Nahost-Konflikt: Israels verpasste Chance

Wohin treibt Israel? Die Freundschaft zur Türkei ist zerbrochen, die Chance auf einen Neuanfang mit den arabischen Nachbarn vertan. In einer sich wandelnden Umwelt fällt Israel keine passende Antwort ein. Für die Zukunft lässt das nichts Gutes erahnen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786383,00.html
  1. #1

    Israel wird sich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohin treibt Israel? Die Freundschaft zur Türkei ist zerbrochen, die Chance auf einen Neuanfang mit den arabischen Nachbarn vertan. In einer sich wandelnden Umwelt fällt Israel keine passende Antwort ein. Für die Zukunft lässt das nichts Gutes erahnen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786383,00.html
    nicht ändern. Aber die Israelis. Sicherlich wird es dem Staat schwerfallen sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und damit abzufinden, dass die schützende Hand Amerikas nicht mehr da ist. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Menschen in Israel einen gangbaren Weg finden.
  2. #2

    Die Einseitigkeit der Hetzte gegen Israel verschlägt mir fast die Sprache! Israel, Israel, Israel. Immer ist es Israel das Fehler macht, Schuld ist, sich nicht bewegen will.

    Über den Herrn Erdogan, der wieder und wieder Öl ins Feuer gießt hat Herr Augstein nur Gutes zu sagen. Das hohe Lied vom arabischen Aufbruch zu Freiheit und Demokratie wird auch gesungen.
    Erschütternd eindimensionale Propaganda!
  3. #3

    Bitte um Nachhilfe in Politik und Geschichte!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wohin treibt Israel? Die Freundschaft zur Türkei ist zerbrochen, die Chance auf einen Neuanfang mit den arabischen Nachbarn vertan. In einer sich wandelnden Umwelt fällt Israel keine passende Antwort ein. Für die Zukunft lässt das nichts Gutes erahnen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...786383,00.html
    Warum darf es als abgemacht gelten, dass der Antrag der Palästinenser - wie es heisst, unter der Führung der USA - abgelehnt werden wird? Wer folgt denen denn noch so alles? Klar, sind Länder wie Deutschland und Grossbritannien vielleicht wohlhabend oder einflussreich. Aber die vielen Monacos, Burundis und Papuas sind zahlreich. Will man die alle auf Linie bringen? Ich meinte neulich gelesen zu haben, es sei ja wohl klar, dass der Antrag durchkommen würde, eben weil die Befürworter so zahlreich sind. Oder geht es hier um den Unterschied zwischen Vollversammlung und Sicherheitsrat?
  4. #4

    Huch, was ist den hier los?

    Ich kann mich nicht erinnern, ein solch kritischen Artikel zur Politik Israels bei SPON gesehen zu haben.

    Aber fairerweise sollte man hinzufügen, dass es nicht nur an Israel liegt, "das" Palästinenserproblem zu lösen. Schließlich leben viele viele Palästinenser immer noch in Flüchtlingslagern irgendwo in der arabischen Welt; und das seit Jahrzehnten, als nützliches Faustpfand der jeweiligen Landesherren. Diese Menschen wurde immer wieder und wieder erzählt, dass sie irgendwann "nach Hause" gehen werden ... was schlicht und ergreifend nicht mehr möglich ist. Aber von der Alternative - nämlich die Integration in die jeweiligen "Gastgeber" will natürlich auch keiner etwas wissen.
  5. #5

    Perfekte Analyse - leider falsch

    Das Problem von Herrn augstein ist, dass er nicht einsehen will, dass in palästinensischer Sicht, bei Hamas, Muslim-Brüderschaft und weiteren radikaleren Gruppierungen in der islamischen Welt des Nahen und Mittleren Osten, Israel als Staat KEIN LEBENSRECHT hat....

    Das heisst, "Freundschaft" ist unmöglich.
  6. #6

    Natürlich...

    ...war die engstirnige Siedlungspolitik auf Druck der Hardliner und Hyperreligiösen nicht gerade weitblickend, und ja, es kam immer wieder zu Rechtsverletzungen.

