Nasa-Chef Bolden: "Die USA müssen nicht immer der Anführer sein"

dapdDie Nasa will Menschen zu einem Asteroiden und zum Mars schicken - doch ihr fehlen dafür die Mittel. Behördenchef Charlie Bolden baut jetzt auf Hilfe von Außen: Bei einem Besuch in Deutschland wirbt er um das Engagement von Unternehmern und internationalen Partnern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...831423,00.html
  1. #10

    Naja, nicht ganz

    Zitat von d_grat Beitrag anzeigen
    Ich finde es eigentlich beeindruckend, dass der einzige Grund, der von einer Kolonisierung unserer näheren Umgebung im All abhält, das liebe Geld ist.
    Naja nicht ganz, die zivile Raumfahrt darf leider auch nicht beliebig atomare Antriebssysteme nutzen, aus politischen Gründen!
    Aber ohne nukleare Puls oder Schubtriebwerke kann man längere Strecken bis zum Jupiter nicht bewältigen. Einige Wochen Flugzeit werden so schnell zu Jahren mit chemischen Antrieben ):
    Da können sich Investoren finden ohne Ende, aber kein Privatunternehmen kommt an waffentaugliches Uran.
    Selbst wenn das Geld da wäre, würde es an den Fakten nichts ändern: Der Mars ist, wie alle übrigen Himmelskörper unseres Sonnensystems, ein unbewohnbarer Planet und wird das auch bleiben. Kein Magnetfeld und zu geringe Schwerkraft heisst: Keine Atmosphäre. Und wenn man eine erzeugen könnte, würde sie vom Sonnenwind ins Weltall befördert. Wie es der ursprünglichen Marsatmosphäre auch passiert ist. Und deshalb pulverisiert die ungefilterte Sonnenstrahlung alles, was man dort hinaufschafft. Das überlebt keine einzige Pflanze und kein Tier. Die ganzen US-Dokus über Kolonialisierung streuen nur Sand in die Augen der ahnungslosen Politiker, damit diese Gelder bewilligen. Ich hoffe nur, daß Deutschland nicht auch noch in dieses Unsinnsprojekt investiert. Bemannte Missionen auf Himmelskörper in unserem Sonnensystem haben keinerlei Nutzen und sind völlig sinnlos.
  2. #11

    Für mich ist der Zusammenbruch der westlichen Raumfahrt symptomatisch für den Anfang vom Ende des westlich kapitalistischen Wirtschaftssystems. Andere Symptome sind der z.B. die Rückläufigen Subventionen für kulturelle Einrichtungen.
    Unser Geld wird mehr und mehr nur noch zum Tilgen fiktiver Schulden bei Banken (also deren Eigentümern um genau zu sein) verwendet, da bleibt einfach kein finanzieller Spielraum mehr für Forschung (inkl. Raumfahrt), Kultur, Bildung, bessere Lebensbedingungen der Masse etc.
  3. #12

    Lieber intelligente Roboter entwickeln

    Allenfalls ist eine kleine menschliche Mondbasis in ca. 20 Jahren sinnvoll aber was sollen die Menschen jetzt schon auf dem Mars? Das ist viel zu teuer und gefährlich, ein Prestigeprojekt, das überhaupt nix bringt.

    Der Mars muss zuerst von Robotern besucht werden, Roboter müssen eine bewohnbare Marsstation aufbauen und dann erst können den Menschen kommen. Roboter können die Reise über abgeschaltet sein und man kann sie auf dem Mars lassen, Rückreise unnötig. Das aber bedeutet, dass man erstmal Roboter entwickeln muss, die das tun können.

    Intelligente Supercomputer und Roboter sind die nächste und alles entscheidende technische Revolution - dagegen ist jeder Dollar für die bemannte Raumfahrt (derzeit) pure Verschwendung. (alles imho)
  4. #13

    Zitat von umegubbe Beitrag anzeigen
    "Ich erwarte eine ISS 2, ISS 3 oder ISS 4."
    Aha! Die ISS hat nur 100 Milliarden gekostet, da kann man nachlegen, weil andere Probleme haben wir ja nicht. Bemannte Raumfahrt ist noch unnützer als ein Kropf. Und mit Wissenschaft hat das gar nix zu tun, ein reines Vehikel um der unproduktiven Raumfahrtindustrie Milliarden zuzuschanzen.
    Natürlich hat die ISS wenig mit Wissenschaft zu tun. Das ist aber auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist der -und das weiß ich aus eigener Erfahrung- das der Typ, der die Dialysemaschine entworfen hat, die ihnen irgend wann einmal 20 Lebensjahre schenken wird, mit dem Ziel an die Uni gegangen ist, Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. Der Punkt heißt Inspiration. Und genau die liefert die bemannte Raumfahrt.
  5. #14

