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Nach dem Pisa-Schock: Zehn Jahre Wirrwarr
Schul-Chaos, Zuständigkeits-Durcheinander, zerplitterte Lehrerbildung: Zehn Jahre nach dem Pisa-Schock*geht es*im deutschen Bildungssystem drunter und drüber. Eltern fürchten um die Zukunft ihrer Kinder - und weichen zunehmend auf Privatschulen aus.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...801187,00.html
- #40 03.12.2011 07:50 von
Irrsinn
Was viele Bildungstheoretiker und Ideologen nicht kapieren, ist die Tatsache, dass man hin auf dem Weg zu gleichen Chancen nicht unbedingt alle in den gleichen Schultyp zusammenpferchen muss, ja, dass es oft sogar barer Unfug ist, dies zu tun! Heterogene Kinder brauchen unterschiedlichste Methoden und Hinführungen zum gleichen Thema - wie soll ein einzelner Lehrer dies gleichzeitig bewerkstelligen, wie soll er Gymnasial- und Sonderschulniveaus gleichzeitig in einer Lerngruppe effektiv beschulen? In welchem Land der Welt wird derart grober Unfug sonst noch dem Deckmäntelchen der "Chancengleichheit" propagiert?
- #41 03.12.2011 08:52 von
Chancen
Solange man Eltern erlaubt das sie sich selber um ihre Kinder kümmern wird es keine Chancengleichheit geben.
Eine Schule kann es nicht ausgleichen wenn:
Kevin keinen Arbeitsplatz daheim hat und sich den Esstisch zum Lernen mit zwei Geschwistern teilen muss, Chantale dagegen ein eigenes Zimmer mit ordentlichem Schreibtisch und vielen Büchern hat.
Auch kann die Schule es nicht ausgleichen wenn Philipp ohne Begleitung eines Elternteils das Haus nicht verlassen darf (ihm könnte ja was passieren), Max dagegen kann seine Hausaufgaben in der Ortsbibliothek erledigen.
Oder wenn bei Elenora zu hause aus Prinzip nur italienisch gesprochen wird, sie nur italienische Freunde haben soll und die einzige Note die daheim etwas zählt die Italienisch Note in der Nachmittagsschule ist. Bei Victoria dagegen achten die Eltern darauf das sie deutschsprachige Freunde hat, bringen sie nachmittags zu befreundeten deutschsprachigen Familien damit sie schneller deutsch lernt und erarbeitet mit den Lehrern Plänen wie man die Sprachprobleme des Kindes einfacher beheben kann.
Das kann Schule nur ausgleichen wenn man den Eltern die Kinder spätestens nach dem abstillen wegnimmt und die Kinder in staatlichen Einrichtungen aufwachsen.
Und mit welcher Politisch Korrekten Maßnahme wollen sie die Kinder nun dazu zwingen Deutsch zu lernen? Bei einigen gegen den Willen der Eltern.
Die Kinder sollen schließlich nicht Assimiliert werden. - #42 03.12.2011 12:03 von
...
Och jaa die Lehrer werden sich darum Prügeln, 1000 Euro weniger zu verdienen mit halb so viel Urlaub.
Kleine Denkfrage: Wer wird wohl an einer Privaten freiwillig Unterrichten
a) Sektenheinis (Waldorf lässt grüßen)
b) Lehrer von Blumenfächern, die kein Platz an der Staatlichen bekommen
c) der Hausmeister
oder d) der Mathematiklehrer mit 10 Semestern Studium und jeder Menge Jobangeboten aus der Finanzindustrie? - #43 03.12.2011 12:22 von
.....
Aber die zusätzlichen Lehrer für Deutsch als Fremdsprache können wir uns leisten, zusammen mit ihren Eltern die zu 90% im H4 System leben? Importierte Armut nennt man sowas, das gibt es zum Glück in den attraktiveren Einwanderungsländer nicht (die Länder wo unsere geliebte Fachkräfte abwandern).
Aus erster Hand kann ich berichten das es nur daran liegt das wir so viele homogene Ausländer in unseren Klassen haben. Würde man eine Quote fordern wäre es ja äh sehr Recht oder so. In Sachsen haben wir solche Probleme überhaupt nicht, weil selten mehr als 2 Ausländer in einer Klasse sitzen, die dazu noch selten aus den selben Land kommen. So habe ich ohne eine extra Wurst Deutsch gelernt, weil ich es musste. Ein Kind geht automatisch den leichtesten Weg, und wenn alle Freunde seine Muttersprache sprechen, spricht man nur noch seine Muttersprache in der Freizeit, in der Schule und zu Hause sowieso.
