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Nahkampfzone Straßenverkehr: Rad-Rambos blasen zur Auto-Hatz

Im Straßenverkehr kennt mancher Radfahrer kein Pardon - nun findet der Kleinkrieg auch im*Internet statt: In einschlägigen*Foren kursieren fiese Tipps, wie man Autofahrer aussticht. Oft sind die Ratschläge illegal.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...793622,00.html
  1. #70

    Vergleich

    Zitat von jberner Beitrag anzeigen
    Ein Autofahrer (meistens ist ja nur einer im Auto) beansprucht wesentlich mehr Verkehrsfläche und macht mehr Krach und Dreck als ein Radfahrer. Wer stört objektiv mehr?
    Ein Raucher in der Bushaltestelle stört auch. Ihm deswegen den Klimmstängel aus dem Gesicht zu schlagen ist trotzdem keine angemessene Reaktion.
    Der Straßenverkehr wäre wesentlich angenehmer, wenn auch die Pedalritter sich an die STVO halten würden. Immer nur auf die anderen zeigen und "Opfer" spielen funktioniert nicht, und da sind die vermeintlich "schwachen" Verkehrsteilnehmer auf dem Rad ganz vorn dabei.

    Letztens wieder gemerkt, was für ein riesen Unterschied es für mich macht, wie sich das Gegenüber im STVO verhält:
    Eine Fußgängerin wollte einen Zebrastreifen überqueren: ich fahre gemächlich heran. Die Fußgängerin wartet einen Moment ab und versichert sich, dass ich auch wirklich anhalte. Das wirkt irgendwie freundlicher, vorsichtiger, insgesamt angenehmer. Die Fußgängerin hat Vorrecht hier, trotzdem handelt sie defensiv.

    Andere Situation: ein Radfahrer will die Spur wechseln, weil er links abbiegen will. Ich fahr hinter ihm her. Er macht keinerlei Anzeichen zu schauen sondern zieht auf einmal rüber (der Abstand war groß genug) und fährt quer über eine schlecht einsehbare Kreuzung, bei der auch noch rechts vor links gilt.
    Was gibt dem Fahrradfahrer das Recht, sich so zu verhalten? Normalerweise müsste er an die Kreuzung heranfahren, sich vergewissen, dass von rechts nichts kommt, es keinen Gegenverkehr gibt UND dass die Verkehrsteilnehmer hinter ihm seine Abbiegeabsicht erkennen können.

    Wer stört hier den Frieden im Straßenverkehr mehr? Der Radfahrer oder die PKW-Fahrer?
  2. #71

    Qualitätsjournalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Super Idee vom Spiegel illegale Ratschläge zu verbreiten und die Abneigung zwischen Radlern und Autofahrern anzuheizen. Und das ganze auf der Basis irgendwelcher dubioser Onlineforen, die laut Aussage des Polizisten keine wirkliche Realität abbilden. 1A-Journalismus ;)
  3. #72

    Gnädig verzeihen? Wem?

    Zitat von experience49 Beitrag anzeigen
    Allein das dem Artikel beigefügte Bild ist symptomatisch für die wahren Verhältnisse: ein sich korrekt auf ....
    Nur leider trifft den Autofahrer gar zu oft nur eine Teilschuld. Die eigentliche rücksichts- und hirnlose Vollidioten sitzten in der zuständigen Verkehrsplanungsabteilung und in der Hierarchie darüber.

    Ein großer Teil dieser Machwerke, die als Radweg bezeichnet werden sind allein wegen ihrer Streckenführung schon fortgesetzter versuchter Totschlag.
    Daß man als Radfahrer auch noch per Gesetz dazu gezwungen wird, diese oft nur handtuchbreiten Rumpelpisten zu benutzen, ist pure Nötigung.
  4. #73

    Einfach an die Regeln halten

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Radfahrer sehen nicht ein, dass auch für sie die STVO gilt: deswegen werden rote Ampeln überfahren, lustig Spuren ohne Schulterblick gewechselt, ohne abzusteigen Zebrastreifen überquert, Fußgänger geschnitten - und gepöbelt, was das Zeug hält.
    Besonders beliebt auch das Fahren auf der Straße trotz parallel verlaufendem Radweg, oder das rechts Überholen an der Ampel (erlaubt) und anschliessendem Überfahren des Haltestreifens (nicht erlaubt), um sich vor dem Auto zu postieren.

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Nebst rüpelhaften Autofahrern (meine persönlichen "Rüpel-Top" sind Protzkarrenbesitzer, Kurierfahrer, Handwerker und Taxifahrer)
    Nicht zu vergessen die Busfahrer. Das sind die selbsternannten Götter der Straßen.

    Im Grunde ist die Abhilfe relativ einfach: Regelverstöße müssen stärker geahndet werden, wenn sich ohne Sanktionen offenbar kaum jemand an die Regeln hält. Das gilt für den Auto-, Motorrad- und Fahrradverkehr. Bei den Autos besonders beliebt ist das Vergessens des Blinkers, Nebelschlussleuchte (nur unter Sichtweite von 50m erlaubt, und das erfordert zwingend eine Maximalgeschwindigkeit von 50km/h), und das Ignorieren des Reissverschlusses (ist doch ganz einfach: einer links, einer rechts).
    Bei den Motorradfahrern sind sehr verbreitet das Überholen bei Überholverboten, dichtes Auffahren und Geschwindigkeitsübertretungen.
    Und bei den Radfahrern genannte Rotlichtverstöße (auch ein Überfahren der Haltlinie ist ein Rotlichtverstoß!), Parallel auf der Straße fahren, Überholen anderer Radfahrer ohne Handzeichen, oder die Nutzung der Straße trotz Radweg.
  5. #74

