohl nicht heimlich aufklären...
    Sie meinen also ein Gegner im Inland würde sich im V-Fall ganz offensichtlich aufklären lassen? Vielleicht rufen die ja sogar vorher beim ADAC an und fragen ob die Route in der sie vorrücken wollen auch frei von Staus ist.
    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Wir brauchen doch gar keine Kernwaffen mehr. Wir haben doch schon welche. Kein Scherz, unsere Systeme können Kernwaffen verschießen, und die passenden Sprengköpfe bewahren unsere Freund die Amerikaner für uns auf. So kann man der Bevölkerung jahrzehntelang das Märchen der nichtatomaren Bundeswehr erzählen...
    D.h. wen die USA mal ne Kernwaffe einsetzen will, dann darf Deutschland sie eventuell zum Zielort bringen. Als ob Deutschland auch nur die geringste Mitsprache hätte eine dieser Waffen einzusetzen.

    Zur potentiellen Fähigkeit sei gesagt das es einer Rakete egal ist welcher Sprengkopf drauf gesteckt ist. Jedes System das eine konventionelle Rakete der Spezifikation X abfeuern kann, kann diese genauso abfeuern wenn stattdessen ein gleichgroßer Nuklearsprengkopf dran steckt. Das ist nichts besonderes dran.
    Zitat von tempton Beitrag anzeigen
    Es scheint sich niemand zu fragen,wozu wir eigentlich Drohnen brauchen.Bei der Verteidigung unseres Landes machen diese Dinger keinen Sinn.
    Wieso? Weil es bei der Verteidigung nicht auf Verlustminimierung ankommt? Weil es so Heldenhaft ist Piloten bei Verteidigungskampfeinsätzen zu verlieren wo es eine Drone getan hätte`?
    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Interessant! Das erklärt die Kosten. Aber es erklärt nicht, warum man so ein Ding nun wirklich braucht. Vor allem: Wenn die USA solche Apparate innerhalb der Verteidiguns(!)Organisation Nato schon besitzen und die USA Teil der Nato sind - wozu muss die Nato dann noch extra Drohnen kaufen?
    Weil es uns im Zweifel sonst wie den Argentiniern mit ihren französischen Exocet geht, die Frankreich auf drängen von England einfach nachträglich durch ein Hintertürchen Wirkungslos gemacht hat.
    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wirklich die Maya (sprich:Taliban)
    den spanischen Kanonen (sprich USA und andere) trotzen und dabei sind, letztere zu besiegen. Wenn man von Sieg oder Niederlage in diesem sog. "asymmetrischen" Krieg sprechen kann. Trotz Drohnen.
    Eigene Heimat in Trümmern, eigene Verluste XX:1 und der Gegner geht Heim ins unberührte eigene Land. Schön, der Gegner ist aus dem Heimatland vertrieben, aber ein echter Sieg ist das nicht wirklich.
    Zitat von bernhard1953 Beitrag anzeigen
    1.5 Milliarden Euro fuer 5 Drohnen entspricht 300 Millionen Euro pro Stueck. Letzte Woche wurde die erste Boeing 747-8 an die Lufthansa uebergeben ... zum Preis von 432 Millionen Euro. Somit kostet eine Drohne 75% von einer Boeing 747, die zudem Menschen verbindet und Geld verdient. Da freut sich der Military Industrial Complex und der Steuerzahler wundert sich.
    Und wenn wir so viele Dronen kaufen würden wie 747 verkauft wurden, dann würde jede einzelne davon viel günstiger sein.
  2. #81

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von willi2007 Beitrag anzeigen
    Ein offenkundiges Wahlkampfmanöver des Haushaltsausschusses kurz vor der NRW-Wahl. ...
    Genau so sehe ich das auch.

