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Nach Händlerskandal: UBS-Chef Grübel gibt auf

Der Druck auf Oswald Grübel war*zu*groß: Der Chef der Schweizer Großbank UBS ist zurückgetreten. Der Milliardenverlust eines Londoner Händlers durch illegale Geschäfte wurde ihm zum Verhängnis.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...788158,00.html
  1. #1

    Können Banker wirklich so dumm sein?

    Tatsache ist, das in London sehr, sehr viel Geld verdient werden kann. Aber woher kommt dieses Geld? So wie ich es sehe kann Geld nur aus zwei Gründen generiert werden:
    1. Man erhöht irgendwo die Produktivität.
    2. Man nimmt es irgendjemanden weg.
    Diese Massen von Geld KÖNNEN nur aus der zweiten Quelle stammen, und das führt mich zu der Frage wem man das viele Geld weg nimmt. Wahrscheinlich nimmt man es eben jenen Debütanten weg, die sich durch hohe Renditeaussichten dort hin locken lassen. Sollte ich recht haben, habe ich die Banker in der Vergangenheit wohl weit überschätzt, und das wäre ziemlich schlecht: Vernunft kann man nicht verordnen.
  2. #2

    Im übrigen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Druck auf Oswald Grübel war*zu*groß: Der Chef der Schweizer Großbank UBS ist zurückgetreten. Der Milliardenverlust eines Londoner Händlers durch illegale Geschäfte wurde ihm zum Verhängnis.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...788158,00.html
    bin ich der Meinung, dass der einfältige Händler nur vorgeschoben wurde, um Schlimmeres zu vertuschen - eben die Standardmethode der Organisierten Kriminalität - wen wundert´s ?
  3. #3

    Endlich!

    Wurde Zeit, dass Oswald Grübel geht. Als Schweizer wünschte ich mir einen Schweizer als Nachfolger von Oswald Grübel. Weil Oswald Grübel mir erscheint, als sei er ein Ausserirdischer. Ich wünschte mir auch von unserer schweizer Regierung, dass sie strengere Richtlinien und Gesetze für die Banken auferlegt. Erste gute Schritte hat sie ja bereits gemacht(Eigenkapitalquote von 19%). Die beiden Grossbanken UBS
    und Credit Suisse sollten sich bewusst sein über die Pflege des schweizerischen Images als Werkplatz. Denn solche üble Verfehlungen wie die Verzockung von 2 Milliarden CHF, schaden der Schweiz enorm. Da die Schweiz ein exportorientertes Land(54% des BIPs kommt vom Export) ist, kann sie sich solche Skandale nicht leisten. Der Verwaltungsrat hat richtig entschieden.
  4. #4

    Schade geht nicht auch ...

    ... der Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger!

    So weit so gut, der Platz für Axel Weber, den ehemaligen Präsidenten der Deutschen Bundesbank ist nun geräumt.
  5. #5

    "verantwortlich, aber nicht schuldig"... schlicht und einfach verantwortungslos!

    Damals... im September 2008 bestand wohl gut vierzehn Tage lang die Chance, dieses vollkommen absurde System grundlegend zu ändern; man hätte damals alles mögliche machen können; aber die Order war: "The show must go on!" Und das tut sie halt dann auch. Zwei, drei Wochen später, war es dann sowieso zu spät: Die Märkte diktierten wieder, wo es lang geht, und im Grunde sind ja auch nirgendwo Politiker, die das ernsthaft ändern wollen.
    Nun erklärt sich Herr Grübel zwar verantwortlich, aber nicht schuldig; "responsable, mais pas coupable". Das kommt zumindest Franzosen doch sehr bekannt vor (allerdings in einem anderen Zusammenhang), und wurde zum Synomym für eine vollkommen "verantwortungslose" Polit-Elite.
    Nun tritt also Herr Grübel, trotzdem zurück; eine nette Geste - die er sich sicher von seinen Kollegen im Aufsichtsrat entsprechend vergüten lassen wird - aber ändern wird sich natürlich nichts. Warum auch? Schließlich haben die Banken ja dank ihrer etwas übereifrigen Trader die letzten Jahren Milliarden eingefahren; wesenlich mehr als diese 1.7 Mrd., die da jetzt jemand verzockt hat.
    Und man muss sich schließlich fragen, was hier eigentlich der Begriff "Betrug" soll. Adoboli hat natürlich etwas über den Rahmen, der ihm zustand, hinaus gezockt. Aber solange das lief, hat es ja anscheinend niemand gestört. Dass davon niemand wusste, kann man wirklich keinem mehr erzählen. Verdient hat Adoboli wahrscheinlich das, was so einem Trader halt zusteht - laut Vertrag (und was immer man auch davon halten mag).
    "Betrogen" hat Adoboli jedenfalls wahrscheinlich niemanden; weder seine Bank, die stillschweigend tolerierte, was da lief, noch die Gesellschaft, denn schließlich bräuchte man das ja nur zu ändern...,wenn man das wirklich wollte. Und es wäre schön, wenn die Journalisten die Dinge mal beim Namen nennt.
    Betrogen wird hier allenfalls die Gesellschaft, und zwar von einer Klicke von Spekulanten und Finanzjongleuren, die mit Beihilfe der politischen Verantwortlichen in die eigene Tasche wirtschaftet; und zwar ziemlich effizent.
    Vergessen habe ich hier nur noch die Justiz: Jérôme Kerviel wurde in Frankreich allen Ernstes dazu verurteilt, die fünf Milliarden, die verzockt hatte, seiner Bank zurückzuerstatten - im Namen des Volkes. Das ist schon blanker Zynismus - zahlen tut natürlich das Volk! Irgendjemand ist dann dafür schon verantwortlich...
  6. #6