Einfache Lösung für das Problem, wird aber aus ideologischen Gründen nicht umgesetzt. So haben wir Schulen mit 90% Ausländern/Migranten die regelmäßig mies abschneiden und Schulen mit weniger als 10% die dafür ihr Ziel mit gleichen Mitteln erreichen. - #44 03.12.2011 22:38 von
Werter Kollege,
seien Sie sich hiermit meiner Zustimmung gewiss. Freie Schulen sind im Übrigen nicht per se "besser" als staatliche Schulen. Manchmal sogar im Gegenteil, vor allem, wenn es um die Frage geht, ob man verhaltensauffällige SchülerInnen behält oder nicht einfach von der Schule schmeißt. Freie Schulen tun sich hier nach meiner bisherigen Erfahrung schwerer. Grund: Der Ruf der Schule könnte Schaden nehmen, weswegen Eltern und deren Kinder als zukünftige potenzielle "Kunden" wegbleiben könnten.
- #45 04.12.2011 09:14 von
Coopertest
Kennen Sie den Coopertest überhaupt genau? Er ist nicht schwierig und kann ein ziemlich genaues Bild der körperlichen Leistung abgeben. Auf Grund dieses Testes kann dann der Lehrer oder Trainer sein aerobisches Trainingsprogramm für die Schüler gestalten Cooper hat nämlich auch diese Trainingsprogramme in den verschiedenen aerobischen Sportarten (hat nichts mit Aerobic zu tun) ürsprünglich für die amerikanischen Raumfahrer entwickelt. Es ist auch heute noch die Grundlage für die verschiedenen Fitnessprogramme, und alle selbsternannten Fitnesspäpste haben fleißig bei Cooper abgeschrieben. Oder haben Sie etwas dagegen, wenn unsere Kinder fit sind?
- #46 04.12.2011 15:03 von
Ohne Titel
Volle Zustimmung; so hab ich es in meiner Anwärterzeit auch erlebt. Weltfremde Idiologen = Studienseminarleiter, die nur PISA-Quoten erfüllen wollen und ihre eigenen kruden Ansichten durchsetzten wollen.
Ob dabei Kinder auf der Strecke bleiben ist doch egal, Hautsache ich bin dem Dienstherren gegenüber gehorsam. - #47 04.12.2011 15:10 von
Aufgeweckte Schüler
Da muss ich ebenfalls zustimmen. Über mangelndes Schülerinteresse kann ich mich jedenfalls nicht beklagen, höchstens über mangelnden Fleiß. Wenn die Möglichkeiten, die das deutsche Schulsystem zweifellos bietet (nämlich fachlich gut ausgebildete Lehrer und eine angemessene Ausstattung mit Unterrichtsmaterialien und Technik), mit ein bisschen mehr Ehrgeiz und Bildungshunger kombinieren könnte, dann würden die Schülerleistungen im PISA-Test durch die Decke gehen.
Das setzt aber eine gesellschaftliche Anerkennung von schulischem Erfolg voraus, die es in Deutschland kaum gibt. Nur so lässt sich die Entstehung von Begriffen wie "Streber", "Lehrerliebling", "Schleimer" etc. erklären. Wer sehr gute Leistungen erbringt, wird gemobbt, weil die faulen Schüler fürchten, im Vergleich schlechter abzuschneiden. Ganz sicher ist das in Singapur und höchstwahrscheinlich auch in Finnland anders.
Ein Anfang wäre, dem Lehrerberuf zu mehr Ansehen zu verhelfen, indem man einen Teil der Schulferien nicht mehr als bezahlten Urlaub, sondern als Lehrerarbeitszeit deklariert und Fortbildungen, Konferenzen, pädagogische Tage (und auch Klassenfahrten!) fürderhin keinen Unterrichtsausfall nach sich ziehen. Falls keine Schulferien nahen sollten und trotzdem eine Konferenz nötig ist, kann man die am Samstag abhalten, das ist für andere Leute schließlich auch ein normaler Arbeitstag. - #48 04.12.2011 15:18 von
- #49 04.12.2011 15:28 von
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