    Es gibt nur eine Vorgabe für den Straßenverkehr mit der man sich einen gefalen tut

    Es gibt nur eine Vorgabe für den Straßenverkehr mit der man sich einen gefalen tut (egal ob Radfahrer oder Autofahrer):

    Easy!
    Man fühlt sich echt besser wenn man ander mal vor lässt und über Fehler hinwegsieht.
    Wer sich selbst das Leben zur Hölle macht in dem er anders handelt ist selbst schuld.
    Und ja es gibt auch Arschlöcher im Straßenverkehr. Aber das sind Arschlöcher - nicht wert dass man sich mit ihnen belastet.
  6. #75

    --

    Zitat von hasimen Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre eine simple Kennzeichnungs- und Versicherungspflicht aller fahrenden Teilnehmer - also auch der Radfahrer - ein Schritt aus der Anonymität und somit auch zu mehr Disziplin. In der Schweiz wird das erfolgreich praktiziert.
    Die Schweiz schafft ihm nächsten Jahr ihre Velovignette wieder ab, da sich herausgestellt hat das die vollkommen überflüssig ist.
    Ein "Fahrradkennzeichen" ist die übrigens schon ewig nicht mehr sondern ist nur noch ein Versicherungsnachweis (kostet glaube ich 5 Franken).
  7. #76

    JoJo

    Zitat von kai_ross Beitrag anzeigen
    Das hat einen ganz einfachen Grund: Sie laufen nicht auf der Straße.

    Als Radfahrer ist man in der denkbar schlechtesten Position.
    Die .....
    Genau. Und ein Autofahrer kann 70 cm Platz zum Randstein lassen, damit der Radfahrer vorbeischlüpfen kann. Er MUSS den Platz aber nicht freilassen. Merken Sie was?
  8. #77

    re

    Ich wohne direkt am Bodenseeradweg, jedes Jahr fahren hier ca. 220000 Radfahrer an unserer Straße entlang.
    Probleme mit den Radfahrern habe ich selten, weil ich auch nicht immer stur auf mein Recht beharre.
    Wenn ich es darauf anlegen würde hätte ich im Sommer jeden Tag einen Radfahrer oder Skater auf der Haube.
    Einfach mal cool bleiben, das schont die Nerven auf beiden seiten.
  9. #78

    Fußgänger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Straßenverkehr kennt mancher Radfahrer kein Pardon - nun findet der Kleinkrieg auch im*Internet statt: In einschlägigen*Foren kursieren fiese Tipps, wie man Autofahrer aussticht. Oft sind die Ratschläge illegal.

    http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...793622,00.html
    Man darf die Fußgänger nicht vergessen. So rücksichtslos manche Autofahrer gegenüber Radfahrern sind, so rücksichtslos sind die gegen Fußgänger. Die Fußgänger wiederum nutzen stur ihre Position gegenüber Autofahrern.

    Manchen Leuten fehlt eben Empathie und die verhalten sich immer rücksichtslos, egal welches Verkehrsmittel sie grade nutzen.
  10. #79

    Grausiger Titel

    Der Titel dieses SPON artikels ist leider ne 6. Das hier ist SPON und nicht Bild Online!
    Es sind leider genau dieser reisserischen Titel die mit dafür Sorge tragen, das es sowiel Streit zwischen Radfahren und Autofahrern gibt.
    Hier würde man sich mehr Verantwortung der Schreibenden Zunft wünschen.
    Die Presse ist nun mal auch Meinungsbildend und nicht nur Meinungsreflektierend!

    Ein Mensch der sich auf den Rad nicht benehmen kann, wird als Autofahrer ähnlich schlimm sein.
    Wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin, versuche ich ständig Rücksicht zu nehmen und den flüssigen Autoverkehr möglichst wenig zu stören.
    Ich drängle mich an der Ampel (obwohl ich es dürfte) auch nicht nach vorne.
    Leider ist es nun mal so das es wirklich einige Autofahrer gibt, die mich jedesmal bestrafen wenn ich Rücksicht nehme und mein Leben gefährden.

    Wenn ich bewusst sehr weit rechts fahre um Platz zu lassen, fahren sie dennoch ebenso bewusst sehr eng an mir vorbei. "Den Zeig ichs!"

    Dabei übersehen sie das ich dann keinen Platz mehr habe, um den teilweise riesigen Schlaglöchern oder Steinen oder sonstigen Hindernissen auszuweichen.
    Die man am Kantsteinrand nun mal verstärkt findet.

    Das heisst das sie riskieren, das ich stürze und in den nachfolgenden Verkehr falle. = TOT!

    Abgesehen davon, haben viele die Abmessungen eines Autos und die normale Seitwärtsbewegung eines Radfahrer nicht drauf so das es bei solchen Aktion auch zum direkten Kontakt kommen kann.


    Meine Bitte an alle Autofahrer, die sich über Radfahrer aller Art aufregen und es nicht schaffen gelassen zu fahren, wie 90% aller anderen Autofahrer es schaffen...

    Schimpft meinetwegen, Flucht laut oder was auch immer....aber benützt eurer Auto nicht als Waffe!

    Ein Leben ist schneller beendet als man denkt. Und die wenigstens in unser Gesellschaft würden es so einfach mental und auch finanziell wegstecken, das sie verschuldet ein Leben auf dem Gewissen haben.








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