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Nachteile für Nesthocker: Warum Studenten bei Mama ausziehen sollten

TMNDie Wäsche ist immer sauber und der Kühlschrank voll: Natürlich ist es für Studenten angenehm lange bei den Eltern zu wohnen. Studienberater halten trotzdem nichts davon. Die Zeit im Zug vergeuden die meisten Uni-Pendler und bei der Jobsuche haben Mama-Schläfer schlechtere Karten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...833474,00.html
  1. #50

    »Durch den Schritt aus dem Elternhaus würden die Studenten auch deutlich selbstständiger, sagt Studienberater Reiner Mund von der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Geld sollte keine Rolle spielen: "Es gibt ja Bafög und Wohngeld."«

    Wohngeld. Ah ja. Kann der Herr Studienberater mal erklären, wie ein Mensch im Erststudium direkt nach Abitur bzw. irgendwelchen Freiwilligendiensten Wohngeld bekommen soll? In einem BAföG-förderungswürdigen Studiengang gibt es Wohngeld nämlich nur dann, wenn man persönlich prinzipiell gar keine Chance hat, dass der BAföG-Antrag inhaltlich bearbeitet wird. Sondern wenn er aus formalen Gründen abgelehnt wird: Höchstförderungsdauer überschritten (oder unerlaubter Fachrichtungswechsel). Mit einer solchen Negativbescheinigung hat man eine Chance auf Wohngeld. Aber als Student(in) mit BAföG-Bescheid zwischen Höchstfördersatz und Förderbetrag Null Euro bekommt man kein Wohngeld.

    Oder ist das in den Thüringer Bergen anders?
  2. #51

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Wohngeld. Ah ja. Kann der Herr Studienberater mal erklären, wie ein Mensch im Erststudium direkt nach Abitur bzw. irgendwelchen Freiwilligendiensten Wohngeld bekommen soll?
    (...)
    Aber als Student(in) mit BAföG-Bescheid zwischen Höchstfördersatz und Förderbetrag Null Euro bekommt man kein Wohngeld.

    Oder ist das in den Thüringer Bergen anders?
    Wo schreibt der Thüringer Experte denn dass man beides gleichzeitig bekommt? Er schreibt dass es Wohngeld und Bafög gibt, je nachdem in welcher Situation man sich befindet und welche Voraussetzungen man erfüllt bekommt man i.d.R. eins von beidem.

    Aus welcher Aussage schließen Sie nun dass der Herr Experte behauptet man bekäme beides parallel?
  3. #52

    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    Wo schreibt der Thüringer Experte denn dass man beides gleichzeitig bekommt? Er schreibt dass es Wohngeld und Bafög gibt, je nachdem in welcher Situation man sich befindet und welche Voraussetzungen man erfüllt bekommt man i.d.R. eins von beidem.

    Aus welcher Aussage schließen Sie nun dass der Herr Experte behauptet man bekäme beides parallel?
    Ich habe das dem Thüringer Experten nicht unterstellt, auch wenn seine Formulierung "BAföG und Wohngeld" statt "BAföG oder Wohngeld" durchaus in dieser Richtung verstanden werden könnte.
    Sondern ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass bei einer "inhaltlichen" Bearbeitung eines BAföG-Antrages - wenn also das Amt anhand von Einkommen und Vermögen des Antragstellers und seiner Eltern ausrechnet, wie viel BAföG es gibt - der Bezug von Wohngeld prinzipiell ausgeschlossen ist: also auch dann, wenn als Ergebnis im Bescheid "Förderbetrag Null Euro" steht.
    Welcher von den im Artikel vorgestellten Studenten ist denn Ihrer Meinung nach in der Situation, eine Negativbescheinigung vom BAföG-Amt zu bekommen? Ich sehe da keinen!
  4. #53

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wäsche ist immer sauber und der Kühlschrank voll: Natürlich ist es für Studenten angenehm lange bei den Eltern zu wohnen. Studienberater halten trotzdem nichts davon. Die Zeit im Zug vergeuden die meisten Uni-Pendler und bei der Jobsuche haben Mama-Schläfer schlechtere Karten.

    Nesthocker: Warum Studenten aus dem Hotel Mama ausziehen sollten - SPIEGEL ONLINE
    Ein totaler Nonsens in diesem Artikel der mich seit langem wieder dazu bewegt einen Kommentar abzugeben.

    Als ob es irgendeinen Einfluss auf einen Menschen hätte ob er zu Hause oder in einer Studentenbude wohnt.

    Ich für meinen Teil habe mich weder in der einen Situation noch in der anderen reifer gefühlt. Zudem dieser Mist von Charakterbildung ist auch ein Argument der 70iger unter den Talaren der 68er ist inzwischen auch der Muff der tausend Jahre.
    Durchs jobben hat noch keiner einen besseren Abschluss gemacht. Und diese sogenannten Softskills zählen halt auch nur dann etwas wenn die hardskills eben auch perfekt sind.
    Womit wir weider bei der allgemeinen Ausgangslage sind 24 Jahre alt 2 Jahre im Ausland einen master und einen im Ausland erworbenen phd neben 2 jähriger Praxiserfahrung.
    Ich sag nur eines ob ich nun im Zug sitze und nichts tue oder in meiner Bude hat genaugenommen den gleichen Effekt nämlich keinen.

