Nach Stopp der Uno-Mission: Assad-Regime nimmt Homs unter Feuer

AFP/ Shaam News NetworkNach dem Rückzug der Uno-Beobachter eskaliert die Gewalt in Syrien. Allein am Sonntag kamen nach Angaben von Aufständischen elf Menschen ums Leben. Die Rebellen werfen der Schutztruppe vor, Partei für das Assat-Regime zu ergreifen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839361,00.html
  1. #30

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Na ja, ich fand nur das Sie in Ihrem Text relativ viele Vermutungen angestellt haben und daraus dann Szenarien konstruiert haben. Irgendwie das was man auch in der hiesigen Medienwelt findet.

    Und hier stimme ich Ihnen voll und ganz zu nur das ich das Recht auf Seiten der Rebellen sehe die sich einem Diktator zur Wehr setzen dessen Familie seit 41 Jahren die gesamte Macht in den Händen hält.
    Ich befürchte nur, das das ganze unzähligen Menschen das Leben und ihre Heimat kosten wird, ohne das ein wirklicher gesellschaftlicher Gewinn dabei entsteht.
  2. #31

    Zitat von simon23 Beitrag anzeigen
    Ich habe übrigens nachträglich zu meinen "wilden spekulativen Überlegungen" die beiden Berichte in der FAZ und der Badischen Zeitung gelesen. So abwegig ist das was ich da geschrieben habe, gar nicht. Es ist nur logisch, wenn Sie sich die Mühe machen würden, mal darüber nachzudenken.
    Ich habe den Bericht zumindest in der FAZ auch gelesen. Aufgefallen ist mir das er zwar (berechtigter Weise) anprangert das Zeugenaussagen ungeprüft übernommen werden aber inwiefern hat er seine Zeugen überprüft?
    Zudem, darf (falls das Massaker so geschehen wie dort berichtet) man deshalb davon ausgehen das ALLE Rebellen schlachtende Mörder sind? Wenn ja, trifft dies dann nicht ebenso auf schlachtende Soldaten zu?
    Waren es überhaupt die "Rebellen" oder fanatische Religiöse die nun Oberwasser bekommen.
    Ich habe jetzt zumindest noch nicht viele Rebellen rumrennen sehen die wie dort geschrieben rumlaufen
    "Die Täter waren kahlgeschoren und hatten lange Bärte."

    Und wie auch im Artikel erwähnt
    "Unbestritten waren in den ersten Monaten des Konflikts, als die Opposition noch über keine Waffen verfügte und schutzlos war, alle Greueltaten auf das Konto des Regimes gegangen."
    Was aber hier von diversen Foristen bestritten wird. Und da kommt man dann wieder zur selektiven Wahrnehmung (ich schließe Sie hier mal aus) denn das es die Rebellen waren ist für diese unbestritten gleichzeitig werden aber die Gewaltakte der Familie Assad ausgeblendet.
  3. #32

    Zitat von Lekcad Beitrag anzeigen
    Genauso eigentlich, sollten dann aber die Rebellen gleich mitangeklagt werden.
    Sie führen doch aus der Sicherheit der Stadt Angriffe auf die Armee aus und gefährden damit direkt die Zivilisten.
    Na ja, dann stellt sich die Frage verteidigen sich die Rebellen. Es kann wohl nicht erwartet werden das die sich ergeben gerade weil Assad in der Vergangenheit auch nicht gerade zimperlich war.
  4. #33

    Zitat von simon23 Beitrag anzeigen
    Ich befürchte nur, das das ganze unzähligen Menschen das Leben und ihre Heimat kosten wird, ohne das ein wirklicher gesellschaftlicher Gewinn dabei entsteht.
    Das wird die Zukunft zeigen aber selbst wenn sich Assad an der Macht halten kann ist es nur eine Frage der Zeit bis sich ein neuer Aufstand erhebt welcher wieder unzählige tote kosten würde.
  5. #34

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Ich habe den Bericht zumindest in der FAZ auch gelesen. Aufgefallen ist mir das er zwar (berechtigter Weise) anprangert das Zeugenaussagen ungeprüft übernommen werden aber inwiefern hat er seine Zeugen überprüft?
    Zudem, darf (falls das Massaker so geschehen wie dort berichtet) man deshalb davon ausgehen das ALLE Rebellen schlachtende Mörder sind? Wenn ja, trifft dies dann nicht ebenso auf schlachtende Soldaten zu?
    Waren es überhaupt die "Rebellen" oder fanatische Religiöse die nun Oberwasser bekommen.
    Ich habe jetzt zumindest noch nicht viele Rebellen rumrennen sehen die wie dort geschrieben rumlaufen
    "Die Täter waren kahlgeschoren und hatten lange Bärte."

