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Nahost-Reisender Joachim Gauck: Präsident Pudelwohl

dapdDer neue Bundespräsident setzt erste eigene Akzente. In einem langen Interview distanziert sich Joachim Gauck von seinem Vorgänger Wulff, zugleich absolviert er einen erfolgreichen Besuch im Nahen Osten. Es wird deutlich: Gauck ist im neuen Amt angekommen - und er hat noch viel vor.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836265,00.html
  1. #20

    Distanzierung?

    Eine Distanzierung zu der Aussage Wulffs vermag ich nicht zu erkennen - eher Wortklauberei, um einen Unterschied zu konstruieren, nur damit mit Gauck alles viel besser sei. Wulff hatte in seiner Rede kein "Diktum" vorgebracht, sondern eine längere Zustandsbeschreibung abgegeben, an deren Ende dann der viel zitierte Satz stand.
  2. #21

    Poitive Kommentare

    Zitat von unabhängig Beitrag anzeigen
    so schön, wieder Stolz sein zu koennen..... auf diesen Präsidenten.
    Ich habe jetzt einfach mal Ihren Kommentar genommen, um meine Überraschung über eine weitgehend positive Kommentierung über Gauck hier im Forum auszusprechen. Das erlebt man hier im Spon Forum echt selten.
  3. #22

    Der Islam gehört zu Deutschland

    Zitat von Roßtäuscher Beitrag anzeigen
    Auch der feine Unterschied von Joachim Gauck gefällt, nicht der Islam gehört zu Deutschland, wohl eher, wie er richtig feststellt, die Moslems die in Deutschland leben, gehören hierher. Man sieht den deutlichen Unterschied zu den Flausen von Wulff.
    Auch wenn es den Rechten im Land nicht gefällt - der Islam gehört zu Deutschland.
    Entweder verändert Deutschland (und Europa) den Islam oder der Islam verändert Deutschland. Man kann die Wirklichkeit nicht negieren.
    In Deutschland werden inzwischen mehr Moscheen gebaut als Kirchen!
  4. #23

    Zitat von Rufuz Beitrag anzeigen
    Politisch nicht Stellung zu beziehen nennt man also "sicheres und diplomatisch hervorragendes Auftreten". Na wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt.
    es kann nicht in unserem Sinne sein, einen Bundespräsidenten zu haben, der international aneckt. Seien wir froh, dass Herr Gauck im Ausland die richtigen Worte fand.
    Übrigens: Wenn der Islam nicht zu Deutschland gehört, gehört dann das Christentum zu Deutschland? Ist das mehrheitsabhängig?
    was weder Herr Wulff noch der Pastor Herr Gauck verstanden haben: weder die eine noch die andere Religion "gehört zu Deutschland".
    Sondern: die Religionsfreiheit gehört zu Deutschland.
    Und, nein, ob etwas zu Deutschland oder Europa gehört läßt sich nicht an der Geschichte festmachen. Es zählt das hier und heute.
    Es zählt allein, dass die Mehrheit der Deutschen in Frieden und Freiheit leben wollen. Und nicht in einem Gottesstaat.
  5. #24

    Im Regen....

    Wie im Regen stehend sah unserer Präsident nach dem Gespräch mit Herrn Netanjahu aus, was er auch durch seinen blumenreichen Kommentar dazu nicht überdecken konnte. Weltweit wird der israelische Siedlungsbau und die Jerusalemfrage als erstes Hindernis für einen Frieden mit den Palestinensern gesehen. Das wischt Herr Netanjahu kurzerhand vom Tisch und setzt davor die Anerkennung Israels durch die arabischen Staaten, in dem Wissen das dass von der anderen Seite niemals akzeptiert werden kann. Bemühungen um einen Ausgleich/Frieden sehen anders aus.
  6. #25

    Menschen

    Übrigens: Wenn der Islam nicht zu Deutschland gehört, gehört dann das Christentum zu Deutschland? Ist das mehrheitsabhängig?[/QUOTE]
    -------------------------------------------------------------------
    Die Menschen die bei uns leben gehören zu Deutschland und nicht die Religionen, sie sollten frei von allen Ländergrenzen sein.
    Menschen sollten als das angesehen werden was sie sind und nicht nach der Mitgliedschaft in einer Religion/Ideologie, oder Organisation betrachtet werden.
    HR
  7. #26

    Abstrus!