    Genausogut kann man auch eine Kristallkugel nehmen oderTarot Karten legen um herauszufinden ob der eine der vor einem sitzt nun tatsächlich das Zeug für das Studium oder den Job x hat.
    Das hängt von viel zuvielen einzelnen Details ab. Tut mir leid hab zuviele angeblich perfekte Studenten scheitern sehen wie ich auch Schlamper mit Erfolg sah. Gleiches gilt für Nesthocker wie auch solche die sich mit zuviel Arbeit verzettelten.
    Wenn es eine Aussage gibt, dann die, dass es in der Mehrzahl der Fälle den Leuten gut tut eine andere Umgebung zu sehen. Nur die Aussagekraft für den Einzelnen ist gleich Null.
    Gleichzeitig würde ich besagten Berater auch als Personaler gerade nicht nehmen, denn nach seiner Formel rekrutiert er Konformisten, dabei suchen wir doch überall gerade nach Nonkonformisten, den Bill Gates den Zuckerbergs oder mal nach einem neuen Porsche oder Bosch.
    Einfach Nonsens.
  5. #54

    Titel, Thesen, Temperatur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wäsche ist immer sauber und der Kühlschrank voll: Natürlich ist es für Studenten angenehm lange bei den Eltern zu wohnen. Studienberater halten trotzdem nichts davon. Die Zeit im Zug vergeuden die meisten Uni-Pendler und bei der Jobsuche haben Mama-Schläfer schlechtere Karten.

    Nesthocker: Warum Studenten aus dem Hotel Mama ausziehen sollten - SPIEGEL ONLINE
    loool, wie unglaublich lächerlich - und durchsichtig.

    Erstens ist Bafög nun wirklich keine Basis, nicht mal zu meiner Zeit und das ist schon länger her. Zweitens sind nur die wenigstens Eltern die auf dem Papier unterhaltspflichtig sind auch bereit ihren Teil beizutragen...

    Aber vor allem, was ist nach dem Studium wenn die Generation Praktikum zuschlägt? Nach all den Jahren wieder zu den Eltern? Na hoppla, da freuen sich beide Seiten.
    Aber wer sich durchschlagen muss nimmt auch ne Stelle mit Taschengeld an - wer bei Mama wohnt zeigt da eher den Mittelfinger und wartet auf ein vernünftiges Angebot. Aber genau DAS ist ja nicht gewünscht von denen die das frühe Ausziehen propagieren, gelle?
  6. #55

    Miete besser investieren

    Ich habe waehrend meines Studiums an der RWTH auch zuhause gewohnt und auch nebenbei gearbeitet. Das Geld habe ich investiert und dann als Doktorand in der eigenen Wohnung gelebt. Mit dem gesparten Unterhalt haben meine Eltern mir Auslandaufenthalte z.B. in Bejing, Madrid und Boston finanziert - meine Diplomarbeit habe ich am MIT gemacht und bin die zehn Monate gut allein zurechtgekommen ohne Mama. Mit einem guten Abschluss und Erfahrung im Ausland, gab es auf alle zehn Bewerbungen nur Zusagen. Also, auch wenn man viel Zeit bei Mama wohnt, kann man was erreichen.
  7. #56

    Und warum wollten Sie ihn nicht verklagen?

    Zitat von justus0jonas Beitrag anzeigen
    Ich habe während meines Studiums (vor fünf Jahren) lediglich Kindergeld von meiner Mutter erhalten, obwohl ich (bis auf das erste Jahr) keinen Anspruch auf BAFöG hatte; die Details möchte ich Ihnen ersparen, aber mein Vater, der im Ausland lebt und eigentlich hätte für den Rest aufkommen müssen, war nicht unschuldig an der finanziellen Situation.

    Dennoch dachte ich im Traum nicht daran, ihn deshalb zu verklagen.
    Weil Ihr alter Herr im Ausland lebt und Sie null Chancen hatten, Ihre Ansprüche auch durchzusetzen.

    Wenn meine Kinder dereinst studieren sollten und ich meinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen sollte, hoffe ich doch sehr, dass sie die Zivilcourage aufbringen, mich zu verklagen.

    Ich werde meine Kinder jedenfalls nicht zu Duckmäusern erziehen.
  8. #57

    Zitat von kumi-ori Beitrag anzeigen
    Wenn Sie studieren - warum ziehen Sie dann nicht einfach in eine WG? In Herrn Munds vergreisender Heimat Thüringen gibt es gewiss ausreichend Wohnraum für Studenten, aber hat er sich schon mal in München umgeschaut?
    Vorneweg ich studiere in Ilmenau.