    Und wie auch im Artikel erwähnt
    "Unbestritten waren in den ersten Monaten des Konflikts, als die Opposition noch über keine Waffen verfügte und schutzlos war, alle Greueltaten auf das Konto des Regimes gegangen."
    Was aber hier von diversen Foristen bestritten wird. Und da kommt man dann wieder zur selektiven Wahrnehmung (ich schließe Sie hier mal aus) denn das es die Rebellen waren ist für diese unbestritten gleichzeitig werden aber die Gewaltakte der Familie Assad ausgeblendet.
    Die "Rebellen" gibt es nicht, was ein Teil des Problems ist. Es ist zu vermuten, das die - bewaffnete - Opposition nach einem Sieg über Assad als erstes dann übereinander herfällt. Alles was ich gelesen habe, deutet daraufhin, das die einzelnen Gruppierungen sich spinnefeind sind.
    Natürlich gibt es bei vielen Foristen den Reflex, die Untaten des Assad-Regimes in Zweifel zu ziehen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich mittendrin. Mit Sicherheit gibt es genügend Untaten des Regimes, gerade am Anfang. Das diese Untaten einseitig waren, glaubte ich anfangs auch nicht unbedingt, mittlerweile neige ich dazu, anzunehmen, das viele der Vorfälle am Anfang einseitig waren. Vorallem weil Foristen, die bessere Beziehungen nach Syrien haben und mir gleichzeitig als glaubwürdig erscheinen, sich in dieser Richtung geäußert haben. Von Wissen kann immer noch keine Rede sein.
    Natürlich sind die Rebellen - auch bewaffnete Rebellen - nicht über einen Kamm zu scheren. Aber ich denke, man sollte auch nicht allzu viel demokratisches Gedankengut erwarten, das hat in der Region einfach nicht viel Tradition. Sicherlich ist der demokratische Impuls der Mitbestimmung am Wirken, aber er allein macht noch keine Demokratie, vorallem wenn diese Mitbestimmung später für die Gegner nicht gelten soll.
    Zu dem FAZ-Bericht. Auch da gibt es immer wieder Schwächen, die man angreifen kann. Aber ich denke, die Aussagen über den religiösen Hintergrund und die Verbindung zum Beispiel zu dem regimetreuen Parlamentarier scheint ja belegt zu sein. Dazu deutet es auf eine gezielte Tat gegen diese Familien hin, die Ortskenntnisse und Planung sehr wahrscheinlich macht.
    Die Täter: Kahlgeschoren und lange Bärte. Tja, das kann vieles heißen. Zeitweilig war noch von weißen Turnschuhen die Rede, die etwas beweisen sollten. Man weiß es eben nicht.
    Entscheidend ist für mich, wer da getroffen wurde. Wenn es sich bestätigt, wie der FAZ-Bericht es darstellt, das die betroffenen Personen schiitischen Hintergrund haben und Verbindungen zum Regime, dann neige ich zur Annahme, das die Tat von Rebellenseite, möglicherweise von salafistischer Seite begangen wurde.
    Meinen, annehmen, vermuten....
  6. #35

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Ich habe den Bericht zumindest in der FAZ auch gelesen. Aufgefallen ist mir das er zwar (berechtigter Weise) anprangert das Zeugenaussagen ungeprüft übernommen werden aber inwiefern hat er seine Zeugen überprüft?
    Zudem, darf (falls das Massaker so geschehen wie dort berichtet) man deshalb davon ausgehen das ALLE Rebellen schlachtende Mörder sind? Wenn ja, trifft dies dann nicht ebenso auf schlachtende Soldaten zu?
    1. Die "guten" Rebellen die wirklich für "Demokratie und Menschenrechte" kämpfen sollten sich von den Djihadisaten, Söldnern und kriminellen Banden die sich auch Rebellen nennen glaubwürdig und energisch distanzieren. Das tun sie aber nicht. Daher kann man die Rebellen leider nicht voneinander unterscheiden und der Westen solle sich zurückhalten wenn nicht klar ist wen man letztendlich unterstützt.

    2. Assad verfügt über 200.000 Soldaten. Wenn das alles Schlächter wären die seit einem Jahr ununterbrochen das Syrische Volk metzeln, wie oft dargestellt, dann gäbe es nicht 10.000 Tote auf beiden(!) Seiten sondern Millionen Tote.

