Forum


 

Nach A380-Notlandung: Qantas rechnet mit Austausch von 40 Triebwerken

Das größte Passagierflugzeug der Welt sorgt wieder für schlechte Nachrichten: Der Triebwerkhersteller Rolls-Royce muss nach dem schweren Schaden an einem Airbus A380 möglicherweise bis zu 40 Triebwerke der Flotte auswechseln. Das befürchtet die australische Fluggesellschaft Qantas.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...729740,00.html
  1. #10

    Nachtrag

    Zitat von Renardmalin Beitrag anzeigen
    Liebe SPON Redakteure, Sie verwechseln hier etwas! Wenn die Entscheidung gefallen ist, dass die Triebwerke ausgewechselt werden, dann ist das eine GUTE Nachricht! ... und keine schlechte!!
    Das ist zwar für Qantas weniger erfreulich; für die Passagiere allerdings sehr!
    ... übrigens: Hätten die Qantas und die Lufthansa statt der englischen RR-Triebwerke die französischen SNECMA-Triebwerke eingebaut, so wie z.B. Air France und Emirates, hätten Sie jetzt weniger Ärger! Die Franzosen können das besser! Die Engländer haben seit der Vickers Viscount in den sechziger Jahren nichts Vernünftiges mehr in die Luft gekriegt!
  2. #11

    "was hat das mit dem Flieger direkt zu tun..."

    das hat ungefaehr die gleiche Bedeutung wie das fehlerhafte Pitot Tube dass zum Air France Absturz vor Brasilien gefuehrt hat. Dieses Teil wurde auch nicht von Airbus sondern von einem Zulieferer hergestellt. Im Endeffekt spielt es keine Rolle - das Flugzeug muss als ganzes sicher sein und Airbus hat die Triebwerke wohl irgendwann mal fuer den A380 genehmigt. Mir als Passagier ist es auch ziemlich egal ob ich in einem abstuerzenden Flugzeug sitze weil ein Zulieferer geschlampt hat oder ob das Flugzeug als ganzes Schrott ist.
  3. #12

    Flaming...

    Zitat von Renardmalin Beitrag anzeigen
    ... übrigens: Hätten die Qantas und die Lufthansa statt der englischen RR-Triebwerke die französischen SNECMA-Triebwerke eingebaut, so wie z.B. Air France und Emirates, hätten Sie jetzt weniger Ärger! Die Franzosen können das besser! Die Engländer haben seit der Vickers Viscount in den sechziger Jahren nichts Vernünftiges mehr in die Luft gekriegt!
    Schönes Flamen was aber nichts mit der Problematik zu tun hat ;).
  4. #13

    Wieso…

    … ist EADS (Airbus) nicht mehr verantwortlich für das Ganze, wenn eine bestimmte Variante bestellt wird?
    Mein neuer EADS (Mercedes Benz) stand nach 6000 km zwei Monate (!) lang in der Werkstatt, weil die Einspritzdüsen von Delphi (USA) defekt waren.
    Ich würde niemals auf die Idee kommen, dass das ein Problem von Delphi ist. Es ist im ein Qualitätssicherungsproblem von EADS bzw. Daimler Benz.
  5. #14

    A321 Ausfall der Bildschirme - Anweisung

    Zitat von flyhi152 Beitrag anzeigen
    das hat ungefaehr die gleiche Bedeutung wie das fehlerhafte Pitot Tube dass zum Air France Absturz vor Brasilien gefuehrt hat. Dieses Teil wurde auch nicht von Airbus sondern von einem Zulieferer hergestellt. Im.....
    Das weiß man nicht genau da die Blackboxen bis heute nicht gefunden wurde. Es gibt seit ein paar Wochen eine Anweisung bezüglich ein Problem mit der A321 Serie - und evt. andere Modelle auch.
    Das Problem ist ein Totalausfall der Cockpitbildschirme für eine gewisse Zeit. Passiert ist das in August auf einem Flug der BMI von BMI Khartoum nach Beirut (G-MEDJ, BD996).
    Das Flugzeug kam 20 Meilen vom Kurs ab bevor die Bildschirme wieder angingen und die Steuerung wieder funktionierte.
  6. #15

    Verantwortlichkeit

    Zitat von Paul-1 Beitrag anzeigen
    … ist EADS (Airbus) nicht mehr verantwortlich für das Ganze, wenn eine bestimmte Variante bestellt wird?
    Mein neuer EADS (Mercedes Benz) stand nach 6000 km zwei Monate (!) lang in der Werkstatt, weil die Einspritzdüsen von Delphi (USA) defekt waren.
    Ich würde niemals auf die Idee kommen, dass das ein Problem von Delphi ist. Es ist im ein Qualitätssicherungsproblem von EADS bzw. Daimler Benz.
    Nein, bei Flugzeuge ist das anders. Wenn du Probleme mit dem Motor hast ist ausschließlich der Motorenlieferant verantwortlich und in diesem Fall nicht Airbus.
  7. #16

    Verantwortlichkeit des Herstellers

    Zitat von Paul-1 Beitrag anzeigen
    … ist EADS (Airbus) nicht mehr verantwortlich für das Ganze, wenn eine bestimmte Variante bestellt wird?
    Mein neuer EADS (Mercedes Benz) stand nach 6000 km zwei Monate (!) lang in der Werkstatt, weil die Einspritzdüsen von Delphi (USA) defekt waren.
    Ich würde niemals auf die Idee kommen, dass das ein Problem von Delphi ist. Es ist im ein Qualitätssicherungsproblem von EADS bzw. Daimler Benz.
    Paul-1 hat völlig Recht. Natürlich hat der Hersteller eine Mitverantwortung für "Zubehörteile". Das hat die deutsche Rechtsprechung seit Jahrzehnten so entschieden. Der Hersteller muß von Dritten angebotenes Zubehör auf dessen Sicherheit kontrollieren. Um so mehr gilt das für Triebwerke.

