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Nationen und ihr Wohlstand: Schlüssel zum Reichtum

REUTERSDas hat sich lange keiner mehr getraut: Zwei US-Wissenschaftler versuchen mittels einer Großtheorie zu erklären, weshalb manche Nationen wohlhabend sind, andere das einfach nicht schaffen. Ein mutiges Unterfangen - und eine faszinierende Lektüre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824393,00.html
  1. #340

    Zitat von Das-tobende-Steuerschaf Beitrag anzeigen
    ... rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Indiens im Vergleich zu seinem Nachbarn Pakistan, obwohl beide Staaten in vielerlei Hinsicht Fleisch vom selben Fleische sind und vor 1947 noch zum selben Staat(enbund) im Form der Kronkolonie Indien gehörten.
    ....
    Und das bringt uns zum Faktor Religion. .....

    Dass Religion nun keine Rolle spielen soll, deutet aus Sicht eines grausamen Lästerers wie mir auf eine Finanzierung der Studie aus Saudi-Arabien, Katar oder anderen islamischen Staaten hin. In der Praxis spielt sie nämlich sogar eine entscheidende Rolle - .
    Ich denke ebenfalls, dass Religion nicht zu vernachlässigen ist. Religion ist für mich ein kulturelles Element wie jedes andere. Allerdings passt sich die Ausgestaltung einer Religion der "Notwendigkeiten" der Nationen/Gesellschaften - oder besser: der Eliten der Gesellschaften, an. Religion ist flüchtig und leicht transportabel. Wie Kapital. (Vergl.: "cuius regio, eius religio").
  2. #341

    Verantwortung

    Zitat von jacksparrow12345 Beitrag anzeigen
    Wenn das mal so einfach wäre wie Sie es hier darstellen...
    ...habe nicht gesagt, dass es einfach ist, - habe nur bezüglich der (Eigen-)Verantwortung ein Statement abgegeben!
  3. #342

    Hartnäckige kulturelle Unterschiede

    Zitat von Heller-Winkel Beitrag anzeigen
    Vielmehr ist es eine Alltagserfahrung, dass Menschen unterschiedlicher Rassen in einer Gesellschaft (z. B. in den USA) sich nicht unterscheiden, wenn man die sozialen Parameter ausschliesst.
    In den USA erreichen unterschiedliche kulturelle Gruppen von Menschen durchaus unterschiedliche Ergebnisse in Schule, Unis & Berufsleben: eine kalifornische Universität, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bei ihren Studenten den Bevölkerungsproporz der USA wiederzugeben, musste hierfür die Aufnahmekriterien für Afro-Amerikaner senken, den für Asiaten aber anheben, - es wären sonst zu viele geworden! Analog auch das Bild im Wirtschaftsleben: Süostasiaten sind führend in Wirtschaft und Ökonomie, - in Industrie und Forschung! Und dies ohne Quoten, Förderung und Sozialarbeiter!
    Ein weiteres Beispiel: Jene Nachfahren der um 1900 während des Eisenbahnbaus ins Land gekommenen indischen Einwanderer leben in derselben Umgebung wie ihrer tansanischen, ugandischen und kenianischen Landsleute, - unter derselben Verwaltung und Gesetzten: sie sind aber auch hier führend in Handel und Ökonomie. Idi Amin schädigte Ende der 70er die Wirtschaft Ugandas durch die Vertreibung der Inder nachhaltig. Später holte man sie wieder zurück und sie haben sich erneut emporgearbeitet!
    Juden und Sinti&Roma wurden beide über Jahrhunderte in Europa drangsaliert und ausgegrenzt, - die Juden nützten aber die Chancen der Aufklärung und Emanzipation ab dem 19ten Jh. eindrucksvoll: viele Forscher und Unternehmensgründer der USA stammten aus verarmten, bildungsfernen osteuropäischen Verhältnissen: ihr Ehrgeiz, Wissenshunger und unternehmerischer Wagemut steht in einem starken Gegensatz zur Passivität anderer Gruppen, die es zu nichts bringen!!
  4. #343

    Industrielle Revolution?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Acemoglu und Robinson gehen davon aus, dass der Wohlstand zwischen den Staaten bis zur industriellen Revolution verhältnismäßig gleichmäßig verteilt war. Afrikaner waren ähnlich reich wie Europäer und Asiaten...
    Nationen und ihr Wohlstand: Schlüssel zum Reichtum - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wenn die Autoren wirklich meinen, dass bis vor 250 Jahren noch alle Länder gleich waren, sprechen sie vermutlich von einem anderen Planeten.
  5. #344

    Bahnbrechende Erkenntnisse

    Zitat von Heller-Winkel Beitrag anzeigen
    ...Eine Lösung für die "Unterschiede unter den Nationen" ist vielleicht die "Globalisierung der Arbeitsmärkte". (Nachdem wir ja bisher lediglich die Globalisierung der Kapital- und Warenmärkte hatten).
    Jeder kann dort leben und arbeiten wo er möchte. Diese Bevölkerungsshift würde die Nationen einander angleichen, hinsichtlich der Bedingungen für Wohlstand.
    Echte Demokratie: Jeder darf auf dort leben und arbeiten wo er will, unabhängig von seiner Nationalität. So wie die Nationen reich wurden, die innerhalb ihrer Grenzen den Menschen dies ermöglichte, würde so die Welt reich werden. Natürlich würde der "Adel" der Bürger mit EU-Pass, Schweizer Pass, US- Pass usw. seine Privilegien verlieren.