    rtzu

    Zitat von Wolfgang J. Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, das in London sehr, sehr viel Geld verdient werden kann. Aber woher kommt dieses Geld? So wie ich es sehe kann Geld nur aus zwei Gründen generiert werden:
    1. Man erhöht irgendwo die Produktivität.
    2. Man nimmt es irgendjemanden weg.
    Diese Massen von Geld KÖNNEN nur aus der zweiten Quelle stammen, und das führt mich zu der Frage wem man das viele Geld weg nimmt. Wahrscheinlich nimmt man es eben jenen Debütanten weg, die sich durch hohe Renditeaussichten dort hin locken lassen. Sollte ich recht haben, habe ich die Banker in der Vergangenheit wohl weit überschätzt, und das wäre ziemlich schlecht: Vernunft kann man nicht verordnen.
    Stimmt, wesentlich 2.... und fiktive Werte...

    Die Gier treibt, und davon lebt unser Wirtschaftssystem. Und ist seltsamerweise daran noch nicht ungegangen.

    Dass Grübel "die Verantwortung nimmt" mit seinem Rücktritt, is mE. nur ein Riesen-Euphemismus. Der eine Zocker verbrennt ein paar Mrd., und trotzdem gibt es für seine Vorgesetzten keine rechtlichen Konsequenzen. Was ist das für ein System, das sowas zulässt? Grübel geht halt, hat derweil gut verdient, behält bestimmt seine Anteile, udn vielleicht irgendwelche Ansprüche, und wird sehr schnell bei der nächsten Bank unterkommen... Tja.
  7. #7

    von wegen "Wertsteigerung"

    Was ist das für eine eingeschränkte Ansichtsweise!? Die Bank hat mal Geld verloren, welches jemand anderer dafür gewonnen hat. Wenn eine Bank Milliarden einkassiert ist alles gut, weil die verlierenden Kleinanleger von der Öffentlichkeit nicht wahrnehmbar sind.

    Für diese, die es noch nicht kapiert haben - an der Börse wird kein effektiver Wert geschaffen. Die "Wertsteigerungen" ergeben sich aus Angst, Spekulation und der existierenden Inflation. Damit also jemand gewinnt, muss ein anderer verlieren. So einfach ist das - es nennt sich Kapitalismus!
  8. #8

    Leistung zählt und nicht Dorfmentalität

    Zitat von baberich Beitrag anzeigen
    Wurde Zeit, dass Oswald Grübel geht. Als Schweizer wünschte ich mir einen Schweizer als Nachfolger von Oswald Grübel. Weil Oswald Grübel mir erscheint, als sei er ein Ausserirdischer. Ich wünschte mir auch von unserer schweizer Regierung, dass sie strengere Richtlinien und Gesetze für die Banken auferlegt. Erste gute Schritte hat sie ja bereits gemacht(Eigenkapitalquote von 19%). Die beiden Grossbanken UBS
    und Credit Suisse sollten sich bewusst sein über die Pflege des schweizerischen Images als Werkplatz. Denn solche üble Verfehlungen wie die Verzockung von 2 Milliarden CHF, schaden der Schweiz enorm. Da die Schweiz ein exportorientertes Land(54% des BIPs kommt vom Export) ist, kann sie sich solche Skandale nicht leisten. Der Verwaltungsrat hat richtig entschieden.
    Die Bankenchefs der Schweizer Banken müssen nicht Schweizer sondern fähig sein, ansonsten könnten wir als Schweizer bald von der Rest der Welt als Ausserirdische betrachtet werden ...

    Das sage ich ohne die fachlichen Qualitäten vom Oswald Grüble zu kennen - es kann schon sein, dass er kein guter Bankdirektor war.

    Wenn wir jedoch einige unserer Politiker durch deutsche Kollegen ersetzen könnten, würde die Schweiz auf jeden Fall davon profitieren.
  9. #9

    Bitte einmal nachlesen...

    Zitat von Wolfgang J. Beitrag anzeigen
    Tatsache ist, das in London sehr, sehr viel Geld verdient werden kann. Aber woher kommt dieses Geld? So wie ich es sehe kann Geld nur aus zwei Gründen generiert werden:
    1. Man erhöht irgendwo die Produktivität.
    2. Man nimmt es irgendjemanden weg.
    Bitte informieren Sie sich doch einmal oder lesen hier in andern Blogs entsprechend nach. Diese ca. 600 Billionen Euro an letztlichem Kasinogeld, mit denen hier durch die Bankenzocker gespielt wird, sind durch letztlich "absurde" Maßnahmen wie extremem Anwurf von Gelddruckmaschinen entstanden und haben mit der Realität rein gar nichts MEHR zu tun.

    Sollten diese tatsächlich in die Realwirtschaft gelangen, wäre eine Hyperinflation unvermeidbar. - DAS wird aber offensichtlich nicht passieren.

    Es gibt aber immer noch TUMBESTE Politiker, die immer noch nicht meinen (selbst Frau Merkel fühlt sich hier als offensichtlich Getriebene), diesen geradezu absurden und gemeingefährlichen Investmentbankern, die mit all dem Spielgeld zocken, entsprechenden gesetzlichen Einhalt gebieten zu müssen.

    Über die Gründe dafür darf entsprechend spekuliert werden und wurde auch bereits entsprechend spekuliert. Ein GRUND, der mir jedenfalls offensichtlich erscheint, ist der Umstand, dass Politiker nicht mehr mit ihren Entscheidungen unabhängig sind und vielmehr von einer Finanzoligokratie geradezu abhängig und gewürgt sind als von der Meinung der eigenen Wähler!








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