    Andererseits überschätzt Augstein junior die Optionen Israels bei weitem. Ein kompletter Rückzug auf die Grenzen von 1967 wäre Israels Ende, da dann Tel Aviv, der Flughafen Ben Gurion, Jerusalem und die wichtigsten Verkehrsachsen dann alle kinderleicht angegriffen werden könnten.
    Das wäre ungefähr so, als hätte Polen 1939 zugestimmt, Landgebiete an Deutschland abzutreten, die bis auf 10 km an Warschau reichen würden.

    Die für beide Seiten ekligste Kröte wäre vermutlich ein Kompromiss, bei dem Israel einen TEIL der noch nicht unter palästinensischer Kontrolle stehenden Gebiete von Judäa/Samaria (Westjordanland) aufgibt, im Gegenzug aber auch einen Teil der 1967 als Antwort auf den gescheiterten Vernichtungskrieg eroberten Gebiete behält - als Schutzgürtel für das eigentliche Israel.

    Ich bin allerdings nicht optimistisch. Israel hat 2005 Gaza geräumt und wird seither von dort immer wieder angegriffen. Die Hamas hat die Ausrottung der Juden weiter im Programm (und wird daher von Rechts- und Linksextremen geschätzt - kotz!). In Jericho wurde nach dem Abzug erst einmal eine spätantike Synagoge niedergebrannt usw.
    Die Islamisten in Ägypten, der Türkei und weiteren islamischen Staaten werden außerdem auch weiter munter auf Israel eindreschen (vorerst nur verbal) um vom eklatanten Versagen ihrer Gesellschaften abzulenken.

    Massive Überbevölkerung (der Islam ist bei der Geburtenkontrolle NOCH rückschrittlicher als Il Pappa, und das will was heißen!) und Wassermangel werden die Region auch weiter aufheizen.

    Gesamtfazit: wie üblich ein sehr tendenziöser und verzerrender Artikel. Aber das sind wir vom Jakob ja gewohnt.
  7. #7

    Passt zur anderen Seite

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Die Einseitigkeit der Hetzte gegen ...
    Man hat hier und anderswo schon genügend Artikel gefunden, in die "Schuldigen" eindeutig auf der anderen Seite lagen.
    Das Problem ist aber: in meinen Augen schildert Herr Augstein doch eher die Fakten. Nämlich:
    1. Die arabische Welt verändert sich gerade
    2. Die israelische Politik ... verändert sich eben nicht.

    Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass die Israelische Regierung in den letzten Jahren irgendein anderes Mittel als Blockade und letztendlich Gewalt kannte, wenn es darum ging, in diesem Konflikt zu "punkten". Wo sind sie denn, die ehrlichen, praktikablen Vorschläge der israelischen Seite? IMO gibt es sie nicht. Und nichts weniger sagt Augstein hier auch.
  8. #8

    Israel und Palästinensische Gebiete sollten mittelfristig zur EU gehören

    Bei der Gestaltung der staatlichen und politischen Ordnung im Mittelmeerraum und im Nahen Osten kann Europa eine zentrale Perspektive einnehmen.
    Europa kann historisch, kulturell, politisch und geographisch auch im Nahen Osten und Mittelmeerraum gedacht werden.

    Deshalb sollte die Europäische Union Israel und den Palästinensischen Gebieten eine konkrete Beitrittsperspektive für die nächsten 10-15 Jahre in Aussicht stellen. Eine Aufhebung der Problemlage des Nahen Ostens auf eine europäische Ebene kann der Weg zu einer stabilen politischen Ordnung im Nahen Osten sein.

    Bei der Gelegenheit kann man auch daran erinnern, dass Europa, die Namensgeberin, eine phönizische Königstochter war, die aus Phönizien, das ist heute etwa Israel und die Palästinensischen Gebiete entführt wurde. In gewisser Weise würde mit einem Beitritt Israel und der Palästinensischen Gebiete Europa in ihre Heimat zurückkehren.

    http://thomasweber.blog.de/2011/09/1...fnen-11849757/
  9. #9

    die hoffnung stirbt zuletzt

    Zitat von ugt Beitrag anzeigen
    Israel wird sich nicht ändern.
    Aber die Israelis.
    Sicherlich wird es dem Staat schwerfallen, .....
    nämlich welchen?