Nahost-Reisender Joachim Gauck: Präsident Pudelwohl

dapdDer neue Bundespräsident setzt erste eigene Akzente. In einem langen Interview distanziert sich Joachim Gauck von seinem Vorgänger Wulff, zugleich absolviert er einen erfolgreichen Besuch im Nahen Osten. Es wird deutlich: Gauck ist im neuen Amt angekommen - und er hat noch viel vor.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836265,00.html
  1. #1

    Die richtige Wahl ...

    Ich lese gerade diesen Artikel und denke: Ja! Toll das es die Irrungen und Wirrungen des Schicksals doch ergeben haben, das Joachim Gauck unser Land als Präsident repräsentieren kann. Er ist unser Mr. Right.
  2. #2

    Hut ab - so wie Joachim Gauck stelle ich mir einen echten Präsidenten vor, der die Bedeutung und Würde des Amtes mit seiner Persönlichkeit ausfüllt und auch unbequeme Dinge ausspricht.

    Umso grösser und peinlicher wird der Unterschied zu seinem Vorgänger, dem "Bundes-Schnäppchenjäger", der monatelang nur mit der Rechtfertigung seiner eigenen Dummheiten befasst war.
  3. #3

    Ganz ohne Ruck, aber mit Substanz

    Was Gauck sagt, das kommt an. Er benötigt keine Ruckreden, um von Politik abzulenken. Er macht in Bezug auf die Grundfragen unserer Republik selbst Politik. Er füllt damit ein Vakuum, das Frau Merkel erzeugt hat. Gut so.
  4. #4

    Hauptsache Pudelwohl

    Na dann ist ja alles bestens. Gauck fühlt sich wohl wie ein Pudel, und die Mainstream-Medien die ihn in das Amt gelobt haben, fühlen sich ebenso. Mit vorhersehbaren Textbausteinen einem Auftreten mindestens so würdig und sympathisch wie Kapitän Petersen dem allzeit bereiten Quentchen Gauck'scher Rührung, lässt sich aber auch jede Aufgabe glänzend absolvieren. Und somit kann man immer wieder den Beweis führen wie legitim und klug doch diese Wahl war.
    Die kleinen Abweichungen, hier ein bisschen oberlehrerhafte Korrektur an Merkel, dort ein bisschen Zurückstutzen des Islam, da scheint dann mal die Person Gauck durch. "Christches Mitgefühl" hat diese auch nach eigener Aussage, wie honorig. So groß bei der Abschiedsfeier von Wulff aufzutauchen war sie wohl nicht, aber alsl BuPrä muss man halt alles fein dosieren.
    Auch all dies ist aber alles vorhersehbar wenn man ihn ein bisschen kennt. Und somit kann sich die breite bürgerliche Mitte behaglich auf die vielen schönen Jahre mit ihm einrichten, wie Pudel in ihrem kuscheligen Körbchen. Für manche mag all das aber einen leichten Duft nach feuchtem Hundehaar haben. Oder ist das überempfindlich?
  5. #5

    Erfolgreich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der neue Bundespräsident setzt erste eigene Akzente. In einem langen Interview distanziert sich Joachim Gauck von seinem Vorgänger Wulff, zugleich absolviert er einen erfolgreichen Besuch im Nahen Osten. Es wird deutlich: Gauck ist im neuen Amt angekommen - und er hat noch viel vor.

    Bundespräsident Gauck besucht nach Israel die Palästinensergebiete - SPIEGEL ONLINE
    Was bitte ist bei dem Besuch von Gauck als "erfolgreich" zu bezeichnen? Butterweiche Aussagen, um ja nicht anzuecken. Den Präsidenten eines 80 Millionenvolkes stelle ich mir etwas deutlicher und weniger anbiedernd vor.
  6. #6

    Right or Wrong

    Zitat von all-fx Beitrag anzeigen
    Ich lese gerade diesen Artikel und denke: Ja! Toll das es die Irrungen und Wirrungen des Schicksals doch ergeben haben, das Joachim Gauck unser Land als Präsident repräsentieren kann. Er ist unser Mr. Right.
    Our President.
    Wir gingen davon aus, dass er ein "unbequemer" Präsident sein würde, nu schön, nun ist er es.
    Bin froh, dass wir ihn endlich haben.
  7. #7

    Ich hoffe, Gauck ist jetzt weniger irritiert

    über die Kritik seiner Deutschen Landsleute an Israel. Besonders dankbar wäre ich ihm, wenn er die Merkelsche Staatsräson ablehnt.
  8. #8

    Zitat von ernstjüngerfan Beitrag anzeigen
    Was bitte ist bei dem Besuch von Gauck als "erfolgreich" zu bezeichnen? Butterweiche Aussagen, um ja nicht anzuecken. Den Präsidenten eines 80 Millionenvolkes stelle ich mir etwas deutlicher und weniger anbiedernd vor.
    genauso ist es.
    nichts als wachsweiche, substanzlose aussagen.
    wenn eine milliadärin namens timoschenko rechtskräftig verurteilt wird (wegen veruntreuung und vorteilsnahme etc.) dann holt man die menschenrechte ausm ärmel, was aber ist mit den menschenrechten der palästinenser???? von einem buprä, der den begriff der (wie auch immer definierten) freiheit wie eine monstranz vor sich herträgt muss man entpsrechend präzise aussagen hierzu erwarten dürfen.
  9. #9

    Stammtisch? Nein Danke!

    Zitat von ernstjüngerfan Beitrag anzeigen
    Was bitte ist bei dem Besuch von Gauck als "erfolgreich" zu bezeichnen? Butterweiche Aussagen, um ja nicht anzuecken. Den Präsidenten eines 80 Millionenvolkes stelle ich mir etwas deutlicher und weniger anbiedernd vor.
    Wenn einer deutlich und kantig ist, dann Herr Gauck. Gerade er muss dabei natürlich die diplomatischen Gepflogenheiten berücksichtigen, gerade als BP eines 80-Mio-Volkes. Er ist ja schließlich nicht Vorstand des Kaninchenzüchterstammtisches, oder?