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"Gorch Fock": Guttenberg setzt Kommandanten ab

"Meine Tochter fällt da nicht einfach runter": Die Mutter der auf der "Gorch Fock" tödlich verunglückten Kadettin erhebt schwere Vorwürfe gegen*die Schiffsführung.*Der Kommandant des Marineseglers*müsse zurücktreten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...740695,00.html
  1. #240

    Sorry, aber....

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Der Autor des gelungenen Kommentars verwendet die Ausdrücke "unsinnig" und hart für Befehle. Menschenverachtend und teilweise verbrecherisch würden das besser treffen.
    ...das kann ich, so grundsätzlich wie Sie es ausdrücken, nicht stehen lassen. Die wenigsten Befehle "die heute" gegeben werden sind unsinnig und hart sind sie auch nicht.
    Wenn der Kapitän seinem Steuermann, oder dem Maschienenraum einen Befehl gibt, egal ob bei der Marine, oder der zivilen Schifffahrt, dann ist der ohne "wenn & aber" auszuführen.
    Für Diskussionen oder Begründungen gibt es da keine Zeit.

    Wenn unsere Soldaten in Afgahnistan bei einer Patrouille unter Beschuss geraten, dann sind Befehle auszuführen, sofort, unverzüglich und ohne Kommentar. Sonst ist das Leben aller in Gefahr.
    Das hat mit Kadavergehorsam gar nichts zu tun.
    Ich glaube nicht, dass der Autor des Artikels als Offizier bei der Bundeswehr, Heer, Marine, Luftwaffe gedient hat.
    Sonst würde er so einen Blödsinn nämlich nicht schreiben.
    Einer Armee ohne das Prinzip "Befehl & Gehorsam" würde jegliche Effizienz fehlen. Dann kann ich sie auch gleich ganz abschaffen.
    P.S.
    Ich als ehemaliger Offizier und Panzerkommandant bin gegen den Afgahnistan Einsatz. Aber nach wie vor für das Prinzip Befehl & Gehorsam !
  2. #241

    ....

    Neulich habe ich mal wieder "das Boot" gelesen.
    Zu dem Fall fiel mir sofort die Stelle der Sturmfahrt ein in welcher "der Alte" sagte "einen richtigen Sturm auf einem Segelschiff, DAS sollten sie mal mitmachen" und daraufhin erzählte das dabei so manchesmal einer aus der Takelage fiel und der dumpfe Aufprall dann im ganzem Schiff zu hören war.
    Was passiert aber in so einer Situation, wenn dann plötzlich die Matrosen meutern weil sie Angst haben da hoch zusteigen?
    Richtig - unter Umständen säuft der ganze Kahn ab, weil er nicht mehr zu steuern ist.
    Das heute Irrsinnsbefehle wie der im Artikel angemahnte Befehl des Kaisers von Langemarck wohl angezweifelt und verweigert würden, das ist gut und richtig.
    Aber eine Seemännisch notwendiges Manöver auf einem Segelschulschiff, auf das man sich FREIWILLIG gemeldet hat, aus verzärtelung zu verweigern, das zeugt von verachtenswerter Verweichlichung.
    Wer Soldat wird und dies FREIWILLIG macht, der muss damit rechnen zu töten oder getötet zu werden, gerade bei der Marine wo noch der natürliche und auch tödliche Feind, der See an sich, hinzukommt.
    Wer da zu jammern anfängt, der sollte gleich in Schimpf und Schande aus deR Armee verwiesen werden, denn er hat sich
    als nicht tauglich erwiesen.
    Das Berufsbild ist hart und unerbittlich und dessen sollte man sich bitte klarsein BEVOR man sich freiwillig meldet.
  3. #242

    OAs

    Ruhig Blut Kameraden. Es ist zwar war das die BW personell deutlich an Qualität abgebaut hat aber in diesem Fall würde ich eher von einem typischen OA-Verhalten reden.

    Da sind Beschwerden über Ausbildungsbedingungen relativ häufig. Besonders von den OAs deren Ziel das finanzierte Studium ist. Klar dass die nicht bereit sind für ihren Sold etwas "Gefährliches" zu erledigen.
    Grüße vom 67.OAJ --- welchem OAJ hat eigentlich der Autor angehört?
  4. #243

    Die Lösung...

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Besser wäre es. Oder man rüstet einfach eine vergleichsweise preiswerte Absturzsicherung nach...
    Man versieht einen Rahsegler mit einigen hundert weiteren Stahlseilsystemen, jeden Soldaten mit umfangreichen Sicherungshaken.

    Bei einer Fallbö wird aufgeentert, natürlich voll gesichert.
    Dauert zwar ungefähr 10mal solange aufzuentern, aber immerhin ertrinkt man nach dem Kentern des Schiffes gut gesichert im Mast....
    Manman....
  5. #244

    _

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Hinnehmbare Quote? Bitte wiederholen Sie diesen Satz vor den Angehörigen, sofern Sie sich das trauen...
    1 Promille ist für Sie ein großes Risiko? Das sind 0.1%, anders ausgedrückt haben es 99.9% geschafft
  6. #245

    Wer das entscheidet? Der Verstand?

    Zitat von StefanKomarek Beitrag anzeigen
    Soweit ich es verstanden habe, ging es darum, in die Takelage zu klettern. Nach meinen Kenntnissen ist das gefährlich, aber notwendig, um ein Segelschiff steuern zu können. Kann ein Befehl dazu "unsinnig" sein?
    Wer entscheidet denn, wann ein Befehl "sinnig" oder "unsinnig" ist?
    Wenn es um das eigene Leben geht, entscheidet das wohl der Mensch der diesen ausführen soll.

