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Nach spektakulärem Insider-Skandal: US-Milliardär Rajaratnam soll ins Gefängnis
Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, jetzt lautet das US-Gerichtsurteil "schuldig in allen Punkten". Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss demnach von der Wall Street für bis zu knapp 20 Jahre ins Gefängnis umziehen. Mit Insiderhandel hatte er sich über 60 Millionen Dollar erschwindelt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762023,00.html
- #30 12.05.2011 09:35 von Kurt aus Kienitz
- #31 12.05.2011 09:41 von
Ist schon etwas komplilzierter ...
Rein formal haben Sie recht: Der Alkohol-Käufer zahlt ja für den Schwarzbrand. Warum kauft der sich den aber überhaupt? Vielleicht, weil er süchtig ist? Und dann kommt man ganz schnell an den Punkt, der "Ausnutzen einer Notlage" heißt: Der Schwarzbrenner kassiert ja deutlich mehr, als seine eigenen Kosten sind. "Risikozuschlag" könnte man das jetzt marktwirtschaftlich nennen, oder eben soziologisch und strafrechtlich "Ausnutzung einer Notlage". Der Grat zwischen beidem (legales marktwirtschaftliches Verhalten und strafbarer Wucher) ist manchmal sehr, sehr dünn.
- #32 12.05.2011 09:48 von
Insiderhandel ist wie Korruption
Jetzt warten wir erstmal ab, welches Straßmaß das Gericht erkündet, bevor wir das Strafmaß kommentieren.
Der verdeckte Handel mit Insider-Informationen ist gleichzusetzen mit der Zahlung von Schmiergeld, um einen Auftrag zu erhalten. Es ist ein Geschäft, das zwei Beteiligte zum gegenseitigen Vorteil (der mit der geheimen Information bzw. der Auftragsvergabe betraute Mitarbeiter kassiert Geld vom Schmiergeldzahler, der Schmiergeldzahler wiederum verdient mit der Information bzw. mit dem zugeschanzten Auftrag) zum Nachteil der Allgemeinheit. Beispiel: Insider X erfährt, dass Firma A ein Übernahmeangebot für Firma B für 40 Euro pro Aktie vorlegen will. Aktuell beträgt der Kurs von B 32 Euro. Bei 33 Euro sind etliche Verkaufsangebote für B im Markt. Sobald die Verkäufer von dem Übernahmeangebot erfahren, stornieren sie natürlich ihre Verkaufsangebote. Das können sie aber nicht mehr, denn der Insider hat diese Aktien längst gekauft, da er die Informationen vorab hatte.
Die Folge: Die Insider machen sichere Gewinne auf Kosten der Nicht-Insider. Und bei der Auftragsvergabe-Korruption machen der Auftragsvergabe-Mitarbeiter und der Auftragnehmer sichere Gewinne auf Kosten der Firma (oder des Staates) für den diese tätig sind. Zwar ist der gesamtwirtschaftliche Schaden eines einzelnen Insider- oder Korruptions-Falls i.d.R. überschaubar. Wird Insider-Handel oder die Korruption aber zur Regel, kann das ganze Wirtschaftssystem zusammenbrechen.
Wer sagt denn, dass er die anderen 2000 Mio. $ redlich verdient hat? Für 60 Mio. $ konnte ihm nachgewiesen werden, dass er sie ergaunert hat. Das sagt über den Rest gar nichts aus! - #33 12.05.2011 09:52 von
Ziemlich lauter...
.... Theaterdonner, nichts weiter.
Eher geht das sprichwörtliche Kamel durch ein Nadelöhr,
als ein Milliardär für Insiderhandel jahrelang in den Knast.
Das hat auch nichts mit dem unterschiedlichen Rechtssystem in den USA zu tun. Geld ist Macht; und sehr viel Geld ist sehr viel Macht.
Maximal vielleicht einen Monat "for show" in die Nobelherberge, mit Wärtern im Livree und Menüwahl á la carte.
Danach wird der Rest zur Bewährung ausgesetzt und seine Kumpels im Finanzsandkasten nehmen ihn wieder mit offenen Armen auf.
Die Spiegel-Schlagzeile: "Ex-Milliardär nach 15 Jahren im Gefängnis verstorben" werde ich in meinem Leben nie lesen... - #34 12.05.2011 09:59 von
Hierzulande "bis zu" 5 Jahre
Lesen Sie bitte § 38 Wertpapierhandelsgesetz nach, und überprüfen Sie dann nochmal die vorherstehende Aussage.