    Übrigens, die SpON-Überschrift suggeriert der politisch unkundigen Leserschaft, der Bundestag habe den Drohnen-Etat durchfallen lassen. Es war der HH-Ausschuss und ich bin mir sicher, dass diese Entscheidung mittelfristig gekippt wird.
  3. #82

    Zitat von wwwwebman Beitrag anzeigen
    Zitat: "Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte kurz darauf im Verteidigungsausschuss an, er werde den Vertrag für AGS beim Nato-Gipfel in Chicago im Mai trotzdem unterschreiben, allerdings unter Vorbehalt."

    da gibt es nichts zu unterschreiben - das ding ist durch!!!!
    Nichts ist durch! Der Bundestag hat darüber nicht abgestimmt, lediglich der HH-Ausschuss hat sich geäußert, mehr nicht.
  4. #83

    Einige Fakten zu den Drohnen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine schwere Schlappe für die Regierung. Kurz vor dem Nato-Gipfel hat der Haushaltsausschuss den deutschen Anteil an einem gemeinsamen Drohnen-Programm der Allianz nicht genehmigt. Zuletzt hatte sich das Projekt massiv verteuert - was im Parlament für Unmut sorgte.

    Bundestag billigt Etat für Nato-Drohnenprogramm nicht - SPIEGEL ONLINE
    Zur Versachlichung hier ein Überblick über das anzuschaffende Gerät:

    Northrop Grumman RQ-4

    Bei dem Bundestagsbeschluss geht es um einen aufgrund des Ausstiegs von Beschafferstaaten erhöhten Bundesanteil an einem bereits beschlossenen Programm zur Beschaffung von 6Stück RQ -4 Block 40. Das heißt: Nicht die Drohnen selber werden teurer, sondern Deutschland übernähme mehr Lasten an dem Programm.

    Wie in der Beschreibung deutlich wird, dienen die Teile nicht der Angriff sondern der Aufklärung; dies ist KEIN agressiver Zweck.

    Bewertung: Das die entsprechenden Mittel im Bundeshaushalt an anderer Stelle fehlen würden ist bedauerlich aber hinzunehmen (Analog verhindern ja auch steigende Sozialaufwendungen die Verwendung der Mittel für die Straßenreparatur).
  5. #84

    und für welche Kriegs- und Krisengebiete überhaupt?

    ...für die, die wir selbst geschaffen haben oder für die, die wir beabsichtigen zu schaffen.
    Der völkerrechtliche Staus eines Drohneneinsatzes muss allerdings auch noch geklärt werden, weil regelmäßig der Luftraum anderer Staaten verletzt wird.
  6. #85

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von pawel-kortschagin Beitrag anzeigen
    ...für die, die wir selbst geschaffen haben oder für die, die wir beabsichtigen zu schaffen.
    Der völkerrechtliche Staus eines Drohneneinsatzes muss allerdings auch noch geklärt werden, weil regelmäßig der Luftraum anderer Staaten verletzt wird.
    Die Drohnen fliegen nach IFR-Regeln vom Start-Flughafen bis in das Einsatzgebiet. Damit kann es völkerrechtlich kein Probkem geben.
    Wenn im Einsatzgebiet ein UN-Mandat vorliegt, ist der Einsatz von Drohnen dort genauso legal wie der Einsatz von Maschinengewehren.
    Den Einsatz von US-Drohnen in Pakistan und im Jemen sehe ich allerdings kritisch, wobei ich nicht weiß, ob die beiden Staaten dem Einsatz zugestimmt haben.
  7. #86

    .............

    Zitat von topodoro Beitrag anzeigen
    Unser Verteidigungsminister Thomas de Maizière sollte sich mal überlegen wem er verantwortlich ist.
    Dem Souverän oder seinen Vereinsfreunden der Atlantik-Brücke. e.V.

    Warum er sich aber gerade die veralteten Block 20 Dinger andrehen lässt, von dem die US-Airforce gerade mal 6 Stück in Dienst gestellt hat, ist doch sehr verwunderlich.

    Franzl Strauß und seine Starfighter lassen recht nett grüssen.
    Wenn die BRD in der Nato ist und wie derzeit gefordert, Unsummen für Rüstungsprojekte ausgeben soll - mehr als die EU-Verbündeten zusammen ! - dann sollte Herr de Maiziere einmal zurück fragen, warum immer noch das Besatzungsrecht über die BRD herrscht.

    Auch der einfachsten Logik erschliesst sich jedenfalls nicht, warum das immer noch so ist.....








TOP



TOP