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Nato-Konferenz in Berlin: Westerwelle verwirrt Freund und Feind
Hilft Deutschland jetzt in Libyen? Mit Soldaten? Oder Schiffen?*Vor der Nato-Außenministerkonferenz in Berlin drückt sich Guido Westerwelle noch immer vor konkreten Ansagen.*Sein Kurs*sorgt zunehmend*für Irritationen - vor allem in Frankreich.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...756825,00.html
- #200 14.04.2011 11:34 von
Der Vergewaltigungsfall
Ahh ein geplantes Massaker.
Das ist genau, was Kriegsbefürworter als Kriegsgrund zumindest zu glauben vorgeben.
Wie sicher sind Sie sich denn dieser "Planung"? Also woher beziehen Sie Ihre Gewissheit, dass da ein Massaker geplant war?
Jetzt sagen sie bitte nicht "das sagen doch alle" oder "das weis man doch" oder "war das nicht in den Nachrichten?"
Also bitte?
Wenigstens China, Indien, Brasilien, Russland und Südafrika, 3 Milliarden Menschen, die Hälfte der Menschen auf dem Planeten, der "internationalen Gemeinschaft", sind offenbar anderer Ansicht
Und wenn, also nur wenn Zweifel bestünden, ob da ein Massakker gewesen wäre, wäre dann ein Krieg gegen Libyen auch gerechtfertigt?
Da ging neulich in München in der Fussgängerzone ein Mann an einer Frau vorbei.
Da schrie einer "der will die Frau vergewaltigen, ich habs genau gesehen!". Die Umstehenden schreien mit "lasst uns den zusammenschlagen" - und alle tun's. Bei der Schlägerei werden viele Menschen verletzt.
Hinterher wurde der erste Schreier darauf angesprochen, wer denn der Mann gewesen wäre.
"Ja, das war eigentlich der Ehemann der Frau. Aber der ist auch mein Vermieter und er wollte mir die Wohnung kündigen."
Zur Information: Gaddafi ist schon seit 40 Jahren unumschränter Machthaber über die, die er angeblich gerade jetzt massakrieren wollte. Und die ersten Schreier (FR und USA) waren tatsächlich von der Verstaatlichung der Ölfelder bedroht. - #201 14.04.2011 11:38 von
- #202 14.04.2011 11:41 von
ttt
Der Vergleich hinkt schon deshalb, weil Gaddafi keine Forderungen stellt. Gegenteilig waren es in den vergangenen Jahren Sarkozy&Co die Gaddafi aufs Ekligste hofiert haben, um mit ihm Geschäfte machen zu können und damit er afrikanische Flüchtlinge wieder in die Wüste zurückschickt, bevor sie europäischen Boden erreichen.
Der lybische Konflikt dreht sich letztendlich um die Machtverteilung zwischen zwei Volksgruppen. Die Stämme im Osten wurden in der Monarchie vor Gaddafi bevorzugt, die Stämme im Westen unter der Diktatur von Gaddafi.
Ein militärischer Sieg der östlichen Stämme dreht das Blatt nur wieder. Ein jahrelanger Bürgerkrieg wie im Irak oder in Afghanistan lässt sich nur politisch/diplomatisch verhindern. - #203 14.04.2011 11:42 von
In der Krise zeigt sich...
das moralische Fundament eines Menschen.
Das Desaster von Srebrenica, mit dem kollektiven Versagen der EU, hat zu dem Kosovo-Krieg geführt. Da hat sich gerade durch den Aussenminister Fischer gezeigt, was Verantwortung auch ohne Doktor-Titel bedeutet.
Inklusive der späteren Vertrauensfrage bei Herrn Schröder.
Erwarten wir denn ernsthaft ein solches Verhalten bei Merkel/Westerwelle.
Selbst nach dem Debakel Atomkraftverlängerung und plötzlich Moratorium wegen Landtagswahl, über Finanzkrise und EU-Integration, hin zu Aufstand in der Maghreb-Region, erkenne ich nur ein totales Versagen der Regierungsverantwortung.
In der Lybienfrage in drastischer Weise sogar über die Landesgrenzen hinaus.
Deutschland in ein wichtiger Machtfaktor in der EU und am Repräsentationssteuer sitzen zwei peinliche Menschen:
Frau Machterhalt-Zauder und Herr IchbinnichtsausserLuftblase.
MfG
Haegar - #204 14.04.2011 11:42 von
- #205 14.04.2011 11:50 von
:-)
Sie sind der Wirtschaftsminister Gaddafis?? oder woher nehemen Sie ihr Wissen. Blühende Landschaften in der Wüste!
Hauptsache wirtschaftspolitisch läuft es klasse...egal wie und mit welchen mitteln...
Mister Allwissend...und nur wenn man solches wissen hat wie sie kann man solche Beiträge von sich geben?? Dann bleibe ich lieber unwissend und schreibe Beiträge mit meinem gesunden Menschenverstand! Ihre Huldigung eines Diktators nimmt erschreckende formen an. - #206 14.04.2011 11:50 von
Westerwelle verwirrt auch mich
Für meine erste Verwirrung sorgte ein Interview vor einigen Wochen als ihn ein englischer Journalist - natürlich auf englisch - etwas fragte und Guido Westerwelle in deutsch antwortete mit der Begründung er sei der deutsche Außenminister und als solcher spreche er nun mal nur deutsch.
Gestern Abend wiederum sprach er vor Journalisten in seiner Eigenschaft als deutscher Außenminister - er sprach jedoch englisch - eine Sprache, in der er sich als deutscher Mandatsträger offiziell (siehe oben) nicht äussern will.
Seine beiden Reden (Libyen betreffend)folgten aufeinander in einem Abstand von gerade mal drei Wochen.
Gibt's denn nirgendwo noch ein Fettnäpfchen, in das er noch reintreten könnte? - #207 14.04.2011 11:51 von
Er verwirrt?
Oder er ist verwirrt? Klar ist nur: seine Mitarbeiter im AA sind nicht zu beneiden, die Fachjournalisten ebesowenig. Nun, man ist ja einiges von ihm gewohnt - wieso sollte jemand da überrascht sein. Es ist eben nicht sein Gebiet, die Außenpolitik. Und da er weitgehend immer noch von sich überzeugt ist und dies einhand mit einer gewissen Beratungsresistenz geht, wird sich in Bälde daran auch nichts ändern.
Was die Franzosen dazu sagen ist relativ irrelevant - sie fahren selbst den härtesten ZickZack-Kursus aller westlichen Industrienationen in der Libyen-Sache: vom hofierten Duzfreund und Vertrauten in Sachen Atomkraftwerkebauen und Rüstungstechnik liefern - flugs zum (Wieder)Bösewicht deklariert und gebombt... - so fix kanns gehen, wenn Super-Sarko von massiven innenpolitischen Problemen ablenken muß, um an der Macht zu bleiben. - #208 14.04.2011 12:07 von unente
Mörder sind immer nur die anderen
- #209 14.04.2011 12:07 von
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