    Was mich viel mehr ärgert ist die typische Spiegel-Online-Manier, dieses Thema anzugehen. Alles wird immer völlig überhöht, dramatisiert, überzeichnet. Alles ist verheerend oder bricht zusammen (-2% Wirtschaftswachstum, Arbeitslose etc.). Hier "zerbricht" das Triebwerk. Was ist das denn??? Hallo? Es war schlimm genug, aber zerbrochen ist es nicht. Eine Verkleidung ist abgefallen und ein Teil der Turbine (vielleicht eine Schaufel) hat eine Tragfläche durchschlagen. Das ist schon ein ernster Zwischenfall.

    Aber jemand schrieb zu Recht: 1970 bei Einführung des "Jumbo" war es nicht besser. Es gab Triebwerkbrände und technische Pannen zuhauf. Kinderkrankheiten schrieb man damals, Beinahekatastrophen heute (Kommentar aus der FAZ gestern). Trotzdem war der Jumbo bekanntlich äußerst erfolgreich.

    Liebes Spiegel-Online-Team! Geht es nicht ein bißchen sachlicher? BITTE!
  8. #17

    Na!

    Zitat von dicks Beitrag anzeigen
    Schönes Flamen was aber nichts mit der Problematik zu tun hat ;).
    Honny soit qui mal y pense! ... ein Schelm, der Böses dabei denkt! ;)
  9. #18

    Darum...

    Zitat von Paul-1 Beitrag anzeigen
    … ist EADS (Airbus) nicht mehr verantwortlich für das Ganze, wenn eine bestimmte Variante bestellt wird?
    Mein neuer EADS (Mercedes Benz) stand nach 6000 km zwei Monate (!) lang in der Werkstatt, weil die Einspritzdüsen von Delphi (USA) defekt waren.
    Ich würde niemals auf die Idee kommen, dass das ein Problem von Delphi ist. Es ist im ein Qualitätssicherungsproblem von EADS bzw. Daimler Benz.
    Ganz einfach. Der EADS (Mercedes Benz) wurde Ihnen als eine Einheit verkauft. Hätte Mercedes Ihnen nur die Karosserie verkauft und Ihnen angeboten, dass sie sich den Motor bei anderen Herstellern aussuchen können (Einbau hätte Mercedes für Sie übernommen, aber eben keine Garantie, da es ein ein Bauteil eines externen Herstellers ist, für das Sie sich selbst entschieden haben), dann wäre die Situation mit Airbus vergleichbar.

    Vielleicht ein praxisnäherer Vergleich: Sie kaufen sich ein Autoradio und bitten Ihren Autohändler es in Ihren Mercedes einzubauen. Wenn das Radio dann Probleme macht/defekt ist, dann können Sie den Autohändler/Mercedes dafür natürlich auch nicht verantwortlich machen (es sei denn, der Einbau war fehlerhaft). Für Garantieansprüche müssen Sie sich dann an den Hersteller des Radios wenden.

    Also nochmals:
    Jeder Kunde bei Airbus (oder Boeing,...) entscheidet sich selbst für das Triebwerk und kauft das Triebwerk auch nicht bei Airbus, sondern direkt beim Triebwerkshersteller. Airbus baut es dann für den Kunden ein. Airbus wäre also allenfalls verantwortlich, wenn sie beim Einbau des Triebwerks einen Fehler machen. Aber für Mängel des Triebwerks selbst ist der Hersteller des Triebwerks verantwortlich. Und wenn später das Triebwerk getauscht wird, weil es deutlich schneller verschleißt als das Flugzeug selbst, dann hat Airbus mit dem Austausch gar nichts mehr zu tun. Das machen die Airlines selbst.
  10. #19

    Triebwerke <> Flugzeuge

    Zitat von Paul-1 Beitrag anzeigen
    Mein neuer EADS (Mercedes Benz) stand nach 6000 km zwei Monate (!) lang in der Werkstatt, weil die Einspritzdüsen von Delphi (USA) defekt waren.
    Ich würde niemals auf die Idee kommen, dass das ein Problem von Delphi ist. Es ist im ein Qualitätssicherungsproblem von EADS bzw. Daimler Benz.
    Das ist in der zivilen Luftfahrt - alo bei den großen Verkehrsflugzeugen a la Airbus, Boeing, etc... - grundsätzlich anders:
    Da WÄHLT der Kunde ein Triebwerk zum flugzeug aus und lässt es auch SEPARAT von der Maschine warten.
    Klar müssen die Triebwerke von Airbus eingebaut werden, aber Airbus trägt nur Verantwortung an der "Schnittstelle" Triebwerk - Flugzeug.
    Das ganze es deshalb so organisiert, damit die Fluggesellschaften z.b. für verschiedene Modelle immer den selben Hersteller der Triebwerke wählen können, z.b. um die Wartungskosten niedriger zu halten. Eine Vielfalt von verschiedenen Triebwerken, die vom Flugzeughersteller "diktiert" wären würden dem entgegen sprechen.

    Also: Der Vergleich mit der Einspritzpumpe taugt nicht - die hast nicht DU als besondere Option gewählt, sondern MB hat sie ausgesucht und ist quasi "Weiterverkäufer", der damit auch die Verantwortung trägt.


TOP



TOP