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Mythos vom EU-Zahlmeister: Wie Deutschland vom Euro profitiert

Die Bundesrepublik zahlt Milliarden Euro für Pleitestaaten, hat selbst aber kaum Vorteile von Europa: Dieser Eindruck ist weitverbreitet - und doch nur ein Mythos. Kein Staat profitiert so von der europäischen Integration und der gemeinsamen Währung wie Deutschland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...744027,00.html
  1. #50

    Wo ist die Wirtschaftskompetenz der Spiegel-Redation?

    Was für ein Titel und was für ein schlechter Artikel. Leider fehlt es in dem Artikel sowohl an Sachverstand als auch an normaler Logik.

    Leider ist es weit verbreiteter Irrglaube sowohl bei zahlreichen Journalisten als auch bei vielen Wirtschaftsanalysten, dass Deutschland wirtschaftlich vom Euro profitiert hat.

    Deutschland profitiert vom Euro, weil es mehr in den Euroraum exportiert. Stimmt das?

    Nein, denn wenn Deutschland wirklich vom Euro profitiert, dann sollten die Wachstumszahlen des Exports innnerhalb des Euroraums auch größer sein als die in andere Wirtschaftsräume. Tatsächlich sind die ausführen außerhalb der EU am stärksten gestiegen, gefolgt von den EU-Staaten ohne Euro und dann erst an letzter Stelle kommt der Euroraum. Vom Euro profitieren sieht anders aus.

    Deutschland hat jahrelang Exportüberschüsse innerhalb der EU gehabt, deshalb ist es nur fair, wenn Deutschland jetzt zahlt.

    Die Exportüberschüsse innnerhalb der EU haben zu einer massiven Fehlallokation von Kapital geführt. Durch die hohen Leistungsbilanzüberschüsse wurde viel Geld (zuviel Geld) in Spanien, Griechenland, Portugal oder Irland angelegt, welches dort für einen Boom gesort hat und jetzt bei uns für Verluste sorgt. Ohne den Euro hätten diese Investitionen in diesem Umfang nie stattgefunden, da es ein Wechsselkursrisiko für Anleger aus Deutschland gegeben hätte. Zudem hätte die deutsche Währung aufgewertet, was Anlagen in den anderen Ländern der EU weniger attraktiv gemacht hätte.
  2. #51

    Da haben Sie recht

    Zitat von plang Beitrag anzeigen
    aber für den Durchschnittsbürger haben während dieser Zeit die soziale Sicherheit und die persönliche Kaufkraft abgenommen. Das mag angesichts der japanischen Tragödie zu kurz gegriffen sein, aber man muß es ja nicht schwarz/weiß ausblenden.
    Ja da haben Sie recht, der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer hatte nichts davon Exportweltmeister zu sein. Die Frage ist jedoch, hat dies seine Ursache im EUR, was ich bezweifele. Da liegt wohl eher an der Regierungen Schroeder und Merkel, die es sich zum Ziel gesetzt hattten und haben, die Vermoegenden reicher und die Armen aermer zu machen.
  3. #52

    Da haben Sie recht

    Zitat von plang Beitrag anzeigen
    aber für den Durchschnittsbürger haben während dieser Zeit die soziale Sicherheit und die persönliche Kaufkraft abgenommen. Das mag angesichts der japanischen Tragödie zu kurz gegriffen sein, aber man muß es ja nicht schwarz/weiß ausblenden.
    Ja da haben Sie recht, der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer hatte nichts davon Exportweltmeister zu sein. Die Frage ist jedoch, hat dies seine Ursache im EUR, was ich bezweifele. Da liegt wohl eher an der Regierungen Schroeder und Merkel, die es sich zum Ziel gesetzt hattten und haben, die Vermoegenden reicher und die Armen aermer zu machen.
  4. #53

    Das glauben Sie doch selbst nicht

    Zitat von Lindener2001 Beitrag anzeigen
    Deutschland profitiert vom Euro?

    Hm, mal sehen....


    Bund, Länder und Kommunen sind faktisch zahlungsunfähig und fahren jedes Jahr neue Rekordverschuldungen ein...

    Bäder, Bibliotheken, Theater usw. müssen aus Geldmangel geschlossen werden....

    3,3 Millionen Arbeitslose und 6,4 Millionen Hartz4ler = 10
    Millionen die auf Staatsgelder angewiesen sind....

    Dies ist die offizielle Version der Politiker, in Wahrheit sind es wohl noch 2 Millionen mehr noch viel mehr...

    Unsere Sozialsysteme brechen allesamt zusammen und fahren Rekordverluste ein....

