Forum


 

Nach spektakulärem Insider-Skandal: US-Milliardär Rajaratnam soll ins Gefängnis

Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, jetzt lautet das US-Gerichtsurteil "schuldig in allen Punkten". Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss demnach von der Wall Street für bis zu knapp 20 Jahre ins Gefängnis umziehen. Mit Insiderhandel hatte er sich über 60 Millionen Dollar erschwindelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762023,00.html
  1. #1

    hm..

    "Wir werden diejenigen verfolgen und bestrafen, die glauben, über dem Gesetz zu stehen und zu schlau zu sein, um erwischt zu werden."


    Die Frage bleibt, ob man jemals diejenigen verfolgen und bestrafen wird, die sich die Gesetze kaufen...
  2. #2

    Bullengemeinde der Giermonster

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, jetzt lautet das US-Gerichtsurteil "schuldig in allen Punkten". Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss demnach von der Wall Street für bis zu knapp 20 Jahre ins Gefängnis umziehen. Mit Insiderhandel hatte er sich über 60 Millionen Dollar erschwindelt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762023,00.html
    Der Mann braucht hier nicht verteidigt zu werden, das ist klar. Es bleibt mir dennoch der fade Beigeschmack, daß man hier einen unliebsamen Konkurrenten hat loswerden wollen. Denn davon, daß das nahezu alle so machen, die die entsprechenden Beziehungen haben, kann man wohl ausgehen.
  3. #3

    Woran wird die schwere eines Verbrechens gemessen?

    An der ergaunerten Summe oder an der Methode?

    Ich finde 20 Jahre Strafe viel zu hart. Er hat verbotener Weise mit Insidern geredet und so Geld gemacht.
    Bei mir ist er damit etwa auf dem Level eines gewöhnlichen Diebs.

    Er hat etwa 2000 mio $. 60 mio § hat er sich durch verbotene Informationen geholt.
    Das entspricht 600 € für einen Mann, der 20.000 € hat...

    In meinen Augen hat er eher wegen Dummheit das Gefängnis verdient. Warum riskiert er etwas für 60 mio $, wenn er doch schon längst Milliardär ist.
  4. #4

    die herren

    blankfein, paulson, ackermann und el-erian wirds freuen. nach madoff wieder eine zecke im fell losgeworden.

    bin mal gespannt wann in d solche parasiten wie middelhoff, esch oder berger "geopfert" werden.

    http://www.strategiepartei.de/zinsen.html
  5. #5

    Als

    Milliardär 60 Mio erschwindelt. Er hätte wissen müßen wann man aufhören sollte, von da her hat er es aus Giergründen verdient. Nur ist das Strafmaß albern, für viel größere Betrügereien gibt es nichts, für ein paar Autos aber auch viel mehr.
  6. #6

    Fragwürdig

    Zitat von Questions Beitrag anzeigen
    Denn davon, daß das nahezu alle so machen, die die entsprechenden Beziehungen haben, kann man wohl ausgehen.
    Das sehe ich genauso.
    So nachvollziehbar der Prozess ist - man möchte den gemeinen Anleger nicht verschrecken - so ist dies ein typisches Beispiel der überzogenen amerikanischen Justiz, die ein Exempel statuieren will, was bekanntermassen nicht funktioniert.
    Der Mann sollte zu Sozialstunden an Schulen verdonnert werden, um Heranwachsenden das Geschehen an der Börse zu erklären, das wäre sinnvoller, was bringt es wenn er im Gefängnis sitzt?
  7. #7

    wo bleibt da die relation?

    Ich bin sehr dafür, wenn Verbrecher auf den Finanzmärkten zur Rechenschaft gezogen werden. Das passiert leider viel zu selten.

    Ich weiss von einem Fall, wo der Vergewaltiger eines 12 jährigen Mädchens nach 3 Jahren wieder auf freiem Fuss war. Und in diesem Fall gibt es 20 Jahre? Das passt für mich nicht zusammen.

    Ich fände es wesentlich gerechter, bei solchen Delikten *massive* Geldstrafen zu erheben.
  8. #8

    Optimist !!!

    Zitat von commonman Beitrag anzeigen
    blankfein, paulson, ackermann und el-erian wirds freuen. nach madoff wieder eine zecke im fell losgeworden.

    bin mal gespannt wann in d solche parasiten wie middelhoff, esch oder berger "geopfert" werden.

    http://www.strategiepartei.de/zinsen.html
    Da können Sie lange drauf warten !
  9. #9

    Falsches Gesetz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, jetzt lautet das US-Gerichtsurteil "schuldig in allen Punkten". Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss demnach von der Wall Street für bis zu knapp 20 Jahre ins Gefängnis umziehen. Mit Insiderhandel hatte er sich über 60 Millionen Dollar erschwindelt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762023,00.html
    Mir ist nicht wirklich klar, was es mit dem Strafbestand des Insiderhandels auf sich hat.

    Selbst die illegale Weitergabe von Information im Falle des Landesverrates führt in der Praxis selten zu solchen Strafen.

    Ich habe den starken Verdacht, dass es die Gesetze sind, die hier etwas kriminalisieren was nie hätte verboten sein dürfen.

    Die Geschädigten in diesem Falle sind allein konkurrierende Anleger mit weniger Information. Niemand ist gezwungen, sein Geld irgendwo anzulegen, wenn er glaubt, nicht genug Information zu haben.

    Der verurteilte Investor machte das Geld mit einer vom Staat unnötigerweise geschaffenen unglücklichen Gesetzeslage, also etwa analog zum Verkauf von Alkohol zur Zeit der Prohibition.

    Ich habe nicht das geringste Vertrauen in das Rechtsystem, wenn es darum geht, hier ehrliche Geschäfte von angeblich kriminellen Aktivitäten zu unterscheiden, wenn schon die Gesetze dazu nicht taugen.

    Das die meisten einfach "richtig so" rufen, liegt wohl nur an der Tatsache, das Banker nicht populär sind.


TOP



TOP