    Und natürlich können Befehle unsinnig sein und natürlich können Befehle auch unangebracht gefährlich sein. (Gehen sie jetzt mit verbundenen Augen über die Autobahn (unsinnig und unangebracht gefährlich))

    Und nach wohl 8 Todesfällen auf diesem Schiff, 2 unter dem aktuellen Kommandanten, ohne Kriegseinsatz oder ähnliches, kann man schon die Vermutung anstellen, vor allem wenn die Besatzung schon Befehle verweigert, daß es dort wohl unangebracht gefährliche Befehle gab.
  7. #246

    _

    Zitat von sponner_hoch2 Beitrag anzeigen
    Im Einsatz - natürlich, das kann passieren. Aber warum das schon in der Ausbildung nötig sein soll, erschließt sich mir nicht.
    Wer sich das in der Ausbildung schon nicht traut, der begibt sich wahrscheinlich insbesondere dann nicht in Gefahr wenn es im Einsatz nötig wäre
  8. #247

    Vermutlich hat der Autor des Artikels nicht gedient,

    denn sonst hätte er auf das Befehlschema des Militärs eingehen müssen. Zunächst wird die feindliche Lage dargestellt, dann die eigene Lage. Aus der Lage wird das Verhalten der eigenen Truppe abgeleitet und daraus resultieren die Befehle für die Einheiten und Teileinheiten. Aus dieser Situation ergibt sich der Sinn und Zweck des Handelns. Das jemand nicht den Sinn des Handelns verstehen kann ist selbstverständlich, denn das würde neben dem einheitlichen Informationsstand auch einheitliche Ausbildung und Bildung voraussetzen. Da dies nicht gegeben ist, kann Befehl und Gehorsam nicht ersetzt werden.
  9. #248

    gelobt sei, was andere hart macht

    Den angeblichen Meuterern sollte man eine dicke Belobigung aussprechen. Diese kritischen jungen Leute haben sich mit ihrem Mut als echte Staatsbürger in Uniform erwiesen. In einer demokratischen Gesellschaft haben Kadavergehorsam und Hurra-Patriotismus absolut nichts mehr zu suchen. Aber leider gibt es gerade bei Militär immer noch genug Mitläufer und Duckmäuser.
    Die gesamte Stamm-Crew der Gorch Fock sollte schnellstens ausgewechselt werden.
    Ich denke, es wird höchste Zeit, gegen den Kapitän nicht nur ein Disziplinarverfahren, sondern auch ein Strafverfahren wegen Verdachts der Nötigung und der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung einzuleiten. Der Sachverhalt ist ein Fall für den Staatsanwalt und nicht die Sache einer internen Marineuntersuchungstruppe. Was kann dabei schon rauskommen, wenn die Truppe selbst ermittelt? Was wir erfahren werden, zeigt der "Selbstmordfall" in Afghanistan. Die wahren Hintergründe sind ja leider erst heute bekanntgeworden.

    Noch besser wäre es, dieses Schulschiff wegen Nutzlosigkeit sowie Kostenersparnis einzumotten und daraus einen Touristensegler zu machen. Dann bringt dieser Kasten wenigstens Geld ein.
    Ich habe echte Fahrensleute aus der christlichen Seefahrt zu diesem Schulschiff befragt. Die Leute halten die Ausbildung auf diesem Segler für völlig antiquiert und überholt. Auch der Spruch von einer Stärkung der Zusammengehörigkeit ist absoluter Blödsinn. Auf einem heutigen Tanker mit 10 Mann Besatzung sind die Anforderungen an die Crew 100x größer. Hier muss sich der Kapitän auch 100%-ig auf jeden Mann verlassen können, ohne dass dieser vorher in irgendwelchen Wanten herumgeturnt ist.
    Das Elitedenken bestimmter Truppenteile mit einem fehlgeleiteten Ehrenkodex habe ich während meines Wehrdienstes leider immer wieder erlebt. In Erinnerung habe ich noch die sog. Einzelkämpferausbildung im damaligen Lager Hammelburg.
    Aber ich bin aber davon ausgegangen, das sich Schleifereien sowie Druck auf Untergebene inzwischen überholt hätten.
  10. #249

    Urnengang im Kriegseinsatz?

    Das Problem bei diesem Artikel ist Sinn und Zweck von militärischem Gehorsam zu verstehen. Die Soldaten sollen Lernen schnell und effektiv zusammen zu handeln, um nicht nur die Befehle, durch Zeitknappheit in der Realität bedingt, direkt auszuführen, sondern sich auch von ihren Emotionen zu distanzieren, denn dass kann nicht nur für andere Soldaten lebenswichtig sein, sondern auch für denjenigen, der meint mit einer moralischen Abwägung des Befehls Zeit zu verschwenden.
    Menschen die das nicht wollen müssen sich vorher überlegen wieso sie dem Militär beitreten, dazu gehört auch die Vergewisserung, dass man sein Leben im Militäreinsatz nicht nur riskiren wird, sondern durchaus die Möglichkeit besteht es zu verlieren. Der Verfasser des Artikels feiert hier die Kritikfähigkeit der Jugend, wo sie aber fehl am Platz ist.
    Darüberhinaus sollte er sich vor unzulässigen Vergleichen in acht nehmen, und den Gehalt seines Artikels vielleicht auch auf Objektivität hin untersuchen.








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