    Neue industrielle Arbeitsplätze entstehen fast ausschließlich nur noch im Ausland....

    Der Mittelstand bricht weg, der Wohlstand in Deutschland geht dramatisch zurück...

    Ohne Ausnahme sind die Länder die den Euro eingeführt haben Pleite oder stehen kurz davor......


    In der Tat, eine wahre Erfolgsgeschichte....

    Die bis zum heutigen Tage niemals die Zustimmung der Mehrheit hier im Lade gefunden hätte....

    Schluss mit dem Irrsinn!
    Soweit, so richtig, aber ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass der EUR dafuer verantwortlich ist. Oder glauben Sie etwa, wenn morgen die DM wieder da waere haetten die Kommunen Geld, die Arbeitslosen Arbeit usw.?
    Warum sollte das so sein?
  5. #54

    Falscher Indikator

    Zitat von dienachtigall Beitrag anzeigen
    ich bitte mal um bessere Artikel, vor allem im Wirtschaftsbereich, so was schwammiges und reißerisches hab ich schon lange nicht mehr gelesen...

    sowas ist man doch nur bei dem Futter für die Massen bei Themen wie Lybien/Japan gewohnt...

    Woher kommt eigentlich der Mythos von der ach so starken Exportabhängigkeit, hab ich da was verwechselt oder ist der Nettoexportanteil am BIP nicht vergleichsweise klein?

    gruß Tobias
    Ich nehme mal an mit dem Nettoexport meinen Sie den Handelsbilanzueberschuss. Der betrug 2010 grob 200 Mrd. US-$. In Relation zu grob 3300 Mrd, sind das knappp 6%. Allerdings sagt dieser Indikator nicht viel aus, da Deutschland notwendigerweise auch Importe braucht und die lassen sich nun einmal nur mit Exporten bezahlen, oder es geht DE wie Griechenland. Somit waere ein Indikator Exporte/BIP schon aussagekraeftiger und die Quote ist ca 30%. Ich will damit keinesfalls sagen, dass ein hoher Handelsbilanzueberschuss Ziel wirtschaftlichen Handelns sein sollte. Eine ausgeglichene Handelsbilanz sollte wuenschenswert sein, aber trotzdem muss exportiert werden, wir haben leider viele Rohstoffe nicht national verfuegbar.
  6. #55

    immer die alte Mär

    Wer ist Deutschland? Was ist Deutschland? Deutschland profitiert von dem Export in die Eurozone?
    Das Realeinkommen der Deutschen ist ständig gesunken. Profitiert hat nur die Wirtschaft, die dann die Gewinne im Ausland investiert. Die Deutschen haben davon zwar Arbeitsplätze, aber was für welche, unwürdige und miserabel bezahlt.
  7. #56

    Was?

    [QUOTE=Neurovore;7439235]Öhemmmmm....

    "Dem "Staat" geht es so dreckig wie lange nicht mehr (siehe Neuverschuldungen) und auch der "Normalbürger" profitiert nicht vom Export. Stattdessen darf er seine gesparten Reserven angreifen, um halbwegs über die Runden zu kommen. Was ja auch eines der Ziele der Währungsunion war: an die Ersparnisse der Deutschen zu kommen. Bedauerlicherweise sind die aber in ein paar Jahren aufgebraucht, so daß man mit der üblichen Propaganda nicht mehr weiterkommen wird."

    Was ist denn das fuer eine wirre Verschwoerungstheorie, wo haben Sie denn her? Ja, die anderen haben sich aufgemacht die Ersparnisse der Deutschen zu pluendern und das mit Hilfe des EUR. Diese Aussage passt leider nicht zu den Handelsbilanzueberschuessen die realisiert werden. Das Problem ist nur die Verteilung der Exportgewinne, aber da hat der EUr nichts mit zu tun, sondern die Politik von Schroeder und Merkel. Wenn wir nicht mehr exportieren wuerden koennten wir nur noch auf Pump importieren, und das waere keine gute Alternative. Aber die Verteilung des Einkommens und Vermoegens hat nicht mit dem EUR zu tun. Was kann der EUR oder EU dafuer das die 10% bestverdienenden Deutschen 28% des Gesamteinkommens erhalten und seit 2002 ihren Anteil am Gesamtvermoegen von ca. 58% bis 2008 auf 61% steigern konnte? Die Daten fuer das Einkommen beziehen sich dabei nur auf unselbststaendige Arbeit. (also keine Kapitaleinkommen, Unternehmereinkommen, Landwirtschaftliches Einkommen, Einkommen aus Rente und Verpachtung usw.)
  8. #57

