Zitat von
paddy58
hier gepostet wird. Hier geht es doch darum, dass mit in Deutschland produzierten Medikamenten in den USA Menschen getötet werden. Deutschland ist ein demokratisches Land in dem die Todesstrafe nicht praktiziert wird. (Bitte jetzt keine Diskussion über pro und contra Todesstrafe, das ist hier nicht das Thema) Das Thema ist viel mehr: Darf sich Deutschland, bzw. Deutsche Firmen an der Durchführung der Todesstrafe beteiligen? Ein Leichtes wäre dass zu verhindern. Das Problem besteht in den USA seit das Mittel Thiopental nicht mehr zur Verfügung steht. Es war längere Zeit eines der Mittel mit denen die "Lethal Injection" durchgeführt wurde. "Am 16. Dezember 2011 trat eine EU-weite, einheitliche Ausfuhrgenehmigungspflicht für Thiopental und alle weiteren kurz- und mittelfristig wirkenden Barbitursäuren in Kraft. Seit dem ist eine Ausfuhr von Thiopental-Natrium aus der EU nur noch mit einer Sondergenehmigung möglich". Sogar amerikanische Unternehmen haben die Verwendung ihrer Produkte zu Durchführung der Todesstrafe verhindert. "Auch der US-amerikanische Hersteller Hospira stellt Thiopental nicht mehr für Hinrichtungen zur Verfügung; Produktion und Vertrieb wurden im Januar 2011 eingestellt." Das Nachfolgemedikament war Pentobarbital. Hier hat auch der Hersteller dafür gesorgt, dass das Medikament nicht zur Durchführung der Todesstrafe genutzt wird. "Lundbeck, der dänische Hersteller von Pentobarbital, das mehrfach für Hinrichtungen verwendet worden ist, ging dazu über, eine Endverbraucherklausel einzubauen, die eine Verwendung für Exekutionen ausschließt. Sollte Fresenius nicht auch dazu bereit sein, könnte Deutschland in Kürze direkt in die Anwendung der Todesstrafe in den USA verwickelt sein." Weder Deutschland, noch die EU sollten sich zu Handlangern der US - Amerikanischen Behörden machen. Bei den hier benötigten Mengen sollten die Firmen auch den finanziellen Verlust verschmerzen.