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Nationales Intranet: Iran will sich vom Internet abkoppeln

APDem Internet könne man nicht vertrauen, sagt der Iranische Minister für Telekommunikation und kündigt an, alle staatlichen Stellen vom Netz trennen. Der Rest des Landes soll 2013 folgen und in ein nationales Intranet überführt werden, frei von westlichen Einflüssen und Nachrichten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...849270,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dem Internet könne man nicht vertrauen, sagt der Iranische Minister für Telekommunikation und kündigt an, alle staatlichen Stellen vom Netz trennen.
    Na, da wird sich doch sicher einer der hiesigen Foristen finden, der das auch für Deutschland fordert oder zumindest gut finden würde, nicht?
  2. #2

    So ist es doch schon fast

    bei uns auch. Google in Deutschland findet bestimmte Seiten nicht, Youtube-Videos können in meinem Land nicht abgespielt werden. Lange wird es nicht mehr dauern, dann wird das auch hier so eingeführt.
  3. #3

    Möglicherweise verständlich.

    Bedenkt man die Einkreisungstaktik, der der Iran ausgesetzt ist und nimmt vielleicht noch die Angriffe mittels des Internets hinzu (Stichwort Stuxnet), dann kann man die Vorsicht aus Sicht der Iraner verstehen. Wenn sie mit einem Intranet besser fahren, na gut. Übergänge ins Internet wird es aber immer geben und Lücken werden sich auch auftun.
  4. #4

    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    Bedenkt man die Einkreisungstaktik, der der Iran ausgesetzt ist und nimmt vielleicht noch die Angriffe mittels des Internets hinzu (Stichwort Stuxnet), dann kann man die Vorsicht aus Sicht der Iraner verstehen. Wenn sie mit einem Intranet besser fahren, na gut. Übergänge ins Internet wird es aber immer geben und Lücken werden sich auch auftun.
    Schon erstaunlich, dass jemand in einem deutschen Forum und in einem Land in dem man das Internet frei nutzen kann, die schäbigen Unterdrückungsmaßnahmen gegen das iranische Volk gutheißt. Noch dreister gehts nimmer.
  5. #5

    Die Perser und ihr Hoheitsrecht

    Die Folgen einer ständigen Anfeindung bleiben nicht aus. Sie werden verleumdet beschimpft und bedroht. Was bleibt den Persern übrig?
    Jedes Volk hat seinen Stolz, und mit Recht.
    Iran wird täglich bedroht, von Atommächten,voll ausgerüstet mit modernsten Waffen,nur weil sie nicht nach der westlichen Pfeife tanzen.
    Das Unheil, das der Westen im Orient anrichtet wird die Geschichte dieser Welt schwer belasten. Die Schuldigen sollten sich überlegen wieweit man den Bogen spannen darf,denn nur mit Kriegen wird es nie einen Frieden geben.
  6. #6

    Es ist verständlich, natürlich.

    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    Bedenkt man die Einkreisungstaktik, der der Iran ausgesetzt ist und nimmt vielleicht noch die Angriffe mittels des Internets hinzu (Stichwort Stuxnet), dann kann man die Vorsicht aus Sicht der Iraner verstehen. Wenn sie mit einem Intranet besser fahren, na gut. Übergänge ins Internet wird es aber immer geben und Lücken werden sich auch auftun.
    Da gab es mal ein Land in Europa, das ebenfalls genötigt wurde. Einen Weltkrieg zu entfesseln. Im Vorfeld gab es da Verständnis, wie heute für den IRAN.
  7. #7

    Konsequent

    Ist ja nur konsequent so wie sich Diktaturen immer gerne abschotten; von Nordkorea bis China wie auch in der ehemaligen DDR: Es herrscht immer Panik, dass das Volk ja tatsächlich mitbekommt, wie es sich so in anderen Ländern lebt. Dann könnte es ja anfangen nachzudenken und Forderungen zu stellen.
    Da lebe ich lieber in einer Demokratie wie hier (Ich höre schon den Aufschrei!!) wo ich mir Informationen übers Internet oder sonstwie besorgen kann, wie ICH will; gehen kann wann ICH will, für eine politische Meinung vielleicht keine Beliebtheitspunkte bei jedem sammele, aber wenigstens nicht ins Gefängnis geworfen oder gar umgebracht dafür werde.
  8. #8

    Zäsur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dem Internet könne man nicht vertrauen, sagt der Iranische Minister für Telekommunikation und kündigt an, alle staatlichen Stellen vom Netz trennen. Der Rest des Landes soll 2013 folgen und in ein nationales Intranet überführt werden, frei von westlichen Einflüssen und Nachrichten.

    Iran schaltet Internet ab und startet eigenes Intranet - SPIEGEL ONLINE
    Im Nachhinein wird man feststellen, dass sich der Iran mit diesem Schritt vom weltweiten Fortschritt der Informationsgesellschaften abgekoppelt und eine gesellschaftliche Stagnation eingeleitet hat. Radikale Kurzschlusshandlungen haben bisher noch immer in die Sackgasse geführt, so wird es auch mit dieser sein.

    Wenn ich Iraner wäre, würde ich anfangen meine Sachen zu packen und versuchen, woanders eine Perspektive zu suchen.
  9. #9

    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    vielleicht noch die Angriffe mittels des Internets hinzu (Stichwort Stuxnet)
    Entgegen dem Namen ist das Internet nicht der Hauptverbreitungsweg für Stuxnet, gerade deshalb, weil Iranische Uraniumzentrifugen sowie Entwicklungs- und Steuer-PCs dort üblicherweise keine direkte Internetanbindung haben.

    Zitat von schnitti23 Beitrag anzeigen
    dann kann man die Vorsicht aus Sicht der Iraner verstehen. Wenn sie mit einem Intranet besser fahren, na gut. Übergänge ins Internet wird es aber immer geben und Lücken werden sich auch auftun.
    Klar ist ja wohl, dass man hier lediglich die eigene Bevölkerung weiter unterdrücken will, und das tut man, indem man freie Kommunikation und Berichterstattung verhindert. Alles andere, vor allem "Unsicherheiten des Internets" und ähnliche Propaganda sind Hirnfürze.








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