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Nach dem Uni-Rauswurf: Letzte Chance, vorbei

Was tun, wenn der Exmatrikulator kommt? Gescheiterte Studenten gehen meist still, leise und schwer geknickt. Wie es sich anfühlt, wenn das Nichts-geht-mehr-Enschreiben kommt, erzählen Thomas, Daniel und Sarah - und sie verraten, warum es gar nicht so weit hätte kommen müssen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...715569,00.html
  1. #1

    nt

    naja bei manchen pruefungen im rueckblick denke ich mir nur oft: "man hast du schwein gehabt...ein gebiet was du mit mut zur luecke nicht gepauckt hast, feierabend in der klausur".

    es gehoert zum studium teilweise massenhaft glueck. ich weiss noch genau eine klausur im vorletzten semester war wie ein vokabeltest, nach 20minuten keine ahnung mehr gehabt und grad ma 30% geschafft -> durchfallen. aber ueberall iwas hingeschrieben und bis zum bitteren ende gekaempft. beste klausur; man darf nie aufgeben, jede klausur so behanlden als waere es der letzte anlauf, ignorieren obs spass macht oder nicht, es zaehlt allein das ergebnis.
  2. #2

    Jeder Rauswurf ist zuviel....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Exmatrikulator kommt? Gescheiterte Studenten gehen meist still, leise und schwer geknickt. Wie es sich anfühlt, wenn das Nichts-geht-mehr-Enschreiben kommt, erzählen Thomas, Daniel und Sarah - und sie verraten, warum es gar nicht so weit hätte kommen müssen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...715569,00.html



    Ich frage mich, wie unsere Bildungssystem dahin geändert werden kann, dass solche "Rauswürfe", wie Nicht-Versetzen oder Exmatrikulation, unnötig werden oder zumindest beinahe...
    Da wird von der Willkür eines Profs gesprochen. Und ebenso ist es deutschen Lehrern nicht fremd, allein über "Noten" eine Bewertung des Schülers abzugeben, ihn auch "fallenzulassen"...allerdings steht dahinter immer das Ermessen des Lehrenden. So erlebten wir eine Benotung im Unterricht für jede gegebene Antwort (richtig oder falsch)!
    Der Freiraum des Lernens hat sich an Schulen und Unis enorm eigeschränkt! Es herrscht das Prinzip der persönlichen Willkür.

    Was eigentlich Ziel sein müsste, wäre Schüler oder Studenten v o r dem Scheitern eine Hilfestellung zu gewähren, sei es in einer analysierenden Beratung, in einer Bestärkung der Eigenkräfte, in dem Aufzeigen alternativer Wege.
    Damit könnte einer Menge junger Menschen geholfen werden, zumindest ihr Selbstwertgefühl zu erhalten. Denn diese jungen Leute wären oftmals im Beruf nicht die Schlechtesten.
    Auch hier verlier die BRD unnötig an Potential.
    Wieso ist es einfach nicht möglich im Bildungsbereich zu kommunizieren?
  3. #3

    Der berühmte miese Prof

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Exmatrikulator kommt? Gescheiterte Studenten gehen meist still, leise und schwer geknickt. Wie es sich anfühlt, wenn das Nichts-geht-mehr-Enschreiben kommt, erzählen Thomas, Daniel und Sarah - und sie verraten, warum es gar nicht so weit hätte kommen müssen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...715569,00.html
    Der berühmte miese Professor lauert in fast jedem Studienfach, auch ich hätte beinahe nicht zu Ende studieren können, weil zwei Kumpels in einem Nebenfach mich unbedingt raushaben wollten, verschwundene Klausuren inklusive, ich hab dann einfach das Fach an einer anderen Uni belegt, in Berlin nicht allzu schwer. Kann ich nur allen raten in einer solchen Situation. Die eigene Uni muß! solche Scheine anerkennen.
  4. #4

    Irgendwann muss schluss sein

    Irgendwann muss auch mal Schluss sein.
    Jeder Student weiß, dass er nur eine begrenzte Zahl von Versuchen hat.
    Es sollte zu den Kompetenzen eines Akademikers gehören, Problemstellungen zu erfassen und sie fristgerecht zu lösen.
    Wer dazu nicht im Stande ist, sollte halt nicht studieren.