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Waren es überhaupt die "Rebellen" oder fanatische Religiöse die nun Oberwasser bekommen.
    Ich habe jetzt zumindest noch nicht viele Rebellen rumrennen sehen die wie dort geschrieben rumlaufen
    "Die Täter waren kahlgeschoren und hatten lange Bärte."
    Sie bekommen ja auch immer nur die Videos mit den netten Rebellen zu sehen. Die Propaganda-Abteilung der Rebellen weiss schon was sie für Bilder in Youtube einstellen muss.

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Und wie auch im Artikel erwähnt
    "Unbestritten waren in den ersten Monaten des Konflikts, als die Opposition noch über keine Waffen verfügte und schutzlos war, alle Greueltaten auf das Konto des Regimes gegangen."
    Was aber hier von diversen Foristen bestritten wird.
    Es wird nicht bestritten, viele weigern sich lediglich das aufgrund der dünnen Quellen alles als gesichtere Fakten anzuerkennen.
    In Bengasi fing auch nicht alles so an wie von den dortigen Rebellen verbreitet wurde.

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Und da kommt man dann wieder zur selektiven Wahrnehmung (ich schließe Sie hier mal aus) denn das es die Rebellen waren ist für diese unbestritten gleichzeitig werden aber die Gewaltakte der Familie Assad ausgeblendet.
    Dass Assad ein Diktator ist und so einiges auf dem Gewissen hat, hat glaube ich noch niemand bestritten.
    Die Frage ist leidiglich ob das was die Rebellen wollen für die Syrischen Menschen wirklich die bessere Alternative ist.
    Vieles deutet darauf hin, dass die Rebellen nach ihrem Sieg erstmal ausgiebige Rachefeldzüge und ethnische Säuberungen durchführen würden. Und ob es danach mit den Menschenrechten (insbsondere für religiöse Minderheiten) besser werden würde, wage ich zu bezweifeln.
  7. #36

    Ist das "zur Wehr setzen" ?

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Na ja, ich fand nur das Sie in Ihrem Text relativ viele Vermutungen angestellt haben und daraus dann Szenarien konstruiert haben. Irgendwie das was man auch in der hiesigen Medienwelt findet.

    Und hier stimme ich Ihnen voll und ganz zu nur das ich das Recht auf Seiten der Rebellen sehe die sich einem Diktator zur Wehr setzen dessen Familie seit 41 Jahren die gesamte Macht in den Händen hält.
    Gehören Bombenattentate Ihrer werten Meinung nach auch zum legitimen Widerstand gegen die jetzige Regierung Syriens ?
    Sind Bombenattentate legitime Mittel des Widerstands gegen unliebsame Regierungen ? ?
    Denn heute explodierten die "Rebellen" des FSA eine Autobombe in der Nähe der Verkehrsdirektion al-Nakarin, östlich von Aleppo.
    Ein gestohlendes Auto wurde per Fernzündung zur Explosion gebracht.

    Dann wurde noch ein LKW voller Sprengstoff in der Nähe des Al-Hal-Marktes der Stadt Kafr Zeta in der Provinz Homs in die Luft gesprengt.
    Der Polizist Wael Anis Beraq starb dabei, 6 weitere Menschen in einem Kleinbus der zufällig vorbei fuhr, wurden zum Teil schwer verletzt.

    Sehen Sie dieses "zur Wehr setzen" wirklich noch als legitim an ?
  8. #37

    Zitat von karloo Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist es verboten den der Zivilstatus der Stadt wird ja dadurch nicht aufgehoben.
    So etwas wie den Zivilstatus der Stadt gibt es nun nicht. In letzter Konsequenz würde diese Interpretation dazu führen, dass Kämpfe in Städten grundsätzlich verboten sind. Dies ist zwar ein frommer Wunsch, aber vollkommen illusorisch. Das humanitäre Recht stellt nunmal nur einen Minimalkonsens dar, mit der Hoffnung dass wenigstens dieser erfüllt wird.
  9. #38

