Polen verstehen sich in jedem Fall als Opfert. Das katholische polen hat doch mehr gute Beziehungen zu den himmlischen Mächten. Wir haben doch das Wetter nicht gemacht.
picture-alliance/ dpaNie war die polnische Nationalmannschaft näher an einem internationalen Titel als bei der WM 1974 in Deutschland. Doch die legendäre "Wasserschlacht von Frankfurt" kostete die technisch beschlagene "Reprezentacja" die mögliche Krone - und sorgte in Polen für Verschwörungstheorien.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...831163,00.html
Polen verstehen sich in jedem Fall als Opfert. Das katholische polen hat doch mehr gute Beziehungen zu den himmlischen Mächten. Wir haben doch das Wetter nicht gemacht.
Ich bilde mir doch schon seit annähernd 50 Jahren ein, dass es beim Fußball nach der Halbzeitpause einen Seitentausch gibt?!
Tja, man lernt nie aus ... ;-)
Legendär waren neben Lato, Szarmach, Deyna, Gadocha und später Boniek.
Ich bin gespannt, was die Polen bei der EM erreichen. Tolle Spieler haben sie auch jetzt wieder.
Abgesehen davon, dass die deutsche Mannschaft die grösseren Chancen hatte (u.a. verschoss Hoeness einen Elfer) - selbst bei einem Unentschieden wäre Polen Gruppenzweiter gewesen und hätte das Finale nicht erreicht. Im übrigen spielten beide Mannschaften auf dem gleichen Platz. Die absurde Legendenbildung hätte der Artikel auch durch folgende Aussage des polnischen Stürmers Latos entkräftet werden können: "So ein Quatsch. Erstens gab es ja einen Wechsel in der Pause und zweitens hatten wir die Seitenwahl".
Dumm gelaufen für Polen. Als 10-jähriger Knirps damals wird mir diese WM 1974 für immer als die aufregendste in Erinnerung bleiben. Was hab ich geflennt, als in der Vorrunde Sparwasser die DDR in Führung brachte. Im Nachhinein war das ja ein "Glück" für die BRD, dass wir nur Gruppenzweiter wurden. So wurde uns ein vorendspieliger Schowdown mit Holland erspart. Letztendlich sind wir damals quasi nur per Zufall und Glück Weltmeister geworden, zumal Holland im Endspiel einen ziemlich schlechten Tag hatte. Fast 40 Jahre danach sehe ich es so, dass ein "wahres" Finale Polen-Holland gewesen wäre.
Es war das Halbfinale und kein Gruppenspiel... Das einzige Spiel, das Polen nicht gewonnen hatte.
Es war die schnellste und kombinatorisch beste Mannschaft der WM74. Im tiefen Wasser jedoch lässt sich kein schnelles Spiel bewerkstelligen und das Kombinieren eher mit Wasserball Mitteln... Naja, dafür war das Wasser doch nicht tief genug.
Die Polen hatten 1974 eine überragende Mannschaft, die bis zum Spiel gegen die deutsche Elf alle Spiele grandios gewann. Das Spiel gegen Italien war eines der tollsten Spiele bei dieser WM überhaupt.
Überragender Spieler dieses Teams war der später tödlich verunglückte Deyna.
Es ist das Tagische, das bei einem Turnier meistens nicht die spielerisch beste Mannschaft gewinnt. Das war 1954 (Ungarn), 1974 (Niederlande oder Polen) und auch 1982 (Brasilien) z. B. der Fall.
Bei einem Turnier muss man sich die Kraft einteilen, außerdem kommen oft auch Schiedsrichterentscheidungen zu Gunsten des austragenden Landes hinzu. Schließlich muss es sich ja irgendwie lohnen, ein Turnier auszurichten.
Bei dem Spiel Deutschland - Polen 1974 muss es Spekulation bleiben, wie es bei regulären Bedingungen ausgegangen wäre. Es spricht Einiges dafür, dass Polen bei trockenem Boden gewonnen hätte. Zu überragend war dieses Team.
Das Gleiche gilt aber auch für die Niederlande im Endspiel: Spielerisch den Deutschen überlegen, vielleicht etwas überheblich, aber Deutschland hatte wie fast immer treudeutsche Tugenden wie Kampfkraft entgegen zu setzen.
Rein spielerisch wäre aber das Traumendspiel 1974 Niederlande - Polen gewesen. Das würde jeder Fußballfachmann bestätigen.
Es war definitiv ein Gruppenspiel. Die etwas unglückliche Sache mit den 2 Gruppenphasen ohne K.O. Runde wurde glaub ich erst `74 eingeführt, aber auf jeden Fall dann nach `78 wieder abgeschafft.
Dieses "bei gutem Wetter hätten aber die anderen gewonnen" ist hier natürlich genauso Spekulation wie `54. Man wird es nie erfahren...