    Gruß xyzHero
  5. #5

    an sich...

    ... sicher ein spannendes Thema, allerdings ist der Text so voller Fehler, dass sich zwangsläufig die Frage aufdrängt, der Autor nicht selbst vom Exmatrikulator gepeinigt wurde.
  6. #6

    Studienordnungen

    Es ist bitter, wenn man jahrelang sich in der Hochschule abmüht, Praktika absolviert und Prüfungen schreibt, nur um dann an EINER Prüfung die ganze Arbeit in den Sand zu setzen.

    Zwar ergibt die Regel "Nach drei vergeigten Prüfungen ist Schluss" schon Sinn macht (Sonst würden die Hochschulen/Unis irgendwann überquellen.), aber diese (fast) General-Sperre für dieses Fach, wenn man Zwangs-Exmatrikuliert wird, finde ich zu hart.

    Besonders krass ist es, wenn man, wie man aus dem SPON-Artikel rauslesen kann, an einen Prof kommt, der schon solche Spitznamen wie "Exmatrikulator" hat.
    Sorry, aber wenn sich offenbar die LEHRER einen Spass daraus machen die Studenten zu schinden und quälen, dann hat das doch nichts mehr mit Ausbildung zu tun. (Gleiches gilt natürlich auch für Ausbilder in der Wirtschaft/Industrie!)
    Zwar wurde ich bei meinem Studium von solchen Leuten verschont, aber es gab solche bei denen man gemerkt hat, dass sie den Studenten Wissen vermitteln wollten und dass sie die Prüfung bestehen, und solchen den es einfach völlig egal ist, wie man sich in der Prüfung schlägt.
    (Glücklicherweise waren letztere in der Minderheit.)
  7. #7

    hauptsächlich ein gesellschaftliches und politisches problem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Exmatrikulator kommt? Gescheiterte Studenten gehen meist still, leise und schwer geknickt. Wie es sich anfühlt, wenn das Nichts-geht-mehr-Enschreiben kommt, erzählen Thomas, Daniel und Sarah - und sie verraten, warum es gar nicht so weit hätte kommen müssen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...715569,00.html
    deutschland braucht facharbeiter...
    Aber wer will schon ne ausbildung machen, wenn nur noch ein studium (egal welches) zählt? Ohne studium gibts kein mittelstands gehalt mehr! Ich arbeite mit studierten biologen und sportlern zusammen....in der IT....

    diese menschen hätten nie studieren dürfen, wir können froh sein, dass sie nicht wie die meisten anderen auf lehramt ungestellt haben. Lehrer werden in deutschland nur die schlechtesten studenten...
  8. #8

    Ich gebe keinen Titel mehr an

    Ich bin selber "geext" worden, allerdings schon nach drei Semestern BWL an der FH Aachen, weiß also aus erster Hand wie sich so was anfühlt. Dennoch kann ich die drei (Ex)Komilitonen nicht ganz verstehen: Eine Exmatrikulation kommt niemals aus heiterem Himmel, da man ja vorher schon zweimal eine Prüfung vermurkst hat, in dem einen Fall sogar schon dreimal, wußte gar nciht das es Unis gibt wo man auf Antrag sogar noch ein viertes Mal probieren kann.

    Ich hatte damals zwei dritte Versuche, einen in Finanzmathematik, was von der FH ganz bewußt zusammen mit Statistik als "Ex-Fach" benutzt wurde: 80 % Durchfallquote, und das seit Jahrzehnten, hach was sind wir doch eine tolle Anstalt, etc. pp. Den zweiten hatte ich in Informatik. FiMa habe ich bestanden, nach einem Paukmarathon wie ich ihn selten gemacht habe in meinem Leben. Es ist also durchaus möglich, den dritten Versuch zu bestehen. Bei Informatik haben mir leider die Nerven versagt aufgrund der extrem unangenehmen Prüfungssituation. Ist ärgerlich, aber mit der Möglichkeit durchzufallen muß man sich halt vorher beschäftigen.