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Auch wenn es den Rechten im Land nicht gefällt - der Islam gehört zu Deutschland.
    Entweder verändert Deutschland (und Europa) den Islam oder der Islam verändert Deutschland. Man kann die Wirklichkeit nicht negieren.
    In Deutschland werden inzwischen mehr Moscheen gebaut als Kirchen!
    Wieso sollte der Islam zu Deutschland gehören, wenn schon dieses massivst verlogene Christentum, das auf einer Auferstehungslüge basiert und heute gar nicht existieren würde, wenn sich nicht äußerst fragwürdige römische Kaiser, wie Konstantin im 4. Jahrhundert, zum persönlichen Vorteil dieser Religion angenommen hätte, kaum wohl ernsthaft zu "Deutschland" gehören kann!

    Ich habe keinerlei Probleme, wenn Menschen Kirchen oder Moscheen oder was auch immer bauen, wieso denn eigentich auch?, solange damit nicht Einfluss auf "weltliche" Themen und Politik genommen wird.
  8. #27

    Uff.... endlich !

    Endlich wieder eine starke Persönlichkeit an der Spitze des Staates.
    Für einen Staatsbesuch - und insbesondere den Besuch eines deutschen Präsidenten in Israel waren seine Worte perfekte Diplomatie, aber auch fühlbare und authentische Empathie und auf der Basis von Geschichtsbewußtsein.

    Nur jemand mit der Wortgewalt Gaucks kann so an die Grenzen gehen, die klare Kritik an der israelischen Aussenpolitik von einem polarisierenden Affront trennt.
    Wer intelligent ist in Israel wird die mit rhetorischer Eleganz vorgetragene Kritik deutlich vesratnden haben. Ausserdem wird sich die zunehmende Zahl der auf echten Frieden mit den Palästinensern hoffenden modernen Israelis verstanden und motiviert fühlen, sich von den religiösen Fanatiker in Israel nicht unterkriegen zu lassen.

    Was für ein Präsident!

    Die Korrigierenden Bemerkungen zur Staatsräson und zum Islam in Deutschland sind brilliant.

    Gauck ist nicht perfekt, aber er macht schon jetzt sehr, sehr viel annähernd perfekt.
    Hut ab!
    Wir könne endlich wieder stolz auf unseren Präsidenten sein.
    In Gaucks Schuhen würde Wulff nicht einmal an die Schnürsenkel herankommen, wenn er sich auf die Fußspitzen stellen würde.

    Ich hoffe, Wulff war der letzte fleischgewordene Betriebsunfall im Schloß Bellevue für die nächsten 50 Jahre.
    Und ich hoffe ausserdem, daß die Politiker nun verstehen, daß wir herausragende Persönlichkeiten an der Spitze des States brauchen und keine arme Wichte.....
  9. #28

    Was soll'n das ...

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Auch wenn es den Rechten im Land nicht gefällt - der Islam gehört zu Deutschland.
    Entweder verändert Deutschland (und Europa) den Islam oder der Islam verändert Deutschland. Man kann die Wirklichkeit nicht negieren.
    In Deutschland werden inzwischen mehr Moscheen gebaut als Kirchen!
    ... was hat eine Religion mit rechts oder links zun tun, vermutlich gibt's auf beiden Seiten genügend Anhänger die mit keiner Religion was "am Hut" haben.

    Und wenn Religionen (ich meine da alle Glaubensrichtungen!) anfangen Länder zu ändern, na dann Gute Nacht.

    Was man momentan so mitbekommt von den diversen Anhängern (nicht alle, ich weiß!!, reicht aus sich eine gesunde Skepsis zu bewahren.

    Religionen sind dann gut, wenn sich in den Menschen was zum positiven ändert, Länder brauchen sie nicht zu übernehmen. Das ergibt sich von allein.

    Natürlich darf der Islam oder die Kirche versuchen zu ändern, wen oder was sie wollen. Mich sollen sie bitte in Ruhe lassen, ich kümmere mich um mich selbst.
  10. #29

    Keine Kritik an Israel

    Zitat von Deep Thought Beitrag anzeigen
    Endlich wieder eine starke Persönlichkeit an der Spitze des Staates.
    Für einen Staatsbesuch - und insbesondere den Besuch eines deutschen Präsidenten in Israel waren seine Worte perfekte Diplomatie, aber auch fühlbare und authentische Empathie und auf der Basis von Geschichtsbewußtsein.

    Nur jemand mit der Wortgewalt Gaucks kann so an die Grenzen gehen, die klare Kritik an der israelischen Aussenpolitik von einem polarisierenden Affront trennt.
    ....
    Davon ist in Israel nichts zu lesen. Vielmehr zeigte BP Gauck sehr viel Verständnis für die Sorgen Israels gegenüber dem Iran. Und auch für Herrn Gauck ist die Anerkennung des Existenzrechts Israels Grundlage aller Verhandlungen.

    Peres warns of danger of Iranian, Syrian... JPost - International








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