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Nationen und ihr Wohlstand: Schlüssel zum Reichtum

REUTERSDas hat sich lange keiner mehr getraut: Zwei US-Wissenschaftler versuchen mittels einer Großtheorie zu erklären, weshalb manche Nationen wohlhabend sind, andere das einfach nicht schaffen. Ein mutiges Unterfangen - und eine faszinierende Lektüre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824393,00.html
  1. #230

    eiertanz

    Zitat von taxidriver Beitrag anzeigen
    (...)Aber vor wenigen hundert Jahren kamen auch dort die relativ primitiven Europäer, haben alles im Goldrausch zerstört und viele ihrer verblödeten Nachkommen sagen nun „Tja, wie immer man es dreht, die Aborigines sind so oder so selbst dran schuld …“ (...)
    stimmt schon, dominantere Kulturen sind nicht zwangsläufig die entwickelteren. Wie auf dem Schulhof scheint sich sogar zumeist das Primitivere, Gewalttätigere durchzusetzen. Außerdem sind wirtschaftlich erfolgreichere Menschen nicht die wertvolleren.
    Wenn man das wirklich verstünde, wäre der ganze Eiertanz um die politisch korrekte Beantwortung der Frage gegenstandslos.
  2. #231

    Zitat von bettercentury.blogspot Beitrag anzeigen
    ... ist der Schlüssel zu allem. Damit könnte sich mal jemand intensiv beschäftigen.

    die wurzel allen übels ist die geldschöpfung - also die prozesse, bei denen unser geld entsteht. geld entsteht bei uns nur in zwei prozessen: a) die zentralbank gibt einer geschäftsbank einen KREDIT b) eine geschäftsbank gibt einem kunden (unternehmen, privatperson) einen KREDIT.

    fällt ihnen etwas auf?

    alles geld entsteht als KREDIT. für kredite sind ZINSEN zu zahlen. das geld für diese zinsen wurde aber nicht geschaffen und kann in der gesamtheit nur über neue kredite von den schuldnern aufgebracht werden. dies bedingt eine endlose verschuldungsspirale, die im crash des systems enden MUSS.

    etwas ausführlicher hier: pnbc: geldschöpfung - ein unvollkommer prozess

    Ganz genau!!

    Man braucht keine hochkarätige akademische Ausbildung um unser Geldsystem zu verstehen, und warum es nicht funktionieren kann und systembedingt immer Verlierer generiert - aber es ist nicht gewollt. Es könnte jeder Grundschüler verstehen!!
    Alles fällt und steht mit unserem Geldsystem: Kriege, Konflikte, Schubladendenken, links, rechts, liberal, Wohlstand, Armut,
    Ökologie versus Ökonomie, Produktion für die Müllhalde, Sklaverei, Wertschätzung...

    Alle scheinbaren Widersprüche und Konflikte zwischen den Menschen werden sich in einer echten Demokratie mit einem demokratischen Geldsystem auflösen. Dass der Mensch von Natur aus egoistisch, faul, gierig und selbstüchtig wäre ist die größte Lüge der letzten zweitausend Jahre
  3. #232

    Zitat von #venturi Beitrag anzeigen
    Ganz genau!!

    Man braucht keine hochkarätige akademische Ausbildung um unser Geldsystem zu verstehen, und warum es nicht funktionieren kann und systembedingt immer Verlierer generiert - aber es ist nicht gewollt. Es könnte jeder Grundschüler verstehen!!
    Es gibt immer Verlierer, egal bei was. Fragen sie die Dinosaurier!

    Zitat von #venturi Beitrag anzeigen
    Alles fällt und steht mit unserem Geldsystem: Kriege, Konflikte, Schubladendenken, links, rechts, liberal, Wohlstand, Armut,
    Ökologie versus Ökonomie, Produktion für die Müllhalde, Sklaverei, Wertschätzung...

    Alle scheinbaren Widersprüche und Konflikte zwischen den Menschen werden sich in einer echten Demokratie mit einem demokratischen Geldsystem auflösen. Dass der Mensch von Natur aus egoistisch, faul, gierig und selbstüchtig wäre ist die größte Lüge der letzten zweitausend Jahre
    Ich bin jedenfalls aus Natur faul und egoistisch. Und ich habe sehr viele Menschen getroffen auf die das auch zutrifft.
    Wenns nicht so wäre, wäre das Paradies ja bereits in der Steinzeit erreicht worden.
    Fakt ist jedoch, das Faulheit und Egoismus viel älter sind als die Menschheit.
    Wer seine Ressourcen, sprich seine Kalorien raushaut und dabei nichts für SICH SELBER einfährt, stirbt aus. Das galt schon für die Einzeller, und daran wird sich niemals etwas ändern, schon gar nicht weil ein linker Spinner glaubt man müsse ja nur das Geldsystem abschaffen.
    All die Versuche, ob klein ("autonome" Kommunen) oder groß (UdSSR) sind spektakulär gescheitert.
  4. #233

