Eine schöne Geste. Leider muss davon ausgegangen werden, dass gerade die Erwartung dieser Offerte dazu geführt hat, dass die Suche nach Überlebenden ungewöhnlich schnell eingestellt wurde - einige Ortschaften hatten die Rettungstrupps noch nicht einmal erreicht.
Andererseits hätte man bei laufenden Rettungsoperationen solch ein Angebot wohl nicht ablehnen können, ohne in der vom Regime weitgehend vernachlässigten Gegend die Gefahr von Unruhen zu riskieren.
Die "Ehre der iranischen Nation" ließ es wohl nicht zu, unter den gegenwärtigen Umständen die Hilfe des "Großen Satans" anzunehmen, wie seinerzeit nach der Katastrophe bei Bam. Fall tatsächlich noch vereinzelte Überlebende unter den Trümmern liegen, so ist dies ein "geringer Preis und ihr sicherer Weg ins Paradies."
Grundsätzlich verfügt die IRI über genügend Kapazitäten, um die Versorgung der Opfer der Erdbeben sicher zu stellen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die zuständigen behörden auch organoisatorisch dazu in der Lage sind, oder die theoretisch vorhandenen Mittel im Sumpf der Korruption versackt sind.
Unabhängig von der regierung kann man den Opfern wohl nur alles Gute wünschen und hoffen, dass es möglich sein wird, ihre Leiden zu lindern.

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