Gefängnisstrafen gibt es in Deutschland selten für Finanzdelikte, da haben Sie recht. Aber auch Geldstrafen können nicht ohne sein. Beispiel Mobilcom: "Spoerr muss 300.000, Krieger 150.000 Euro bezahlen, was in beiden Fällen 300 Tagessätzen entspricht. Zudem müssen die ehemaligen Freenet-Vorstände den unrechtmäßigen Bruttogewinn aus dem Aktiengeschäften von rund 700.000 Euro an die Staatskasse zahlen."
http://www.it-business.de/news/perso...ticles/169062/
In Summe also über eine Million Euro! - #35 12.05.2011 17:58 von
Yohh
Solche Dinge bleiben das große Mysterium der Menschen. Wieso hört ein einfacher Millionär nicht auf, weiter sein Vermögen aufzupuschen wenn er selbst und seine nächste Familiengeneration auf verschwenderische Weise das Geld nicht ausgeben kann? Wieso muss man dabei auch noch Lügen und Betrügen, warum werden Beamte bestochen oder Widersacher ermordet, warum wird ein Krieg angezettelt?
Sie haben die Rechnung aus den Augen des Diebes gemacht, warum machen Sie nicht die Rechnung aus den Augen des Opfers? Einen Milliardär zu beklauen finde ich nicht so schlimm wie einen Bauern in Indien zu beklauen, der im Jahr nur 1.000 Dollar verdient.
Auch wenn es hart klingt, eine Geldstrafe würde der Mann aus seiner Portokasse bezahlen, aber Gefängnis mit einem entsprechenden Zeitraum, auch für Milliardär, Politiker etc. lässt solch ein Menschenschlag wieder zur Vernunft bringen. - #36 12.05.2011 18:14 von mitwisser
Kriminelle
Ich habe schon soviel Geld durch betrügerische Marktmanipulationen verloren, dass ich mich freue, wenn die Gesetze dann auch mal greifen. Das letzte mal, wo es mich erwischte, waren die geschönten Zahlen von Funke und der HRE, die den Dax nach oben trieben und mich viel Geld kosteten. Wenige Monate später, wurde die HRE vom Steuerzahler mit den ersten 100 Milliarden Euro gestützt. Funke klagte auf 3 Millionen aus seinem Vertrag. Wegen Marktmanipulation mußte er sich nicht verantworten.
Ich hoffe für uns beide, dass wir uns nie begegnen.
Wäre ja noch schöner, wenn ein Verantwortlicher (der angebliche Grund für die Fantasie-Gehälter) auch mal Verantwortung tragen würde. - #37 12.05.2011 18:26 von Fuinlhach
....
Mit Verlaub, aber wie bekloppt sind Sie denn? Wenn mir ein Insider die Lotto-Zahlen von morgen geben kann und ich dann fröhlich Tippe, Gewinn garantiert, ist das Betrug und nichts anderes hat der feine Herr da getan, er hat betrogen. Nicht um ein paar Peanuts sondern um fette 60 KK $. Damit kann man ganz schön viele hungrige Mäuler ein ganzes Leben lang stopfen.
Neben der Knaststrafe hätte ich aber lieber eine weitere Strafe gesehen, die dem feinen Herrn weitaus mehr weh tut nämlich einen Gutteil seines zusammengediebten Wohlstands wegnehmen. - #38 12.05.2011 21:54 von
kann ich nur unterstützen
wir sprechen hier von den USA, dort wird ihr Vergewaltiger auch nicht nach 3 Jahren wieder in Freiheit rumspringen. So erwas gibt es nur bei uns in Deutschland. Ich finde das Vorgehen nur gut, bei sind in den 90er Kaliber wie Schneider, etc. auch bald nach 1-2 Jahren guter Führung wieder in Freiheit rumgelaufen, nachdem tausende kleiner Betriebe und Privatehaushalte geschädigt wurden. Nicht wirklich wenn zuvor der Großteil des Vermögens an die eigene Familie übertragen wurde.
- #39 12.05.2011 23:56 von
Ein Bauernopfer...
...es geht so weiter, wie bisher.
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