    Zitat von berpoc Beitrag anzeigen
    Das kann ich erklären: überall wo noch gelacht wird, hat Geld noch nicht den Charakter verdorben und die Menschen nicht zu 'Unterm Strich Zähl ich'-Zombies mutieren lassen. Weniger ist mehr, der neue Gott Konsum wird uns eine gar fürchterliche Quittung präsentieren.
    Und trotz dieses Wissen konsumieren sie SPON auf einem Rechner mit Internetzugang. Hallo Zombie!
  5. #234

    Zitat von Mustermann Beitrag anzeigen
    Und was erklären Sie aus dem Umstand dass in D 10% der Bevölkerung 2/3 des Vermögens auf sich vereinen.
    Das ist völlig unwichtig, solange die Masse krankenversichert ist, genug zu essen hat und Breitbandinternet.
    Ich habe alles was ich zum leben brauche, es interessiert mich einen Scheiss das es noch reichere Menschen gibt und mein Anteil an Kapital gering ist.
    Und allen die ich kenne geht es genauso. Lass den Ackermann doch 50 Mille haben. Wenn er sie nicht hätte, gings mir auch nicht besser.

    Zitat von Mustermann Beitrag anzeigen
    "Wenn ein Staat einmal mit einer Elite geschlagen ist, die sich vor allem selbst bereichert - dann wird auch eine Revolution daran wenig ändern."

    Französische Revolution? War da nicht was?
    Louis der 16 wurde nach langer blutiger Revolution ersetzt durch....tata Napoleon! Einen kriegsbesessenen Alleinherrscher!
  6. #235

    Zitat von taxidriver Beitrag anzeigen
    Man sollte nicht einfach unterschlagen dass gerade in Afrika die stabilsten Kulturen der Menschheitsgeschichte existierten, da ging es nicht nur um ein paar tausend Jahre. Aber die sind halt nun mal innerhalb von wenigen Jahrhunderten gewaltsam zerstört worden.
    Stabilsten? Ja und? Was heißt das schon? "Stabil" kann auch gleichbedeutend mit unflexibel sein. Und selbst wenn nicht... macht sie das vielleicht höherwertiger als die keltische oder aztekische oder japanische Kultur?

    Klingt ein bisschen nach der typischen Untergangs-Romantisierung. Solange die USA noch nicht vollständig erschlossen waren, waren Indianer bestenfalls ein Ärgernis, schlimmstenfalls brutale Wilde. Aber kaum dass nur noch genug davon da waren um ein paar Quadratmeilen Reservat zu bevölkern dreht man Schmonsens wie "der letzte Mohikaner" und lügt sich selbst die Tasche voll, was für großartige Kulturen das doch waren und dass es vor der Ankunft des weißen Mannes niemals Streit, Neid, Mißgunst, Kriege und andere Verbrechen untereinander gab. Und alle reichten sich die Hand und tanzten fröhlich im Kreis. Yadda yadda.
    Ist schon klar. Hätte man Deutschland '45 entvölkert, wäre "Triumph des Willens" vermutlich auch bei den diesjährigens Oscars nominiert, also so quasi "in Anerkennung einer grausam zerstörten großen Kultur".
    Sorry, aber damit ich eine Kultur hoch bewerte, braucht es mehr als ein bisschen Mitleid dafür, dass es sie nicht mehr gibt.


    Zitat von taxidriver Beitrag anzeigen
    Ich kenne das was Sie mit Ihrer arrogant-unsinnigen Gleichung in den Raum stellen aus Diskussionen in Australien. [...]
    Na dann ist ja gut, dass ich hier mit einem Experten für unsinnige Gleichungen spreche, wie Sie selbst gerade bewiesen haben. Ich habe den Afrikanern keineswegs die Schuld für den Kolonialismus in die Schuhe geschoben. Nur dafür, dass sie seitdem nicht mehr auf die Beine kommen (und von der kompletten Schuld war auch nie die Rede). Von daher kann man die Lage der Aboriginies nicht im Mindesten damit vergleichen. Die hat keiner im großen Maßstab versklavt, in alle Welt verschifft und dann am Ende mit einem neuen Staat zurückgelassen.


    Zitat von taxidriver Beitrag anzeigen
    Das ist die Fratze der Arroganz des europäischen Kolonialismus, der nur auf geschickterer Werkzeugherstellung basiert. Im Wissen um die wirklich wichtigen Dinge waren die afrikanischen und australischen Urvölker den Europäern sehr weit überlegen.
    Oh, na dann erleuchten Sie mich doch mal! Welche "wirklich wichtigen Dinge" können wir denn von den Afrikanern lernen? Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit so einem Waldorfschul-Blödsinn wie "Leben in Einklang mit der Natur" oder sowas. Das hatten die Germanen auch schonmal drauf.

    Und nebenbei: die "geschicktere" Werkzeugherstellung ist eine schamlose Untertreibung. Der Westen hat nicht mal eben die besseren Hämmer oder Äxte oder Schwingschleifer gebaut, sondern war in den letzten paar Jahrhunderten für praktisch sämtliche bedeutenden wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften der Welt verantwortlich. Haben uns die von Ihnen beweinten Hochkulturen vielleicht Wettersatteliten, Krebstherapien oder elektrische Wasserpumpen gebracht? Wohl kaum.
  7. #236

    Sischer dat!

