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Nahost-Friedensprozess: Obama warnt Palästinenser vor Uno-Alleingang
US-Präsident Barack Obama hat die Palästinenser aufgerufen, sich nicht im Eigenregie um eine staatliche Anerkennung bei der Uno*zu bemühen. Ein solcher*Schritt im Streit mit Israel*wäre ein Fehler - stattdessen müssten beide Seiten zu "herzzerreißenden Kompromissen" bereit sein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...764938,00.html
- #1 25.05.2011 18:15 von
Verstehe Obamas Kurs nicht
Netanjahu hat nun wirklich oft genug demonstriert, was er von "herzzerreißenden Kompromissen" hält. Der Arroganz-Auftritt vor dem Kongress reiht sich ein die Liste seiner ständigen Unverschämtheiten.
Obama müsste sich entscheiden, ob er eine Einigung erzwingen will oder nicht. Wenn er eine Einigung will, müsste er aber mehr Druck machen. Dann dürfte er sich aber nicht das beste Druckmittel vorab selbst vom Tisch nehmen. - #2 25.05.2011 19:02 von
tolle Warnung
Obama steht intern unter Druck. Finde die Position der Palästinenser gut, um den Druck aufrecht zu erhalten.
- #3 25.05.2011 19:25 von
Israel-Palästina...
Bin Mal gespannt wo die Verhandlungen bis September stehen werden und ob der Israelische MP und Abbas zu "herzzerreißenden Kompromissen" bereit sein werden. Klar ist allerdings, daß die Palästinenser kein Land als Flickerlteppich akzeptieren werden, während für die Israelis die Anerkennung Israels vor allen Fragen kommt. Den notfalls Gang an die UNO sollen sich die Palästinenser unbedingt offenhalten, zumal dieser(auch wenn der Vergleich mit Südtirol hinkt) gegebenenfalls große Wirkung erzielen kann. Vor mehr als 50 Jahren wurde dieser Weg von Österreich gegenüber Italien beschritten um die Umsetzung des Pariser Vertrags durchzusetzen und um bisher erfolglosen Verhandlungen neuen Schub zu geben...
Südtirol
"Streit vor der UNO dauerte 32 Jahre
Am 31. Oktober 1960 wurde die Debatte über den politischen Status von Südtirol durch Bruno Kreisky vor der UNO auf die internationale Bühne gehievt. Damit wurde der Grundstein für das Autonomiepaket 1972 gelegt."
...
"Der Pariser Vertrag (Gruber/De Gasperi-Abkommen) von 1946 und die UNO-Resolution vom 31. Oktober 1960 bilden das Fundament für die Autonomie. Von der Internationalisierung des Südtirol-Problems 1960 bis zur Umsetzung des Pakets dauerte es noch einmal 32 Jahre. Erst am 11. Juni 1992 erfolgte die Streitbeilegung von Italien und Österreich vor der UNO."
...
"Heute gilt die Südtirol-Autonomie jedoch als Modell für den Minderheitenschutz."
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%...e-32-jahre.csp
Beide Seiten werden sich aufeinander zubewegen müssen und angesichts des "Arabischen Frühlings"(die ehemaligen "sicheren aber berechenbaren Feinde" sind weg) ergibt sich in NO vielleicht ein Zeitfenster für eine Neuordnung.
Viele Grüße aus Südtirol... - #4 25.05.2011 19:49 von
Israel...
Israel sollte auf den Wandel in der Arabischen Welt geschmeidig reagieren und ich erlaube mir zu sagen, daß es in der Israelischen Politik verglichen mit Netanjahu geeignetere Persönlichkeiten gibt. Israel hat bis jetzt mit Sorgenfalten auf den Arabischen Frühling geblickt, zumal die berechenbaren Feinde langsam aber sicher weggefallen. Mit Ägypten muß man zuerst einen neuen Dialog beginnen und was Syrien betrifft ist Alles noch in Schwebe. Der Frühling hat auch die Hamas in schwierigkeiten gebracht, da die Bevölkerung langsam erkennt, das deren Kompromißlosigkeit die Ausweglosigkeit der Menschen in Gazastreifen nicht beenden kann.
Israel hat allerdings auch einige schwere Fehler begangen...
