Wenn die ukrainische Führung schlau ist, sagt Sie die EM ab, propagandistisch gesehen kann es sowieso nicht noch schlimmer kommen. Und der EM-Meister? Der steht doch sowieso schon fest :)
DPADie ukrainische Führung reagiert auf den internationalen Druck. Kiew sagte die Konferenz auf der Krim ab. Immer Staatschefs hatten zuvor ihre Teilnahme abgesagt - aus Protest über die Behandlung der inhaftierten Timoschenko.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832014,00.html
Wenn die ukrainische Führung schlau ist, sagt Sie die EM ab, propagandistisch gesehen kann es sowieso nicht noch schlimmer kommen. Und der EM-Meister? Der steht doch sowieso schon fest :)
Dabei ist der Tagungsort Jalta ("nomen est omen" ) doch so gut für Demonstration von Größe, Wichtigkeit und Bedeutung geeignet.
Und was macht die UA jetzt? Knast auf oder EM 2012 auch zu? Noch ist Zeit, die CZ kann z. B. blitzartig ihre Stadien + Infrastruktur für die paar Spiele aufbereiten. Und Tschüss!
Und die UEFA in die Wüste schicken! Sonst finden die noch einmal solche Austragungsländer!
"Trotz der Ankunft eines deutschen Arztes hat die in Haft erkrankte Timoschenko die vereinbarte Behandlung in einer Klinik in Charkow vorerst verweigert. Nach einem Gespräch mit dem Neurologen Lutz Harms vom Berliner Krankenhaus Charité habe die Oppositionsführerin gesagt, sie müsse sich zunächst mit ihren Anwälten beraten."
klar, machen wir alle so.
wenn wir erhebliche schmerzen haben verweigern wir die medizinische behandlung, erst mal gehört das mit den anwälten besprochen.
Die Fußball-EM wird hier politisch missbraucht und eine Chance zum Dialog vertan.Die Gründe für die Haftstrafe werden hingegen kaum diskutiert.
<zyn>Klar, wir sind ja auch alle in einem brutalen Unrechtsregime in einem Gefängniskrankenhaus und werden unter Aufsicht der Schlchtermeisterin (aka Gesundheitsministerin) persönlich "behandelt".</zyn>. Oder anders gefragt, wie wollen Sie, bei dem was Sie hier absondern im Stande sein, sich in Frau Timoschenkos Lage zu versetzen.
Ich finde, dass sich unser Bundespräsident richtig verhalten hat. Warum soll er ein Regime durch seinen Besuch aufwerten, das nachweislich die Menschenrechte mit Füßen tritt, und zwar nicht nur jenes der Frau Timoschenko? Je mehr die ukrainische Führung mauert, desto mehr reitet sie sich selbst in ein Desaster. Es wäre ein Leichtes, die Situation zu entschärfen, indem man Frau T. ausreisen lässt. Auch wenn das nach offizeller Lesart aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich sein soll, so finde ich, dass sich in einem totalitären System bestimmt ein Weg finden lässt. Wie wär's mit einer Präsidentenverfügung, die wohl auch der Grund dafür war, dass Frau T. zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde? Das würde zwar nicht die grundsätzlichen Probleme in Sachen Menschenrechte lösen, aber es würde allen eine Atempause für eine unbeschwerte Fußball-EM verschaffen. Sollte die ukrainische Führung nicht einlenken, so wird deren Gesichtsverlust jedenfalls unvergleichlich größer sein, als wenn sie jetzt über ihren eigenen Schatten springt.