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Nahkampfzone Straßenverkehr: Rad-Rambos blasen zur Auto-Hatz

Im Straßenverkehr kennt mancher Radfahrer kein Pardon - nun findet der Kleinkrieg auch im*Internet statt: In einschlägigen*Foren kursieren fiese Tipps, wie man Autofahrer aussticht. Oft sind die Ratschläge illegal.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...793622,00.html
  1. #100

    naja

    Zitat von emobil Beitrag anzeigen
    Leider sind die Fahrradfahrer oft der festen Überzeugung, dass sie mehr Rechte als alle anderen Verkehrsteilnehmer haben.
    Fahrradfahrer haben mehr Rechte als andere Verkehrsteilnehmer. Sie dürfen gelegentlich verkehrt in Einbahnstrassen fahren, an der Ampel nach vorne fahren, unter Umständen den Bürgersteig benutzen. Alles vernünftige Regelungen, wenn auch lange nicht genug.

    Nur dass ihnen dieses Recht regelmässig genommen wird. Ich fahre Auto, Lastwagen, Motorrad und Fahrrad, aber nur als Fahrradfahrer werde ich Tag für Tag und -zig mal, gemessen an der Kilometerleistung wohl hundertmal mehr, behindert, angehupt, bedrängt, gefährdet, geschnitten, übersehen und entrechtet.

    Mein Primärziel im Strassenverkehr ist da ganz einfach das Überleben geworden. Verkehrsregeln werden da automatisch zweitrangig. So bald ich im Strassenverkehr respektiert werde, man mir Platz zum nach vorne fahren lässt, mich nicht behindert wenn ich an nem Hindernis auf der Strasse problemlos vorbeikäme, man den Radweg nicht zuparkt, mich nicht sinnlos anhupt, man seine Türen nicht vor mir aufreisst, mich nicht abdrängt, mich auf mehrspurigen Strassen links abbiegen lässt - undsoweiter undsofort - bin ich auch nicht mehr dauf angewiesen, zunächst auf mein Leben zu achten. Dann würde ich mich auch um, zB, rote Ampeln kümmern können. Und so sind alle Regelverletzungen (bei denen ich selbstverständlich jede Rücksicht auf berechtigte Verkehrsteilnehmer nehme) aus meiner weitreichenden Entrechtung geboren, und oft ne Möglichkeit, ungefährdet über die Strasse zu kommen, die ich nutzen muss.
  2. #101

    provozieren kann jeder

    Zitat von QuixX Beitrag anzeigen
    Komisch? Ich könnte mich auf zehn Kilometern durch meine Stadt 1,5x auf eine Motorhaube legen, würde ich an die Verkehrstauglichkeit bikeloser Kraftfahrer glauben.
    Unfälle provozieren ist keine Kunst, wenn ich wollte könnte ich auch fast jeden Tag mit dem Auto einen Unfall - schuldfrei natürlich - herbeiführen. Kleiner Tipp, einfch ein wenig defensiver fahren (steht in der StVO was das ist) und schon hört das auf....
  3. #102

    .

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    ... dass auf Deutschlands Straßen so'ne Art "Kleinkrieg" herrscht? Es herrscht nur noch Uneinsichtigkeit. Radfahrer sehen nicht ein, dass auch für sie die STVO gilt: deswegen werden .....
    Kurierfahrer mag man ja evtl. noch erkennen, aber woran erkennen Sie den radfahrenden Studenten? Ach so, war nur ein Vorurteil. Kam mir gleich so vor.
  4. #103

    und der Rest?

    Meine Erfahrung ist das Radfahrer gerne bei rot über die Ampel fahren, dann am besten nach rechts abbiegen und voll in die Fußgänger rein die gerade grün haben. Wenn man dann nicht schnell genug weg ist wird man darauf aufmerksam gemacht das er da gerade lang wolle.

    Erlebe ich ca. 1x die Woche. Ampeln allgemein sind für Radfahrer uninteressant in HH. Fußgänger? Die können ja wohl mal springen. Bin da schon öfter mal fast unterm Rad gelegen.