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    1. Die "guten" Rebellen die wirklich für "Demokratie und Menschenrechte" kämpfen sollten sich von den Djihadisaten, Söldnern und kriminellen Banden die sich auch Rebellen nennen glaubwürdig und energisch distanzieren. Das tun sie aber nicht. Daher kann man die Rebellen leider nicht voneinander unterscheiden und der Westen solle sich zurückhalten wenn nicht klar ist wen man letztendlich unterstützt.
    Warum sollten Sie das tun? Das ist doch völlig unrealistisch. Die Rebellen sind der Assad-Armee unterlegen und da nehmen Sie logischerweise alle Hilfe an die sie bekommen und wie bei allen Revolutionen/Aufständen hoffen die gemäßigten Kräfte die Fanatiker im Zaum halten zu können.
    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    2. Assad verfügt über 200.000 Soldaten. Wenn das alles Schlächter wären die seit einem Jahr ununterbrochen das Syrische Volk metzeln, wie oft dargestellt, dann gäbe es nicht 10.000 Tote auf beiden(!) Seiten sondern Millionen Tote.
    Der Krieg verändert die Menschen und es ist nicht zu erwarten das je länger der Krieg dauert die Kontrahenten zärtlicher miteinander umgehen. Oder erwarten Sie das es auf der einen Seite nur Schlächter gibt und auf der anderen Seite nur ausgemachte Humanisten. Das wäre dann die erste Armee bei der das so ist.
    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Sie bekommen ja auch immer nur die Videos mit den netten Rebellen zu sehen. Die Propaganda-Abteilung der Rebellen weiss schon was sie für Bilder in Youtube einstellen muss.
    Kennen wir uns? Oder woher wissen Sie was ich zu sehen bekommen und wie ich, das was ich sehe, interpretiere? Erschließen Sie so Ihre Quellen? Einfach mal was behaupten - wird schon stimmen.
    Bezeichnend finde ich auch immer das manche meinen alle die nicht Ihrer Meinung sind wären Manipuliert bzw. können Propaganda nicht von Wahrheit unterscheiden während man selber natürlich den überblick hat.
    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Es wird nicht bestritten, viele weigern sich lediglich das aufgrund der dünnen Quellen alles als gesichtere Fakten anzuerkennen.
    In Bengasi fing auch nicht alles so an wie von den dortigen Rebellen verbreitet wurde.
    Das die Gewalt vom Assad-Regime ausging ist aber ziemlich gesichert und auch logisch den er hat(hatte) das Gewaltmonopol und dieses auch ausgenutzt.
    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Dass Assad ein Diktator ist und so einiges auf dem Gewissen hat, hat glaube ich noch niemand bestritten.
    Ach kommen Sie, Sie sind doch nicht seit gestern im Forum da muss Ihnen doch auch schon aufgefallen sein das sich hier alle Richtungen (vom totalen Assad bejaher bis zum totalen verneiner) herumtreiben.
    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Die Frage ist leidiglich ob das was die Rebellen wollen für die Syrischen Menschen wirklich die bessere Alternative ist.
    Vieles deutet darauf hin, dass die Rebellen nach ihrem Sieg erstmal ausgiebige Rachefeldzüge und ethnische Säuberungen durchführen würden. Und ob es danach mit den Menschenrechten (insbsondere für religiöse Minderheiten) besser werden würde, wage ich zu bezweifeln.
    Nun, die Rebellen wissen das Assad nicht das beste für das Volk will. Das Gegenteil zu beweisen hatte er(Assad) ja genug Zeit.
    Was meinen Sie passiert wenn Assad gewinnt? Keine Rachefeldzüge?
  10. #39

    Zitat von topodoro Beitrag anzeigen
    Gehören Bombenattentate Ihrer werten Meinung nach auch zum legitimen Widerstand gegen die jetzige Regierung Syriens ?
    Sind Bombenattentate legitime Mittel des Widerstands gegen unliebsame Regierungen ? ?
    Denn heute explodierten die "Rebellen" des FSA eine Autobombe in der Nähe der Verkehrsdirektion al-Nakarin, östlich von Aleppo.
    Ein gestohlendes Auto wurde per Fernzündung zur Explosion gebracht.

    Dann wurde noch ein LKW voller Sprengstoff in der Nähe des Al-Hal-Marktes der Stadt Kafr Zeta in der Provinz Homs in die Luft gesprengt.
    Der Polizist Wael Anis Beraq starb dabei, 6 weitere Menschen in einem Kleinbus der zufällig vorbei fuhr, wurden zum Teil schwer verletzt.

    Sehen Sie dieses "zur Wehr setzen" wirklich noch als legitim an ?
    Woher wissen Sie wer das war? Sind das nicht eher Methoden von Leuten die nicht den Rückhalt der Bevölkerung brauchen?
    Ich habe nicht bestritten das Al-Kaida (oder sonstige Ableger) dort versucht ein Bein in die Tür zu bekommen. Das heißt aber noch lange nicht das alle Rebellen Al-Kaida sind.