    Zitat von taxidriver Beitrag anzeigen
    Man sollte nicht einfach unterschlagen dass gerade in Afrika die stabilsten Kulturen der Menschheitsgeschichte existierten, da ging es nicht nur um ein paar tausend Jahre. Aber die sind halt nun mal innerhalb von wenigen Jahrhunderten gewaltsam zerstört worden.

    Ich kenne das was Sie mit Ihrer arrogant-unsinnigen Gleichung in den Raum stellen aus Diskussionen in Australien. Die dortigen kulturellen Strukturen werden heute von Anthropologen über zehntausende Jahre zurückkonstruiert und sie waren offenbar sehr komplex und durchdacht. Aber vor wenigen hundert Jahren kamen auch dort die relativ primitiven Europäer, haben alles im Goldrausch zerstört und viele ihrer verblödeten Nachkommen sagen nun „Tja, wie immer man es dreht, die Aborigines sind so oder so selbst dran schuld …“

    Das ist die Fratze der Arroganz des europäischen Kolonialismus, der nur auf geschickterer Werkzeugherstellung basiert. Im Wissen um die wirklich wichtigen Dinge waren die afrikanischen und australischen Urvölker den Europäern sehr weit überlegen.
    Deshalb sind sie uns noch heute haushoch überlegen!
  8. #237

    Zitat von rastar Beitrag anzeigen
    Wie wär's denn damit? "Ausnutzung anderer, Rücksichtslosigkeit, Opportunismus, Eigennutz und Ignoranz sind nunmal europäische Stärken, die in anderen Teilen der Erde nicht so ausgeprägt sind."

    Dieser Satz ist zweifellos auch recht dämlich, kommt den wahren Verhältnissen dennoch ein ganzes Stück näher - und liefert zudem einige Gründe für den höheren Wohlstand auf unserem Kontinent.
    Ach, ist unsere Ignoranz unsere Stärke?
    Rücksichtslosigkeit, Opportunismus, Eigennutz...bringen sies doch auf den Punkt:
    Egoismus.
    Der ist überall ausgeprägt. Das wir trotzdem oben schwimmen, zeigt das wir einfach besser sind unsere Wünsche zu erfüllen und zwar, weil wir die anderen übertreffen. Und nicht weil die uns was schenken...
  9. #238

    Zitat von kl1678 Beitrag anzeigen
    stimmt schon, dominantere Kulturen sind nicht zwangsläufig die entwickelteren. Wie auf dem Schulhof scheint sich sogar zumeist das Primitivere, Gewalttätigere durchzusetzen. Außerdem sind wirtschaftlich erfolgreichere Menschen nicht die wertvolleren.
    Das gilt aber nur, wenn sich beide auf einem ähnlichen technologischen Niveau bewegen. Wenn die eine Kultur plötzlich Stahl, Feuerwaffen, Maschinengewehre, Körperpanzerung,. Panzerfahrzeuge, Flugzeuge oder Marschflugkörer entwickelt und die andere nicht... dann wird sie gewinnen. Egal ob sie die "bessere" oder die "primitivere" Kultur ist. Um bei Ihrer Schulhof-Metapher zu bleiben, steht der Viertklässler plötzlich einem Achtklässler gegenüber.
  10. #239

    Zitat von marcuspüschel Beitrag anzeigen
    Am besten lief es in Lybien, und nicht etwa in Südafrika wie du sicher meinst.
    Sie reden schon in der Vergangenheit...über ein für afrikanische Verhältnisse kleines Volk mit gigantischen Rohstoffreserven.
    Aber wenn sie gerne die vergangenheit betrachten, dann muss man feststellen, das Lybien zwar mehr Durchschnittseinkommen hatte (aufgrund geringerer Bevölkerung) aber es in Südafrika mehr technischen Fortschritt (zB erste Herztransplantation) und mehr Freiheit gab (Apartheit ist nichts gegen den Islam).

    Zitat von marcuspüschel Beitrag anzeigen
    Denn in Südafrika dürfen wir eine sehr extreme Ungleichheit in der Verteilung von Wohlstand beobachten, die alles andere als gut läuft, sondern einfach nur gefährlich ist.
    Lybien war offensichtlich instabiler. Südafrika hat seit Jahrzehnten eine demokratisch gewählte Regierung. Und auch die Schwarzen Südafrikaner wollen lieber ihre bescheidenes Auskommen, als die Art Nivelierung, wie sie in Zimbabwe stattgefunden hat.

    Zitat von marcuspüschel Beitrag anzeigen
    Natürlich spielt eine starke Einwanderung dabei eine Rolle, aber die Europäer waren ebenfalls Einwanderer und haben sich das Land für Farmen genommen wo sie es brauchten. Das selbe wird auf kurz über lang wieder geschehen, aber dann wirst du sicher nicht sagen, dass es gut läuft.
    Ja, weil diesmal die Einwanderer eben keine Europäer sind. Was mal wieder den initialen Punkt bestätigt: Dort wo die Weissen sind, kann man leben. Wenn sie gehen, gehts steil bergab mit dem Land. (nur auf Afrika bezogen)








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