Unfruchtbarkeit, Umweltgifte, das sind Probleme unserer Zivilisation. Das sind nicht die Probleme einer Menschheit nach einer großen Katastrophe. Oder einer allmählichen Rückentwicklung der Bevölkerung.
Um mein Argument nochmal zu erläutern, so dass Sie's auch verstehen: Gegeben sei eine Restgruppe von Menschen, ein paar Millionen auf der ganzen Welt. Keine Zivilisation, keine Technik. Keine Umweltgifte, keine Nahrung aus der Fabrik, sondern leben, von dem was man selbst gepflanzt, gesammelt oder erjagt hat. Keine Pille, kein Kondom. Mittlere Lebenserwartung 50 Jahre. Man lebt in kleinen Dorfgemeinschaften und kämpft dem Boden eine karge Ernte ab, jagt ansonsten Wild oder sammelt Insekten. Manche Gruppen sterben komplett, weil ihnen die Nahrung im harten Winter ausgeht, aber das es solche Gruppen in der ganzen Welt gibt, bleiben stets genug übrig.
Da werden die Familien, die noch fruchtbar sind, sehr schnell die unfruchtbaren überleben, ihre Gene weitergeben und das Problem hat sich erledigt. Zum Aussterben müssten schon alle auf einmal unfruchtbar werden. Das passiert aber nicht, jedes Genom ist anders, und es gibt immer ein paar Varianten, die Resistenzen entwickeln. Es gibt ja auch Menschen, die gegen Aids immun sind. Und ohne Industrie lösen sich die meisten Gifte auch nach ein paar Generation auf, abgesehen von radioaktivem Material, das lokal wirkt.
Wer mir als Atheisten Kumpanei mit dem Papst nachsagt und mir unterstellt, ich sei ein Gegner von Verhütung, der hat mir komplett nicht zugehört.

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