    Durch den Studentenboom letztes Jahr gab es auch hier knappe Wohnungen. Zum Beginn des letzten Wintersemesters waren 50 Studenten noch ohne Unterkunft trotz sehr kurzfristiger Reaktivierung von Wohnungen, die schon zum Abriss freigegeben wurden. Zuvor wurden schon einige auch Couchplätze vermittelt z.B. in hilfsbereite WGs. Unser Stura (Studentenrat) hat da wirklich sehr gute Arbeit geleistet, genauso wie die Wohnungsbaugenossenschaften, die reagiert haben und so viele Wohnungen wie möglich so gut wie möglich bereitgestellt haben. Einmalig und ich glaube nicht, dass es dieses Jahr erneut so extrem wird.
    Auch jetzt noch ist es schwierig eine neue Wohnung in Ilmenau zu bekommen, aber immerhin wieder möglich.

    Dafür wird jetzt fleißig gebaut und es entstehen private Studentenwohnheime. Als kleiner Ausgleich dafür, dass die Spitze des Studentenwerks in Jena aus allen Zweierzimmer Einzerzimmer gemacht haben. Welch sinnvolle langfristige Planung. Wenn man die Entwicklung betrachtet werden so seit Bestehen der Wohnungen des Studentenwerks bzw. dessen Vorgänger aus 4-6-Bett-Zimmer Einzelzimmer hier, da muss man schon zugeben: Die heutigen Studenten sind schon sehr verwöhnt, schließlich ging es nachweislich früher auch sein Studium durchzuziehen.

    Aus Jena weiß ich, dass es dort allgemein schwer ist bezahlbaren Wohnraum zu finden.

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Wohngeld. Ah ja. Kann der Herr Studienberater mal erklären, wie ein Mensch im Erststudium direkt nach Abitur bzw. irgendwelchen Freiwilligendiensten Wohngeld bekommen soll? Mit einer solchen Negativbescheinigung hat man eine Chance auf Wohngeld. Aber als Student(in) mit BAföG-Bescheid zwischen Höchstfördersatz und Förderbetrag Null Euro bekommt man kein Wohngeld.

    Oder ist das in den Thüringer Bergen anders?
    Von Wohngeld habe ich auch erst vor ein paar Wochen gehört. Es ist möglich etwas namens Wohngeld auch als Student zu bekommen, allerdings sind bei dem hiesigen Wohngeld (weiß jetzt nicht ob es von Stadt, Arbeitsamt oder sonstewo kommt) monatelange Wartezeiten drin.
    Ansonsten ist Arbeiten eine Option mit den bekannten negativen Begleiterscheinungen.

    Meine allgemeine Meinung zu dem Thema:
    Ob während des Studiums bei Mama und Papa daheim zu wohnen, sollte einzig davon abhängen, wie weit es bis zur Hochschule ist. Allerdings halte ich es für falsch nur nah zu studieren, weil man angeblich kein Geld für Umzug hat. Man sollte dort in Deutschland studieren wo und was man will. Als Ausstattung reichen eine Matratze, Kühlschrank und Kochplatte, Rest lässt sich so auch zusammenstellen. Der Großteil meiner Möbel kamen über Second Hand und Sperrmüll zusammen.
    Ausgenommen Privatunis mit hohen Studiengebühren, dass ist eine Sache für sich.

    In Zug arbeiten ist so eine Sache. Wenn man Glück hat, hat man gute Mitfahrer. Aber selbst wenn man im ICE Ruheraum gebucht hat, dann ist es nicht selbstverständlich, dass man dort auch wirklich Ruhe hat. Meistens geht es schon. Meine schlimmste Erfahrung war eine Damenreisegruppe, die sich lauthals über Krankheiten und Co. unterhalten haben.
  9. #58

    Was für ein schwarz-weißer Schmarrn

    Was für ein Artikel, als ob es die eine Lösung für alle geben würde. Und warum ist das Elternhaus immer gleich "Hotel Mama"? Als ob es so ungewöhnlich wäre, dass "daheim" wohnende ihre Wäsche selber machen oder nicht mehr zu gemeinsamen Mahlzeiten kommen können. Es gibt übrigens auch Studenten die noch bei ihren Eltern wohnen weil sie zB im elterlichen Betrieb mitarbeiten - wie bequem... Und das beste: "Geld sollte keine Rolle spielen", super Sache. Da hab ich einen ähnlichen Tipp: Leute, macht es doch so wie ich: das Geld von daheim hat für eine halbe Wohnung (WG) auf der anderen Straßenseite der Uni gelangt, ich braucht keine Nebenjobs und trotzdem war der Studienort nicht zu sehr von daheim entfernt um bei Bedarf am Wochende auch kurzfristig mal dorthin zu fahren.
  10. #59

    Was für ein Müll...

    ...Stubenhocker haben es schwer einen Job zu finden...muss ich im Bewerbungsgespräch angeben, dass ich noch zuhause wohne? Antwort: Nein!


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