Es war ein schwerer Fehler der Türkei im Falle Gazas an das Schienbein zu treten, denn sie werden neben den USA der wahre Schiedsrichter im NO, Syrien-Iran Knäuel sein. Selbst als Nachbar betroffen, werden sie in Syrien effektiv und politisch, aber nicht militärisch eingreifen. Wohlgemerkt; die Türkei hat Syrien schon einmal das Euphratwasser "abgedreht"; das ist effektiver als jeder strike und wird Assad schnell zur Raison bringen. Zum Iran selbst pflegt die Türkei ein ambivalentes Verhältnis(wirtschaftliche Verbindungen, aber gegenseitige Nichteinmischung in den Interessengebieten). Saudi Arabiens Herrscherhaus Saud sitzt nach den kleinen Unruhen im eigenen Land und dem "vorläufig gelösten" Aufstand in Bahrain wieder besser im Sattel. In SA hat man kein Problem mit Israel, aber mit dem Iran einen gemeinsamen Feind.
Auch als Muslime bleibt der Spalt zwischen persischen, arabischen und turanischen Völkern. Um den Iran mach' ich mir weniger Sorgen. Er weis, daß sollte er im für die USA strategisch extrem wichtigen Persischen Golf für Unruhe sorgen, er die states sofort auf den Plan ruft. Abgesehen davon wird der Frühling früher oder später auch nach Teheran kommen, zumal die Unzufriedenheit mit dem religiösen Regime immer weiter steigt.
Auf allen Seiten werden die Karten neu gemischt; ein günstiger Zeitpunkt um Lösungen und Kompromisse anzuscheiben...
Bin verhalten optimistisch...
Abbas hat mehr Stehvermögen als ich ihm anfangs zugetraut hatte. Welche Töne und konkreten Vorschläge werden aus Jerusalem kommen...?
Viele Grüße... - #5 25.05.2011 20:28 von
Südtiroler
wollte nur ein Dank für den Herren "glücklicher Südtiroler" aussprechen:: sehr sachliche analyse !!!
- #6 25.05.2011 20:38 von chefchen
- #7 25.05.2011 22:33 von
>
Ob das Sinn macht, von der UN die Legitimierung zur Gründung eines palästinensischen Staates einzufordern, mag bezweifelt werden, erst Recht in den "Grenzen" vor 1967.
Sinn würde es vielleicht ehr machen, die UN zu mehr Unterstützung im Kampf gegen terroristische Gruppen innerhalb der Autonomie-Gebiete zu erbitten. Mit den israelischen Vergeltungsmaßnahmen kann ja kein Palästinenser leben, vielleicht gehts dann ehr mit UN-Truppen. Das hat ja selbst Liebermann angeboten und gesagt, wenns der UN nicht passt, wie Israel mit dem Gaza-Streifen umspringt, sollen sie es selbst regeln. - #8 26.05.2011 03:24 von
Gleiches Recht für alle... oder auch nicht
Die Juden durften schon 1948 ihren Staat erklären, mit Billigung aller Supermächte. In einem Gebiet dass von mehreren Volksgruppen bewohnt ist und in dem die sie nicht mal die Mehrheit der Bevölkerung stellten.
Vier Kriege wurden darum geführt und brachten den Terrorismus hervor mit dem wir heute leben müssen und für den alle bezahlen. Entweder mit dem Leben wie am 11. September oder mit viel Geld um westlich kontrolliere Regime wie in Afghanistan zu halten.
Aber wenn die Palästinenser ihren Staat erklären wollen, wobei sie ja wohl sowohl im Gaza Streifen wie im Westjordanland die deutliche Mehrheit der Bevölkerung stellen dann geht das natürlich nicht.
Freiheit und Gleichberechtigung hat aller schön klingenden Worte zum Trotz eben keine Priorität vor politischen Interessen.
In dieser Tradition... geht die Geschichte weiter. - #9 26.05.2011 12:14 von
was in Deutschland nicht bekannt ist
sehr viele, wenn nicht sogar die Mehrheit, in den USA, empfinden Israel als "Pain in the a..".
Als Schwanz der mit dem Hund (USA) wedelt.
Wenn USA sich von Israel abwenden würde, wäre das schlecht für Israel, aber sehr gut für die USA.
Sie hätten auf einmal mehr Einfluss in derarabischen Welt, würden bessere Geschäft machen, weniger angegriffen werden etc.
Das wissen oder ahnen auch die meisten Amis.
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