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Nach spektakulärem Insider-Skandal: US-Milliardär Rajaratnam soll ins Gefängnis
Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, jetzt lautet das US-Gerichtsurteil "schuldig in allen Punkten". Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam muss demnach von der Wall Street für bis zu knapp 20 Jahre ins Gefängnis umziehen. Mit Insiderhandel hatte er sich über 60 Millionen Dollar erschwindelt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...762023,00.html
- #20 12.05.2011 08:33 von
unqualifiziert
Mit Verlaub, aber welch unqualifizierter Kommentar, der eine geringe Kenntnis der amerikanischen Gesellschaft belegt.
Finanzbetrügereien sind keine Kavaliersdelikte und um die Stafmaße anderer Länder beurteilen zu können bedarf es auch einer Grundkenntnis des gesamten Systems des Strafrechts des in Frage stehenden Landes. Ein Vergleich mit deutschem Strafmaß ist unangebracht - genauso wie solch pauschalisierende Aussagen wie die soeben zitierte! Und auch bei uns wird Insiderhandel mit bis zu 5 Jahren geahndet. Auch hier ist das "bis zu" ausschlaggebend - auch die 19,5 Jahre sind nur "bis zu". - #21 12.05.2011 08:36 von Alpin
- #22 12.05.2011 08:41 von flusser
Deutschland
Ich wünschte in Deutschland würde man gegen Wirtschaftsverbrecher mit gleicher Konsequenz und Härte vorgehen. 20 Jahre halte ich durchaus für angemessen.
- #23 12.05.2011 08:47 von
In Deutschland gäbe es das Bundesverdienstkreuz
Insiderhandel klingt so harmlos, aber auch wenn es "nur" 60 Mio sind, die gehören ja eigentlich jemand anderem... In deutschland übrigens straffrei!
Hier bekäme Rajaratnam im Falle eines betruges allenfalls eine Bewährungsstrafe.
Außer er hätte Steuern hinterzogen: Dann müsste er die Steuern nachentrichten und bekäme auch eine Bewährungsstrafe, weil willfährige Staatsdiener bestimmt die Beweissicherung einen Tag nach der Verjährung durchgeführt hätten (Siehe: Zumwinkel).
Nach ein paar Jahren wäre dann Gras über die ganze Sache gewachsen und als tragende Säule der Gesellschaft gäbe es dann doch noch das Bundesverdienstkreuz.
Auch hier:
Herzlichen Glückwunsch USA, daß deren Rechtsprechung auch mal die Herren Bankster und Co. mit langjährigen Haftstrafen abgeurteilt werden.
Schauen wir nur mal zurück nach Berlin:
Die Herren vom Bankenskandal Berlin (z.b. Landovsky) erhalten Freisprüche, weil "der genaue Umfang des entstandenen Schadens durch die Staatsanwalt nicht auf den Cent nachgewiesen" worden ist, und die ganzen anderen feinen "Herren" schöpfen das Geld anderer Leute ab und gehen straffrei aus, weilsie sind plötzlich zu krank, um vor Gericht zu erscheinen, können aber den Berlin-Marathon laufen (Dr.Neuling AUBIS) und das Verfahren wird eingestellt, trotz meherer hundert Mio € Schaden. Dr. Neuling (einfach mal googeln...!) verbringt seinen Lebensabend natürlich nicht in Armut und erst recht nicht hinter Gittern!
Ich möchte gar nicht wissen, wie gnadenlos die Justiz bei mir zuschlagen würde, wenn ich ein paar mal tanken würde, ohne zu bezahlen, meine Volkszählungsunterlagen nicht ausfülle, oder einen Versicherungsschaden etwas großzügiger sehe...
Eine Säule der Demokratie soll ein unabhängiges rechtssystem sein, vor dem alle gleich sind - Meine Frage: Gibt es das in Deutschland noch? - #24 12.05.2011 08:48 von
Unsinn
Unsinn.
Wenn zur Zeit der Prohibition jemand einem anderen Alkohol verkauft hat, wurde jemandem genausowenig etwas weggenommen, wie wenn er es heute tut.
Die Gesetze selbst (also ob etwas als Straftat zu werten ist oder nicht), sind also offensichtlich nicht das Kriterium, das entscheidet, ob eine profitable Handlung eine Wegnahme von Werten anderer impliziert. - #25 12.05.2011 08:49 von
- #26 12.05.2011 08:55 von
Verbrechen
Madoff war ein Betrüger, der Banker des Artikels ist des *Insiderhandels* bezichtigt.
Der Unterschied ist, dass ich im ersten Fall ein Banker direkt das Geld der geschädigten annahm und verlor, im zweiten nur ein vermeintlicher, indirekter Schaden für andere, dritte Anleger entstanden sein mag.
Aber in ihren Augen ist die Schuld wohl der Beruf des Bankers selbst. - #27 12.05.2011 09:07 von
Von Konkurrenten und hiesiger Rechterbrechung
Völlig korrekt - anscheinend hat man nur einen unliebsamen Konkurrenten loswerden wollen. Wobei Rajaratnam im Gefängnis gut aufgehoben ist - von mir aus auch für die nächsten 100 Jahre!
Niemals wird das passieren - maximal bekommen die ne Geldstrafe von - sagen wir mal - 20.000,- Euro. Oder sie verlassen den Gerichtshof mit einem V-Zeichen - siehe Ackermann beim Mannesmann-Prozeß - #28 12.05.2011 09:15 von
Gut und Böse
1. Für den Aufbau eines Informationsnetzwerkes, das dazu dienen soll, den Wert von Unternehmen einzuschätzen, braucht man schon sehr viel "kriminelle Energie".
2. Das Motiv, etwas aus sich zu machen, ist "nicht gerade strafmildernd".
3. Menschen, die in Unternehmen investieren ohne ein solches Netzwerk zu haben, also solche die nicht wissen, was sie tun, können mit der harten Bestrafung von solchen, die das wissen, besser leben als ohne.
Die unschuldigsten Menschen sind also solche, die nichts wollen (2.) und dementsprechend auch nichts tun (1.). Diese sind dann "Opfer" derer, die das anders sehen.
Z.B. der böse Bäcker, der 1. ein Informationsnetzwerk (wie backt man Brötchen) aufbaut und 2. aus reiner Gier auf das Geld der Kunden dann Brötchen backt. Leidtragende sind hier die, die weder Lust hatten etwas zu lernen, noch etwas mit dem Gelerntem zu machen. Denn ohne den Bäcker wären, wie wir alle wissen, die Brötchen auf Bäumen gewachsen. - #29 12.05.2011 09:17 von
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