    Ich schließe mich

    Zitat von sever Beitrag anzeigen
    Mich ermüden solche Artikeln!
    Aber ich möchte in dem Kontext trotzdem zurufen:
    - Wir wären auch mit der DM erfolgreich und Exportweltmeister, weil unsere Wirtschaft Top ist und stellt Top-Güter her! Das hat BRD schon vor dem Euro jahrzehntelang bewiesen!!! Oder meint einer, daß wir unsere Luxuskarossen ohne Euros nicht an reiche Chinesen und Russen verkaufen könnten...?? Und was ist mit der winzigen Schweiz??? Sind diese eigenartigen Bergmenschen nach der Einführung des riesen Euroraumes untergegannen??? Nein, sie leben und zwar so gut, daß in den letzten 10 Jahren zig Tausend deutscher Wirtschaftsflüchtlinge mit dem akademischen Bildungsabschluß aufnehmen mußten...
    Nicht Deutschland hat Euro gebraucht, sondern umgekehrt...
    dieser Meinung an. Nicht Deutschland braucht Europa, sondern Europa braucht Deutschland. Mal ehrlich. also D hat ca. 82 Millionen Einwohner, wenn ich davon 2 Millionen abziehe, die ev. einen eigenen Betrieb haben oder Banker sind oder schon immer reich waren dann bleiben 80 Millionen(Zahlen sind nicht belegt, reine Vermutung), die von der Euroeinführung absolut keinen Vorteil haben. Ist saran irgend etwas demokratisch? Wohlgemerkt reale Zahlen in Bezug auf Arbeitslose etc vorausgesetzt,d.h. Leute die trotz Arbeit noch zuschuss benötigen oder gerade Umschulung etc machen zählen für mich auch dazu. Also wenn ich von mir ausgehe, dann hatte ich zu DM Zeiten eine mindestens ebenso hohe Kaufkraft wie heute,bei mittlerweile real auf DM umgerechnet mehr als doppeltem Lohn.Ach ja, und damals hab ich 38-40 Stunden/Woche gearbeitet, heute arbeite ich 45-50 je nach Geschäftslage ohne Ausgleich. Ausnahme bei der Kaufkraft sind ev. Elektronikartikel, aber damals hat mein Fernseher und meine Waschmaschine auch 10 Jahre gehalten, heute braucht man ja alle 5 Jahre was neues.
  9. #58

    Durchschnittlich stiegen die Exporte nach [...]Spanien und Co.
    * zwischen 1990 und 1998 um gut 3 Prozent pro Jahr,
    * im Zeitraum von 1999 bis 2003 verdoppelte sich das Wachstum auf jährlich 6,5 Prozent und
    * von 2003 bis 2007 schnellte es sogar auf mehr als 9 Prozent hoch.

    Naturgemäß trübte die Wirtschaftskrise die Bilanzen für 2008 und 2009 ein. Doch Zuwächse von 6,5 oder oder sogar 9 Prozent pro Jahr sind umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaftsleistung insgesamt seit der Wiedervereinigung meistens nur zwischen einem und zwei Prozent pro Jahr zugelegt hat.
    Na, dann sind ja WIR Schuld an den Schulden von Spanien und Co., oder?
    Oder vielleicht doch der Euro?? Das Spanien und Co. sich eventuell nur so hoch verschulden konnten, um unsere Gueter zu kaufen, koennte durchaus daran gelegen haben, das ihre Wackelwaehrungen zum Euro konvertiert wurden, oder?
    Und nach wie vor ist ein Wirtschaftsaufschwung, der nur die Arbeitgeber/Investoren (Gewinne) erreicht, mit einem Abschwung, der mit Steuermitteln (Buergschaften/Kredite/Inflation) finanziert, ALLE betrifft, etwas fragwuerdig.
    Oder wie nennen wir so etwas in Aegypten, oder Libyen, wenn die Herrschenden immer Reicher, und die Masse der Bevoelkerung immer aermer wird? (Ich weiss, Vergleiche hinken. Aber sie geben ein Bild, das nicht unbedingt 100% richtig sein muss, um etwas erkennen zu koennen)
  10. #59

    Eine sehr gute Frage

    Zitat von Martin OL Beitrag anzeigen
    Ich verstehe die Kritik, aber könnte es nicht auch sein, dass es ohne den Euro noch schlimmer wäre?
    die allerdings genauso wenig zu beantworten ist wie die Frage ob es uns ohne Euro nicht besser ginge. Aber zumindest müssten wir nicht für andere Länder mitarbeiten, mit diesem Geld, das wir anderen nachwerfen,könnten wir auf so manche Einschnitte verzichten, in allen Bereichen.


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