Leider närt der Spiegel mal wieder den Mythos, dass Leiharbeiter eh nur die "schlechten" Jobs machen, sie sind oft arbeitlos, schlecht ausgebildet. Da macht es ja nichts, dass man sie wie Dreck behandelt.
Sorry Spiegel, die letzten Jahre komplett verschlafen? Leiharbeit ist vorherschende "Arbeitsform" unter Akademikern jüngeren Alters. Ich selbst bin "Leiharbeiter" bei BMW, allerdings mit Dipl-Ing. E-Technik. Praktisch 90% meiner halbwegs gleichalten Kollegen sind ebenfalls Externe.
Beim Gehalt kommt's drauf an ob man per Werksvertrag oder per Arbeitnehmerüberlassung "vermittelt" wird.
Beim Werksvertrag bleibt man de jure bei seiner "Verleihfirma" angestellt und muss vordefinierte Arbeitspakete "abarbeiten". Das Gehalt wird dann mit der "Verleihfirma" ausgehandelt. Bei AnÜg ist die "Ausleihfirma" für einen gewissen Zeitraum der Dienstvorgesetze.
Bei BMW ist es z.B. so dass AnÜgler denselben Tariflohn erhalten wie die internen Mitarbeiter, allerdings ohne weitere Extras (Gewinnbeteiligung, Urlaubsgeld, Vergünstigungen, etc.). Es existieren also schon da gewaltige Lohnunterschiede
Bei den Verleihfirmen gibt es solche und solche. Meine Verleihfirma ist sehr anständig, gibt auch andere die ihre Mitarbeiter über's Ohr hauen. Großes Problem ist dass z.B. BMW die Verleihfirmen massivst(!) im Preis drücken. Daher kommen u.a. die hohen Gewinne in den letzten Jahren. Selbst jetzt wo es kaum neue Ingenieure gibt, steigen die Preise nicht.
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