    Ach ja, ich bin reiner Fußgänger. Radfahren haben mir diese militanten Rüpel immer auf das motzen was sie gerade nicht machen abgewöhnt!
    Fast jeder Radfaher ist auch Autofahrer! Ihr benehmen ist auf 2 Rädern aber merklich aggresiver!
  5. #104

    StVO

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Der Straßenverkehr wäre wesentlich angenehmer, wenn auch die Pedalritter sich an die STVO halten würden. Immer nur auf die anderen zeigen und "Opfer" spielen funktioniert nicht, und da sind die vermeintlich "schwachen" Verkehrsteilnehmer auf dem Rad ganz vorn dabei....
    Das Problem ist doch eher, dass viele Autofahrer die StVO nicht kennen und dann über vermeintliche "Radl-Rambos" schimpfen. Ich werde regelmäßig angehupt, weil ich mich erdreiste, bei grün über die Ampel zu fahren oder über eine Kreuzung zu fahren, wenn ich Vorfahrt habe.
  6. #105

    § 67 StVZO, etc.

    Sehr geehrte Foristen,

    ich fahre sowohl pkw, als auch fahrrad, und kann auch ich bin sicher nicht frei von verhaltensfehlern, je nach dem in welches fortbewegungsmittel ich nutze.

    eine frage an die runde. ist eigentlich der § 67 StVZO inzwischen abgeschafft worden ? es scheint so. ich habe es einfach nicht mitbekommen.

    selbst bei dunkelheit und schlechten sichtverhältnissen ist es heutzutage den fahrradfahrern (in den meisten fällen!!) wurscht, ob beleuchtung an ihrem rad vorhanden ist. entweder besitzen die räder keine beleuchtung (große mehrzahl der mountainbikes, und der rennräder), oder, wenn vorhanden, wird sie nicht genutzt.

    vor zwei jahren wurde ich auf einem fußgängerweg, nachts um 10.30 uhr, von einem dunkel gekleideten mountainbiker, ohne beleuchtung am rad, angefahren und umgerissen. ich zog mir hierbei einen kreuzbandriss und einen bänderriss zu. der fahrradfahrer hat sich verdrückt (ist beim anrempeln nicht vom bike gefallen). anzeige bei der polizei natürlich komplett zwecklos, ist eh klar.

    fahren sie mal nachts durch ihre stadt, und zählen sie die unbeleuchteten räder, wenn sie sie sehen. dürften wohl weit mehr sein, als die vorschriftsmäßig beleuchteten.

    wieso meinen viele fahrradfahrer, sie müßten "getarnt" unterwegs sein. unverwundbar weil man sie nicht sieht ?
  7. #106

    .

    Zitat von Einherier Beitrag anzeigen
    Tja, das sind schon so zwei Lager... bei mir wars mit der Toleranz vorbei, als ich über eine grüne Fahrrad-Ampel fuhr, und ein Rechtsabbieger mich wütend händefuchtelnd mit Schaum vor dem Mund anhupte, weil er bremsen musste. Beim Abbiegen ist auf Querverkehr zu achten. Ist doch nicht so schwer oder?
    Manche Autofahrer kennen die StVo nicht und haben noch nie von defensivem Fahren gehört.
    Das trifft aber leider auch auf die meisten Fahrradfahrer zu.
  8. #107

    Ein freies Land

    Zitat von razat Beitrag anzeigen
    Soll ich als Fußgänger/Radfahrer im Regen vor roter Ampel warten, auch wenn kein Auto in Sicht?
    Wie denkt Ihr darüber ?
    Wir leben in einem freien Land. Sie dürfen sogar gehen, wenn ein Auto naht - solange Sie bereit sind, die Konsequenzen zu tragen.
  9. #108

    Autofahrer schlicht undankbar

    Was Autofahrer beim ihrem Gejammer völlig ignorieren: In den Städten haben sie dem wachsenden Radverkehr auch einiges zu verdanken. Jeder Radler ist im Idealfall ein Auto weniger im Stau und ein zusätzlicher Parkplatz.

    Die Städte denken gar nicht dran, ihren Verkehr radfreundlicher zu machen und Fläche "umzuschichten". Daher können sich die verbleibenden Autofahrer über jeden freuen, der aufs Rad umsteigt.
  10. #109

    Gleiche Pflichten für alle...

    Zitat von razat Beitrag anzeigen
    Soll ich als Fußgänger/Radfahrer im Regen vor roter Ampel warten, auch wenn kein Auto in Sicht?
    Wie denkt Ihr darüber ?
    Natürlich....das müssen Fußgänger ja auch tun....auch für Dich ein Tipp von mir. Nur mit geeigneter Regenschutzkleidung fahren, wenn es regnet....








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