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Selbst wenn das Geld da wäre, würde es an den Fakten nichts ändern: Der Mars ist, wie alle übrigen Himmelskörper unseres Sonnensystems, ein unbewohnbarer Planet und wird das auch bleiben. Kein Magnetfeld und zu geringe Schwerkraft heisst: Keine Atmosphäre. Und wenn man eine erzeugen könnte, würde sie vom Sonnenwind ins Weltall befördert. Wie es der ursprünglichen Marsatmosphäre auch passiert ist. Und deshalb pulverisiert die ungefilterte Sonnenstrahlung alles, was man dort hinaufschafft. Das überlebt keine einzige Pflanze und kein Tier. Die ganzen US-Dokus über Kolonialisierung streuen nur Sand in die Augen der ahnungslosen Politiker, damit diese Gelder bewilligen. Ich hoffe nur, daß Deutschland nicht auch noch in dieses Unsinnsprojekt investiert. Bemannte Missionen auf Himmelskörper in unserem Sonnensystem haben keinerlei Nutzen und sind völlig sinnlos.
    Man muss ja keinen Ackerbau betreiben, aber Bergbau wäre durchaus denkbar auch auf dem Mond.
  6. #15

    ....

    Zitat von Treeman Beitrag anzeigen
    Natürlich hat die ISS wenig mit Wissenschaft zu tun. Das ist aber auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist der -und das weiß ich aus eigener Erfahrung- das der Typ, der die Dialysemaschine entworfen hat, die ihnen irgend wann einmal 20 Lebensjahre schenken wird, mit dem Ziel an die Uni gegangen ist, Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. Der Punkt heißt Inspiration. Und genau die liefert die bemannte Raumfahrt.
    Stimmt, Inspiration ist ein gewichtiger Punkt.
    Er kann schon im frühen Jugendalter motivieren.
    Aber Machbarkeit und Kosten sollten auch nicht aus
    den Augen verloren werden.
  7. #16

    Der kalte Krieg ist vorbei und ..

    damit die bemannte Raumfahrt, wie wir sie kennen.

    Der Wettlauf zum Mond

    Leider wurde die bemannte Raumfahrt durch das Rennen zum Mond ein reines Propaganda-Unternehmen.

    Wir haben keine Schwerlastraketen um grosse Module, zu geringen Kosten in einen Orbit zu bringen (Big dumb boosters).

    Wir trauen uns nicht nukleare Antriebe zu entwickeln.

    Und so sitzen wir fest. Es wird keine industrielle Nutzng des Weltraums geben und keine bemannten interplanetaren Missionen.

    Gruss
    Varesino
  8. #17

    Nichts ist neu hier

    Nichts ist neu hier, dass sicher ist. Man versucht hier, uns für eine öffentlich / private Partnerschaft zur Vorbereiten.
  9. #18

    Natürlich wäre es cool mit Warp 9.5 da oben herumzubrausen. Leider verlangt unsere biologische Herkunft extrem aufwendige Lebenserhaltungssysteme, die unser Planet so wunderbar zur Verfügung stellt. Im Weltraum muss die Lebenserhaltung durch technische Massnahmen gewährleistet werden. Das macht Langzeitmissionen extrem teuer im Vergleich zu Robotersonden.
    Weshalb also viel zusätzliches Geld investieren, nur damit die Mars-Fotos von Menschen geknipst werden anstatt von automatischen Kameras?
  10. #19

    Privatwirtschaft

    Hochfliegende Plaene aber kein Geld (USA). Nun hofft man auf die Privatwirtschaft. Meines Wissens investiert die Privatwirtschaft da wo was rauszuholen ist, sprich PROFIT. Ich wundere mich schon laenger wie hoch der Profit der NASA denn bis heute war. Kann mir das jemand sagen? Und wie hoch sind denn die Profiterwartungen, und durch was entstehen diese Profite, der Privatwirtschaft (falls sie investieren)