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Nach Wahldebakel: Lafontaine will Linke im Handstreich übernehmen
dapdDie Linke steht nach der Wahlpleite in NRW vor der Zerreißprobe: Oskar Lafontaine stellt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen Bedingungen für seine Kandidatur als Parteichef, die selbst enge Parteifreunde ablehnen. So will er seine Lebensgefährtin Wagenknecht zur Fraktionschefin machen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833081,00.html
- #110 14.05.2012 16:09 von
- #111 14.05.2012 16:09 von
Lafontaine und Wagenknecht
Liebe Mitleser bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich mich über ein Comeback von Herrn Lafontaine, riesig freuen würde.
Ich habe ein ganz mieses Wochenende hinter mir – „meine“ Partei (meiste Übereinstimmungen im Wahlbarometer) ist aus dem Düsseldorfer Landtag rausgeflogen und die Partei, welche ich absolut nicht mag, ist drin geblieben. Damit musste ich erstmal fertig werden.
Ich wünsche Herrn Lafontaine für sein Vorhaben viel Erfolg und hoffe, dass er es mit Frau Wagenknecht schafft, den Volksparteien das Fürchten zu lehren. Dann werden es die Linken auch endlich mal schaffen, ihre Klientel zur Wahlurne zu bringen.
Der politische Albtraum in Deutschland muss ein Ende haben! Wir brauchen Parteien welche, die Interessen der Bürger vertreten und nicht die der Finanzwirtschaft. - #112 14.05.2012 16:11 von
ein echter Demokrat
Sie halten also persönliche Angriffe und frauenfeindliche Parolen für "konstruktive Kritik". Das sagt viel über Sie aus.
Nicht gegen "die" Wähler, sondern gegen die Wähler, die hetzen und persönlich werden. Genau so stands in meinem Beitrag und es war gar nicht schwer zu verstehen.
Und wie so ein Wähler aussieht, sehen wir hier:
Tja, ein echter Demokrat eben. Wer nicht seiner Meinung ist, wird beschimpft und verunglimpft. Sie sollten den Begriff "Stasi 2.0" übrigens mal nachschlagen. Kleiner Tipp: Hat nix mit der Linken zu tun. - #113 14.05.2012 16:12 von
- #114 14.05.2012 16:13 von
DIE LINKE - Fundamentalopposition oder Untergang
[QUOTE=themistervolt;(....) Ex-Minister "Hasenfuß" will (...) Fundamentalopposition betreiben. Das ist ja auch schön bequem. Wenn er nämlich regieren muss, dann geht es um unschöne Wahrheiten und unbequeme Entscheidungen, wie zum Beispiel Kürzungen.[/QUOTE]
Sie haben recht: Lafontaine will "Fundamentalopposition betreiben".
Sie haben unrecht, dass dies "schön bequem" sei und Sie haben recht, wenn Sie die normale Politik als "unschöne Wahrheiten" illustrieren.
Die Kernfrage lautet: mit welcher "Politik" hat die DL eine Existenzberechtigung?
Warum sollte die DL bei der Inflationsrate von 5 - 10% im Bereich der Güter des täglichen Bedarfs die Politik der "Kürzungen" mitmachen: dafür gibt es doch unter den Parteien CDUCSUSPDFDPGrüne genügend qualifiziertes Personal in Legislative und Exekutive?!
Die DL hat in der Tat nur eine Existenzberechtigung als "Fundamentalopposition" – genauer: als Partei der Umsetzung des sozialdemokratischen und pazifistischen Auftrags der Verfassungseltern von 1948f., als da wären:
1. die Erkämpfung eines Rechts auf qualifizierte Arbeit und eine entsprechend gut bezahlte Arbeit bzw. Rente lebenslang (Art. 14 GG: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll [b]zugleich[b] dem Wohle der Allgemeinheit dienen")
2. die Auflösung der alten Bundesländer zugunsten von Bezirken/Departements sowie die Verlagerung der Bildungshoheit auf den Bund (DDR und Frankreich als Vorbild) und
3. die vollständige Demilitarisierung Deutschlands einschließlich Austritt aus der Nato, weil die Mitgliedschaft daselbst aufgrund der neuen Nato-Doktrinen dem Verfassungsauftrag widerspricht: es wird nämlich nie mehr einen "Verteidigungsfall" (Art. 12a GG) geben und Deutschland wird auch nicht "am Hindukusch verteidigt", insbesondere nicht durch einen strafbewehrten "Angriffskrieg" (Art. 26 GG).
Mit allen drei Maximen könnte die DL ein Alleinstellungsmerkmal erreichen.
Zur Umsetzung der beiden ersten Maximen bedarf es allerdings der jährlich für die Helotendienste verschleuderten 32 Mrd. Euro - und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die pazifistische und sozialdemokratische "Richtlinie der Politik" nicht mindesten 50% der Wahlberechtigten einleuchten würde, löste sich doch auf dieser Basis auch die Schuldenproblematik der Kommunen, die vom Bund mit Aufgaben bedacht werden, die sie ohne Hilfe Dritter nicht stemmen können.
