SPIEGEL ONLINEStelle dich gut mit deiner Etatdirektorin: Moderne Management-Methoden lassen sich auf viele Lebensbereiche übertragen, zum Beispiel auf die eigene Ehe. Umgekehrt funktioniert es sogar noch besser, wie Klaus Werle in seiner Karriere-Kolumne zeigt.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...825333,00.html
Quark. Für ein paar Hunderter mehr muß man Gülle saufen, mit dem Schwanz wedeln, Über-stunden schieben, die Privataufgaben des Chefs erledigen, es wird noch langweiliger, und man muß vor allem an viel mehr absolut bedeutungslosen Besprechungen teilnehmen. Und so tun als wäre man wer. Wer interessante Aufgaben will muß wechseln.
Das tut weh. Die Kunden wollen es billiger, und scheuen sich nicht, Einem alles Schlechte nachzusagen. Im eigenen Unternehmen ist das komischerweise auch so, wenn man es nicht unterbinden kann. Man wird bestenfalls von einem Höherrangigen unterstützt, um für den einen unliebsamen Konkurrenten loszuwerden, und danach fallengelassen.
Jeder ist sachlicher, wenn es um einen anderen geht. Das hat mit Frauen rein nichts zu tun. Frauen sind an manchen Stellen geschickter und kommunikativer, auch rücksichtsvoller, zuweilen übervorsichtig. Mir sind sie ehrlich gesagt auch lieber als männliche Klugschwätzer, wegen der Atmosphäre. Und weil sie Männer dazu bringen, sich halbwegs ordentlich aufzuführen. Und ich brauche mir keine Bundesligakommentare anhören.
Achtet man auf die Vokabeln, wird man sofort gewahr, daß der supernaive Typ aus der Werbebranche kommt. Da ist man mit vierzig megatot oder hat eine eigene Agentur. Wie Leben funktioniert weiß man trotzdem nicht. Oder ein Beruf. Oder Menschen.