    Aber die reichen (demokratischen, rechtsstaatlichen, nicht-korrupten) Nationen verteidigen ihre Privilegien, wie früher eine Gruppe von Adeligen, Geistlichen usw. . Uebringen herrschte unter diesen Eliten im Binnenverhältnis auch mehr Demokratie, Gerechtigkeit und fair-play als im Aussenverhältnis.

    Letztlich geht es immer um die Bereitschaft des ganz Einzelnen, persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen für Gerechtigkeit und fair-play. Darum, sich nicht mehr nehmen, als man wirklich braucht. So geht das.
    Darf man erfahren, welch langjährigen Studien und Feldforschungen sie Ihre ökonomischen und gesellschaftspolitischen Erkenntnisse zu verdanken haben, und wo sie studiert haben: Harvard, Oxford, Cambridge!?
  6. #345

    1

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    ...habe nicht gesagt, dass es einfach ist, - habe nur bezüglich der (Eigen-)Verantwortung ein Statement abgegeben!
    Sie wissen doch genauso gut wie ich das Staaten Ihre Märkte nicht abschotten oder öffnen können wie sie lustig sind...
    sie haben sicherlich Einfluss darauf aber tun Sie Bitte nicht so als ob dies nur in Ihrer eigenen Verantwortlichkeit bzw Macht befindet...
  7. #346

    123

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Darf man erfahren, welch langjährigen Studien und Feldforschungen sie Ihre ökonomischen und gesellschaftspolitischen Erkenntnisse zu verdanken haben, und wo sie studiert haben: Harvard, Oxford, Cambridge!?
    Und wenn er in allen dreien war würden Sie deswegen seine Aufassung teilen?
    Sie stellen doch gerade diese "Studie" in Frage die von einem Professor erstellt wurde.

    Ich befürchte Sie waren auch nicht in Oxford und sind zu der Erkenntnis gekommenen Asiaten sind "wirtschaftlich Intelligenter" als Afrikaner.
  8. #347

    x

    Zitat von jacksparrow12345 Beitrag anzeigen
    Sie wissen doch genauso gut wie ich das Staaten Ihre Märkte nicht abschotten oder öffnen können wie sie lustig sind...
    sie haben sicherlich Einfluss darauf aber tun Sie Bitte nicht so als ob dies nur in Ihrer eigenen Verantwortlichkeit bzw Macht befindet...
    Manchmal führt das Argument mit der Marktabschottung in die Irre. Ein gutes Beispiel sind die EU Tiefkühlhähnchen Exporte nach Afrika. Die dortigen Regierungen können keine Schutzzölle erheben weil sie sonst Streß mit Weltbank und IWF bekommen.

    Das Problem liegt aber in Wirklichkeit bei den Afrikanern weil die keine konkurrenzfähige Geflügelindustrie haben. Niemand hindert die afrikanischen Regierungen einen Teil ihrer Entwicklungshilfe-Einnahmen statt in Bürgerkriege lieber in den Aufbau einer eigenen Hähnchenzucht zu investieren. Für ein paar Millionen Dollar kann man sich schlüsselfertige Betriebe von echten Profis hinstellen lassen und damit das ganze Land versorgen. Die übernehmen auch u.a. die Ausbildung der Mitarbeiter.

    Hier ein Beispiel:

    LOHMANN TIERZUCHT GmbH - Breeding for success together

    Man schaue sich mal die Länder an wo Lohmann aktiv ist, und vor allem, wo nicht. Die sitzen in fast allen asiatischen Ländern, aber nur in 4 schwarzafrikanischen Staaten.
  9. #348

    china und afrika

    Zitat von thokolosh Beitrag anzeigen
    aber man sollte nicht vergessen, daß die Trasse für Loks der neuen Kolonialherren des Landes gebaut wird. Chinesische Loks sind halt etwas rustikaler
    Da will ich gar nicht widersprechen, ist ein heikles und sensibles Thema. Aber gut wäre es schon wenn man allein von Lüderitz nach Aus den Zug wieder benutzen konnte - egal ob deutsche oder chinesische Loks. Afrikanische gibt es ja wohl nicht...und Loks baut man schon über 200 jahre und glaub nicht das man den Afrikanern selbiges verboten hat.


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