Warum also sollte die DL das trade-unionistische Staatsverständnis der Systemparteien kopieren, also sich mit Aufgaben beschäftigen, die sowieso zu 95% durch Bürokratievorgaben alternativlos zu bescheiden sind? Die Landesparlamente haben doch überhaupt keine Funktion außer der, für die Vorentscheidungen der Bürokratie den Kopf hinzuhalten, also den Volkszorn auszuhalten.
Auch für NRW ist es vollkommen egal, wer dort vermeintlich das Sagen hat: die "Entscheidung", was in Kiel oder Düsseldorf geht oder nicht geht, ist längst an der Wall Street und in London getroffen worden - "Staatsverschuldung", "Finansystemkrise", "Eurokrise" etc. pp. - und der SPD bleibt nur die Rolle des Pflegers am Krankenbett des Kapitalismus übrig, eine Rolle, die also schon besetzt ist und nach der die DL nicht auch noch streben sollte, wie Sie, @themistervolt, es ihr empfehlen. - #115 14.05.2012 16:14 von
Und die Kirche hat mal Hexen am lebendigen Leide verbrannt.
Die 40 Jahre lange Teilung Deutschlands 49 bis 89 ist selbstverständlicher geschichtlicher Fakt. Und dass 89 nicht alle SED-Mitglieder beseitigt wurden, ist ebenfalls Fakt. Einige SED-Mitglieder sind bis heute in der LINKEN Parteimitglied. Stimmt auch. Nur deswegen ist die Linke nicht die alte SED, auch wenn Sie das gerne so definiern möchten.
Die aus Ost und West-Teilen bestehende LINKE ist ein sozialistisch ausgerichtetes Korrektiv/ein Maßstab für Bundestag und Länderparlamente, um Gedanken wie Verstaatlichungen wachzuhalten. - #116 14.05.2012 16:16 von
- #117 14.05.2012 16:16 von
Aufräumen und zur Verantwortung ziehen
Die linke Basis tut gut daran, sich mal die Informations-Dealer in der Parteispitze vorzuknöpfen, die offensichtlich nur noch in der Lage sind, über das Zustecken von Informationen an BILD und SPON Personalpolitik in der Partei zu machen. Überrascht mich auch nicht, dass die Herren Ramelow und Bockhahn auch schon wieder eine Meinung haben und sich öffentlich äußern müssen. Interne Diskussionen geht ja nicht mehr.
Und jetzt mal objektiv: Hmm, die einzig verbliebene LINKEN-Frontfrau, die sich in Talkshows inhaltlich und rhetorisch äußern kann, zur Fraktionsspitze zu machen, das ist bei Lichte betrachtet eine gute Idee. Und wenn Lafontaine Parteichef würde, ist doch klar, das Bartsch nicht auch Chef werden kann, denn auch die Linkenfrauen ziehen ja dieses Quotending durch und damit können nun mal nicht zwei Männer Chef sein. Und wer Schatzmeister wird, so what... kennt jemand den aktuellen?
Also reduziert es sich doch drauf, dass die drei besten Rhetoriker der LINKEN, nämlich Gysi, Lafontaine und Wagenknecht drei der vier Spitzenposten haben würden. Wo ist das Problem, außer jetzt noch eine Zonentante zu finden, die neben Lafontaine an der Parteispitze nicht allzu blass aussieht? Grund genug, auf klaren Konfrontationskurs mit dem Establishment zu gehen, hat die Linke nach den beiden Landtagswahlen ja wohl allemal, und das Schiff begann ja erst zu sinken, als er den parteivorsitz das letzte Mal abgegeben hat.
Ankuscheln an die Mitte, wie das einige Anpasser im Osten gerne hätten, wäre der Untergang der Partei. (Wegen denen werden ihr von mir auf Länderebene schon lange nicht mehr gewählt... nicht dass es euch stört...) - #118 14.05.2012 16:16 von
Titel
... Sie haben recht, dann wäre Deutschland schon vorher so weit heruntergewirtschaftet worden dass die Bankenkrise keinen Unterschied mehr gemacht hätte.
Aber im ernst, der einzige Weg für ein Land sich aus der Bankenkrise herauszuhalten sind solide Finanzen und das ist etwas was Sozialisten nicht auf die Reihe bringen. - #119 14.05.2012 16:17 von
die linke hätte, würde, könnte...
die linke:
hätte eine chance, wenn nicht einzelne (mglw. fremdgesteuerte) sie nicht immer wieder durch blödsinnge wortmeldungen lächerlich machten.
die gefahr der unterwanderung ist allen linken parteien gemein.
wer soll denn sonst die spd dazu bewegen sich um die belange der arbeitlosen und billiglöhner zu kümmern.
ich weiß nicht wie das kommt, das solche "schläfer" immerwieder linke ideen kaputmachen können.
schade....
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