Nach Mitarbeiterbeschimpfung: Liqui-Moly-Chef will sich zurückziehen

Liqui Moly"Jämmerlicher Spesenbetrüger" - so soll der Chef des Motorölherstellers Liqui Moly einen entlassenen Mitarbeiter in einer Mail an die gesamte Belegschaft genannt haben. Nach der öffentlichen Aufregung zieht er nun die Konsequenzen und will nicht mehr in der Öffentlichkeit auftauchen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...835299,00.html
  1. #1

    Es nervt, sobald jemand mal...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Jämmerlicher Spesenbetrüger" - so soll der Chef des Motorölherstellers Liqui Moly einen entlassenen Mitarbeiter in einer Mail an die gesamte Belegschaft genannt haben. Nach der öffentlichen Aufregung zieht er nun die Konsequenzen und will nicht mehr in der Öffentlichkeit auftauchen.

    Chef von Liqui Moly: Ernst Prost will sich zurückziehen - SPIEGEL ONLINE
    ...kein Blatt vor den Mund nimmt, die Dinge beim Namen nennt, ist sofort jemand da, der sich angegriffen fühlt, einen vermeintlichen Skandal ans Tageslicht bringen will oder mit Klage droht.
    Hey, der einzige, der sich wehren könnte, wäre der betroffene Mitarbeiter. Hat er aber nicht, wird also was dran sein.
    Immer nur Kuschelkurs und Geschmuse mit jedermann geht nicht. Es muss mehr Tacheles geredet werden, in diesem Land.
  2. #2

    Gelogen und betrogen-da muss man doch dies Worte sagen

    Wenn nun der entlassene Mitarbeiter unehrlich gehandelt hat so hat er sich bei dieser harten Wortwahl nicht zu beklagen! Liqui-Moly-Chef hat wohl gehandelt bei dieser Angelegenheit.
  3. #3

    Wird ja auch:

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Es muss mehr Tacheles geredet werden, in diesem Land.
    Was Herr Prost da losgelassen hat, ist doch ein laues Lüftchen - gemessen an all dem, was allein in diesem Forum schon so alles in bezug auf angestellte Führungskräfte zu lesen gewesen ist: Nix anderes nämlich sind Herr Ackermann und andere Topmanager oder auch die berüchtigten Bezirksleiter von Aldi, Lidl & Co. ;-)

    Man fragt sich in der Tat, wo hier nun das Problem liegen soll... oO
  4. #4

    Aber an seinen Worten muss er wirklich noch feilen...

    "Nichts gearbeitet, der Firma geschadet, gelogen und betrogen. Ich sage Ihnen, ich könnte brechen."

    Statt "Ich könnte brechen" sagt man doch lieber "Ich könnte kotzen!", das ist wenigstens ein Stabreim und weiter verbreitet.
  5. #5

    Schade

    Sehr schade, denn seine Ansichten in Talk-Shows waren sehr klar, bodenständig und auf das Allgemeinwohl bedacht. So etwas findet man bei Managern selten.
  6. #6

    Lange nichts gemerkt ??

    Also wenn der Mann diese Attacke verdient dann muss man doch mal fragen wieso der Chef bisher nichts gemerkt hat. Bei solchen Sachen ist ja meistens nicht ein einzelner Manager befallen sonder der ganze Laden ist nicht in Ordnung. Bei mehreren Lustreisen müsste doch aufgefallen sein dass da nichts bei raus kam. Die Firma scheint über gesunde Gewinnmargen zu verfügen. Außerdem bin ich für klare Worte von Mann zu Mann und nicht vor versammelter Mannschaft. Sehr elegant war das sicher nicht, von beiden Seiten.
  7. #7

    Auf sympathische Art kleinkariert und knauserig

    Ich flog vor kurzem mit airberlin von Hamburg nach Stuttgart, mit an Bord Liqui-Moly-Chef Prost. Er hatte billige Straßenkleidung an (Jeans, kariertes Hemd, Lederjacke), keine Platzkarte (saß irgendwo in der Mitte), flog Billig-Airline. Auf mich wirkte dieses Auftreten eines reichen Mannes sehr kleinkariert. Mag sein, dass er nicht auf Geschäftsreise war und sich deshalb im Freizeit-Schlabberlook kleidete und auf den billigsten Holzplätzen saß. Trotzdem gibt es zwischen kleinkariert und großspurig noch einiges an stilistischen Spielraum.

    Eigentlich machte er auf mich einen sehr sympathischen Eindruck.
    Andererseits dachte ich, irgendetwas stimmt an diesem Mann nicht. Wenn ich nun von diesen bissigen Mails an die Mitarbeiter höre, so schließt sich der Kreis: Prost liebt auf der einen Seite die große Gesten und markigen Sprüche, gibt sich in Talkshows weltläufig und weitgereist, doch im Grunde seines Herzens ist er ein knauseriger, bruddeliger Schwabe ohne Stil, der zwar durch eine gute Idee zu viel Geld kam, dessen großspurigen inszenierten Auftritten aber der Stallgeruch des Kleinen und Biederen anhaftet. Trotz allem - das sage ich ausdrüklich nochmals - hatte er eine sympathische Ausstrahlung, so eine Art Ekel Alfred als Unternehmer.
  8. #8

    Ich kanns verstehen

    Ich habe leider in diversen Unternehmen die Schamlosigkeit der Spesenritter kennengelernt. Sales-Leute die 6000 EUR im Monat verdienen und sich beschweren, dass ihnen der Arbeitgeber nicht auf den Reisen auch noch das Abendessen im schicken Restaurant bezahlt und so...

    Schlussendlich zieht der einfache Malocher auch diese Leute mit durch.
  9. #9

    Zitat von wm2006 Beitrag anzeigen
    Ich flog vor kurzem mit airberlin von Hamburg nach Stuttgart, mit an Bord Liqui-Moly-Chef Prost. Er hatte billige Straßenkleidung an (Jeans, kariertes Hemd, Lederjacke), keine Platzkarte (saß irgendwo in der Mitte), flog Billig-Airline. Auf mich wirkte dieses Auftreten eines reichen Mannes sehr kleinkariert. Mag sein, dass er nicht auf Geschäftsreise war und sich deshalb im Freizeit-Schlabberlook kleidete und auf den billigsten Holzplätzen saß. Trotzdem gibt es zwischen kleinkariert und großspurig noch einiges an stilistischen Spielraum.
    Sind Sie sicher, dass Sie die Definition des Begriffes "kleinkariert" kennen? Es scheint nicht so.

    Was ist genau daran schlecht, dass der Mann einfache und günstige (glauben Sie) Kleidung trägt?