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Nachtflüge über Berlin: Gericht erteilt die Lizenz zum Dröhnen

Ernüchterung bei den Anwohnern - Freude bei den Flughafen-Betreibern: Maschinen dürfen auf dem neuen Mega-Airport Berlin Brandenburg auch zu später Stunde starten und landen. Ein Gericht wies die Klagen umliegender Gemeinden ab.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...791571,00.html
  1. #110

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    Zitat von niepmann Beitrag anzeigen
    Ist die zur Urteilsverkündung bisher benutzte Floskel "Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil" aus der Mode gekommen?
    Falls nein: Flexibler anwenden!
    Im vorliegenden Fall muss es dann heissen: "Im Namen der Lufthansa ergeht folgendes Urteil". Oder ähnlich.
    Da wäre doch zunächst einmal die Frage: Wer ist das Volk? Die paar Berliner und Brandenburger, die sich nichts - hier - aus Lärm machen, wenn er von ihnen selbst verursacht wird oder die Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, die - falls weitere Prosperität erwünscht ist - solche Dinge vertragen muss. Ich tendiere zu Letzterem. Da kann sich dann der Einzelne nicht gerade aussuchen, was ihm passt. Das wissen auch die Leute im Bayrischen Wald, die wohl auch nicht ganz scharf sind auf weitere Windspargel o. ä.

    Zum letzten Satz: Die Lufthansa dürfte wohl am wenigsten am die Randzeiten angewiesen sein, die das Gericht freigemacht hat. Die Berliner und Brandenburger können sich auf den Kopf stellen und aus BER wird immer noch kein Interkontinentalflughafen. Für innerdeutsche und -europäischen Flüge sind die Randzeiten vollkommen uninteressant. Da werden sich - neben Air Berlin - ein paar Exoten tummeln, die auf die Berliner und Brandenburger Versprechen reinfallen.
  2. #111

    Wer regiert hier wen?

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen

    Die Grünen sollten sich darüber freuen, schafft das doch noch mehr Freiflächen für den gewünschten Rückbau der Bundesrepublik Deutschland zum grössten Freilichtmuseum der Welt.
    Also, wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich zumindest bei mir in gebührendem Abstand jede Menge Industrieanlagen eines weltweit expandierenden Chemiekonzerns. Ein Freilichtmuseum sieht anders aus. Da duftet es jedenfalls nicht streng nach Waschmitteln oder anderen Chemikalien, je nach Windrichtung.

    1.) Wohnt der Großteil der Menschen noch dort, weil sie von der Regierung NRW großzügig mit Lärmschutzmaßnahmen gefördert wurden.

    2.) Protestieren in Neuss und Umgebung um EDDL jede Menge Menschen gegen die Start-/Landebahnverlängerung und den Parallelbetrieb, die mit den Grünen nun wahrlich nichts am Hut haben.

    Ihre Devise: "Uns langt's. Wer regiert hier eigentlich, die Politik oder die Flughafen Düsseldorf GmbH?"

    Ähnlich geht's den Anliegern mit FRAPORT, dem Betreiber des Flughafens Frankfurt/Main.


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