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Namens-Überraschung: Gestatten, Marx Planck

Aufregender Fund im Kieler Kirchenarchiv: Max Planck, einer von Deutschlands berühmtesten Physikern, hieß offiziell gar nicht Max, sondern Marx Planck. Was nach einem späten Aprilscherz klingt, haben Historiker jetzt bestätigt. Gibt es bald Marx-Planck-Institute?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...549404,00.html
  1. #1

    Frage

    Was mich doch interessieren würde:
    Max Planck hat doch nicht mit seinem echten Vornamen unterschrieben, sich nicht mit seinem echten Vornamen vorgestellt, sondern mit "Max". Warum? Warum nicht mit "Marx"? Das muß doch einen Grund gehabt haben.

    Mochte er "Marx" einfach nicht - oder hatte er etwa von dem bösen Karl Marx gehört? Seltsam.
  2. #2

    Es stellt sich die Frage

    Es stellt sich die Frage wie Ma_x Planck von seinen Eltern genannt wurde und Ma_x Planck selbst immer unterschrieben hat oder ob sich bei dem Eintrag in das Kirchenbuch ein Fehler eingeschlichen hat.
  3. #3

    Max Planck

    Hallo,
    ich werde mal den Artikel an unser Rathaus weiterleiten. Schließlich wohne ich in der Max - Planck - Straße. Und davon dürfte es eine Menge geben. Aber uch jetzt schon haben einige Menschen Probleme mit der Schreibweise. Ab und zu bekomme ich Post in die Max - Plank - Straße.
  4. #4

    Marx oder Max

    Ist es nicht vollkommen gleichgültig, ob er Marx, Max, Markus, oder Maximus hiess?

    Bekannt ist er unter "Max Planck", diesen Namen trug er, damit unterschrieb er, und mit diesem Namen ist er gestorben.
  5. #5

    Marx Planck - Max Blanck ?

    Jedem nur halbwegs erfahrenen Familienforscher ist die ständig wechselnde Schreibweise von Vor- und Familiennamen vor der Zeit der Standesämter in Deutschland (Je nach Region um 1870-1875) bekannt. Insofern handelt es sich hier um „Viel Lärm um Nichts“.

    Bei Personen, die vor der „Standesamtzeit“ geboren und danach noch gelebt haben, zählen einzig hinsichtlich der Schreibweise die später gefertigten amtlichen Urkunden anlässlich Heirat, Tod etc. Auch im Falle von Max Planck gilt als korrekte Schreibweise die, die in seinem ersten „amtlichen“ Dokument, wahrscheinlich seine Heiratsurkunde, aufgeführt ist.

    Vor Einführung des staatlichen Meldewesens im heutigen Deutschland wurde Taufe, Trauung und Beerdigungen einzig in den Kirchenbüchern dokumentiert (Ausnahme Zivilstandsregister in der recht kurzen „napoleonischen“ Zeit“). Da es im heutigen Sinne keine Ausweise und/oder Urkunden gab, sondern lediglich den eigentlichen Eintrag im Kirchenbuch, kam es mehr als häufig zu unterschiedlichen Schreibweisen von Vor- und Zunamen. Schließlich konnte der Anmeldende, bei einer Taufe meist der Vater oder ein Pate, dem Pastor oder dem Kirchenbuchführer kein Dokument vorlegen, sondern die Namen des Täuflings nur vokal vortragen. Der Pastor schrieb dann die Namen so ein, wie er es gerade vokal aufnahm, meist nicht einmal im reinen „hochdeutsch“. Die Frage „Wie schreibt sich dass“ blieb immer aus. Wer konnte schon schreiben ? So ist es keine Seltenheit, das Vor- und auch Familiennamen einer Person ständig in der Schreibweise wechselten (Zum Beispiel Planck, Plank, Blank, Blanck).

    Fast jeder heute lebende Deutsche würde bei Nachforschungen mit größter Wahrscheinlichkeit feststellen, dass sich bei seinen agnatischen Vorfahren vor der Standesamtzeit, also etwa ab Urgroßvater rückwärts, die Schreibweise seines heutigen Familiennamens anders darstellt (Schmidt, Schmid, Schmied, Schmitt usw.) Niemand käme auf die daraus folgernde Idee, seinen heutigen Namen in frage zu stellen.

    Die Frage, warum im Falle eines "Promis" ein derartig normaler Vorgang nur derartig jounalistisch aufgebläht wird, möge jeder für sich beantworten.
  6. #6

    Vorläufer von Sütterlin?

    Wieso sollte man dem 1858 geborenen Plank den Vornamen Marx gegeben haben? Das "Kapital" ist erst 1868 herausgekommen. Und die Bürokratie (deutsch!) hätte sowieso verhindert, dass ein Nachname eines damals unbekannten Schriftstellers als Vorname eingetragen wird.

    Es könnte eher sein, dass der Registerschreiber miserabel geschrieben hat. Vielleicht hat er auch die Sütterlin-Schrift vorweggenommen, die allerdings erst 1915 offiziell in deutschen Schule gelehrt wurde. Das, was das x von Max werden sollte, ähnelt sehr dem Sütterlinschen x. Googeln Sie mal. Das d des Schreibers in "Ludwig" ist jedenfalls eindeutig das Sütterlinsche d, und nicht das lateinische.

    Auf jeden Fall hat M. Planck die Welt mehr verändert, vor allem zum Positiven, als Karl Marx und seine selbsternannten Schüler.
  7. #7

    zum Thema schreiben...

    Zitat von RJFreytag Beitrag anzeigen
    Wer konnte schon schreiben ?
    Ein Blick ins Lexikon hätte gereicht, um zu erfahren, dass Urgroßvater und Großvater von M.Planck Professoren für Theologie waren, sein Vater war Juraprofessor. Ich denke mal die konnten durchaus schreiben, wie auch viele andere Deutsche mitte des 19.Jahrhunderts.
  8. #8

    Karl Marx?

    Zitat von carlosowas Beitrag anzeigen
    Wieso sollte man dem 1858 geborenen Plank den Vornamen Marx gegeben haben? Das "Kapital" ist erst 1868 herausgekommen. Und die Bürokratie (deutsch!) hätte sowieso verhindert, dass ein Nachname eines damals unbekannten Schriftstellers als Vorname eingetragen wird.
    ...
    Auf jeden Fall hat M. Planck die Welt mehr verändert, vor allem zum Positiven, als Karl Marx und seine selbsternannten Schüler.
    Auch kein besonders sinnvoller Beitrag. Aus dem Artikel ist doch eindeutig hervorgegangen, dass es sich bei dem Namen "Marx" eben schon um einen Vornamen handelte. Und Karl Marx hat mit der ganzen Sache eh überhaupt nichts zu tun...
  9. #9

    fehlendes r durch Quantenmechanik erklärbar

    Welch Entdeckung!

    Die Tatsache, daß Max Plancks verlorengegangenes 'r' erst jetzt wieder unseren Ereignishorizont betreten hat, läßt vermuten, daß es bisher nur außerhalb des uns Bekannten, jenseits des Schwarzschild-Radius (Variable r) vorhanden war.
    Eine endgültige Antwort werden wir wohl erst bei Erreichen der zentralen Singularität erhalten!

    Dr. Kicher








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