    Da ich Gottlob eine abgeschlossene Ausbildung und zwei Jahre Berufserfahrung hatte, habe ich sofort nach der Informatikprüfung Plan B aktiviert und Bewerbungen geschrieben. Sehr quälend empfand ich nur die Wartezeit auf das Ergebnis der Informatikprüfung, denn zwischen Prüfung und Ergebnisbekanntgabe lagen auf den Tag genau zwei Monate, an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für zahlreiche schlaflose Nächte. Das Eintreffen des Ex-Bescheides selbst habe ich nicht so schlimm empfunden, ich wußte ja schon was Sache war. Nach ein paar Nächten drüber schlafen war ich mir sicher, das ich keinen zweiten Anlauf an einer Hochschule mit nicht ganz wasserdichter Prüfungsordnung starten würde. Da ich von Anfang an wenig Spaß an meinem Studium empfunden hatte (kein Geld, arrogante unverschämte Profs, Personal mit zentnerweise Blei im Arsch), fühlte ich mich wie von einer Last befreit, von tagelangem Heulen keine Spur. Die FH machte mir den Abschied durch einen Betrugsversuch ("Im Voraus bezahlte Studiengebühren nach Exmatrikulation erstatten?? Warum das den???????") zusätzlich leicht.

    Aufgrund meiner abgeschlossenen Berufsausbildung fand ich sehr schnell einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma, der mich in ein festes Arbeitsverhältnis führte, in dem ich heute mehr verdiene als je zuvor. Das einzige, was ich bedaure, ist das ich mich damals überhaupt für die FH Aachen entschieden habe, aus meiner Clique (ein gutes Dutzend Leute) hat fast jeder in den Sack gehauen oder wurde geext, woanders wäre es sicher besser gelaufen. Ob ich der Möglichkeit einen akademischen Grad zu erwerben bedaure muß man mich in zwanzig, dreißig Jahren fragen. Ich habe allerdings festgestellt das bei kommerziellen Trägern die "Postgraduierten-Bildungsgänge" auch für Leute mit relevanter Berufserfahrung zugänglich sind, man will ja schließlich Geld verdienen. Zusätzlich gibts ja noch die IHK oder die VWA oder oder oder...
  9. #9

    Zum Thema

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Exmatrikulator kommt? Gescheiterte Studenten gehen meist still, leise und schwer geknickt. Wie es sich anfühlt, wenn das Nichts-geht-mehr-Enschreiben kommt, erzählen Thomas, Daniel und Sarah - und sie verraten, warum es gar nicht so weit hätte kommen müssen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...715569,00.html
    Für den Betroffenen ist es schlimm, wenn man diesen Brief erhält. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass sich dieser Tag in den meisten Fällen schon lange vorher ankündigt.
    Am lustigsten finde ich dann Tipps vom Arbeitsamt a la "... nutzen Sie doch das, was Sie studiert haben, um in diesem Bereich eine Ausbildung zu beginnen...".
    (z.B. einem Jurastudenten, der durch das 1. Staatsexamen gefallen ist, wird eine Ausbildungsstelle als Rechtsanwaltsfachangestellter vorgeschlagen). Wenn ich mein Leben lang an meinen Misserfolg erinnert werden möchte, dann ist dies der richtige Weg.

    Ich finde, dass man nach der zur Aufarbeitung notwendigen "Kopf-in-den-Sand" Phase einen Neuanfang wagen muss; das was man gut im Studium geschafft hat aufgreifen und etwas in diesem Bereich beginnen. Manchmal findet man dann erst das, was einem wirklich liegt.


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