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Mythen der Arbeit: Es fehlen Fachkräfte, weil die Gesellschaft altert - stimmt's?

DPADer demografische Wandel krempelt Arbeitsmarkt und Gesellschaft kräftig um. Doch die Engpässe, die Unternehmen bei bestimmten Fachkräften bereits heute beklagen, lassen sich noch nicht auf den demografischen Wandel zurückführen, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...837409,00.html
  1. #1

    Was soll dieser Artikel??

    Seit Mitte der 60 Jahre Geburtenrueckgang??
    Ja und!! Soll der Deutsche vielleicht noch Babymacherweltmeister sich nennen duerfen?

    Seit Mitte der 60 werden immer mehr PC und Roboter eingesetzt. Die Wegwerfgesellschaft hat inzwischen alles. Dafuer fallen widerum viele Handwerksberufe weg.Wer laesst sich noch zum
    Elektrotechniker ausbilden, der Toaster oder Radios TV repariert. Wer lernt denn noch den Beruf eines Klempners, oder Baecker?
    Selbst eine kaufmaennische Ausbildung ist nicht mehr noetig!!!!
    Vor 100 Jahren gab es in Deutschland etwas mehr als 40 Millionen Einwohner. Da zog der Bauer noch mit dem Ochsenpflug los, der Maurer mauerte Stein fuer Stein, der Schmied haute auf den Amboss. Und trotzdem gab es schon damals Arbeitslose in den Staedten.Es gab keine Altersheime, keine Kinderkrippen. Es gab noch Schaffner auf der Elektrischen, Schupos hoch zu Ross usw.
    Und heute importiert man Muslime mit Familie.
    Was soll das?? Stellen Sie sich vor, alle muslimischen Ehefrauen werden als arbeitslos gemeldet nebst den erwachsenen Kindern.

    Morgen ist Deutschland PLEITE, niemand hat mehr Arbeit und dann ist es doch besser weniger Einwohner zu haben!!!
  2. #2

    optional

    Der "Schweinezyklus" ist bekannt. Man wählt sich einen Beruf, in dem gerade Mangel herrscht. Das ist aber nicht alles. Man wählt sich auch Berufe, wo man "Geld verdient". Daher die Verstärkung der freien Berufe und das Gejammer der Ärzte. Aber Auswirkungen hat auch die Schulbildung. Mint-Fächer werden dort "abgewertet". Auch deswegen gibt es weniger Ingenieure.
    Überhaupt:
    Wer Abtiur hat studiert - angebliche Studentenfreiheit. Man will nicht "malochen". Daher auch keine gute Azubis mehr und nach dem Einstieg in den Beruf die Modekrankheit burn out.
  3. #3

    Es gibt einen Fachkräftemangel ...

    und zwar einen Mangel an BILLIGEN Fachkräften.

    Was Arbeitgeber und Politik gemeinsam wollen, das ist ein Überangebot von Fachkräften schaffen, damit man für jeden Scheißjob aus hunderten Bewerbern schön sieben kann. Das Sieben geht dann nicht nur nach Kenntnissen, Bildung und Erfahrung, sondern auch nach Gehaltswunsch.

    Einen Versuchsballon hat das Kartell aus Politschaben und Sklaventreibern schon steigen lassen. Sie haben ein Heer von "Bätschelern" generiert, Halbgebildete die sich auch kaum weiterbilden lassen. Dass dies größter Mist ist erkennt man daran, dass die Wirtschaft die Links liegen lässt. Die fordern jetzt wieder Diplom-Studiengänge.

    Ein anderer Versuch ist die Einfuhr von Billiglohnsklaven aus Indien etc.. Was passiert aber, wenn die in die Unternehmen kommen. Ich habe das selbst bei einem großen IT Unternehmen erlebt. Da werden ein paar hingesetzt und die müssen dann irgendwas machen. Die bestehende Belegschaft weiß ganz genau, was passiert, wenn die sich da festsitzen. Morgen werden sie dann auch die anderen Arbeitsplätze wandeln. Somit werden den "Neuen" wichtige Informationen vorenthalten und mit denen wird nicht kommuniziert. Alles wird torpediert. Ich kenne kein einziges Unternehmen, das diese Form der "Verbilligung" erfolgreich durchgeführt hat. Wer aber in diesem Bereich nicht aufgibt, ist SAP. Aber die sind kein Standard. Die haben schon seit vielen vielen Jahren nichts mehr auf die Reihe gebracht. Alle "bahnbrechenden" Entwicklungen haben letztendlich versagt (mySAP).

    Der dritte Versuch ist die Verlagerung von Arbeit in solche Juwelen der Unternehmertätigkeit, wie Bulgarien oder Rumänien. Da sage ich nur noch: "Mach mir den NOKIA". Denen sehe ich derzeit amüsiert beim Sterben zu. Hach, ist das schön.

    Und die Medienwelt macht schön bei der Propaganda des Fachkräftemangels mit.
  4. #4

    Für nichts.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höhere Gehälter und attraktivere Arbeitsbedingungen in den Mangelbereichen der Gesundheits- und Sozialberufe sind aber unumgänglich.

    Fachkräftemangel hat nichts mit demographischem Wandel zu tun - SPIEGEL ONLINE
    Die Gehälter in den Sozialberufen wurden kurioserweise von der Gewerkschaft (Herrn Bsierske) selbst ausgehandelt. Mir ist es unerklärlich, wie der Gehaltsabstieg mit Hilfe der Gewerkschaft so geräuschlos über die Bühne gehen konnte. Ein FH Sozialpädagoge darf, nach TvöD mit ca. 2.700 EUR Brutto rechnen, alle Aufstiegschancen sind verschwunden. Am Bildungsmarkt werden inzwischen 1.800 Brutto angeboten. Im alten BAT waren es immerhin noch ca. 3.100 Brutto. Ein Sozialpädagoge nach altem BAT erwirbt nach einem ganzen Berufsleben eine Rentenanwartschaft von ca. 1.300 EUR. Die Kollegen mit den neuen Gehältern landen sicher in Hartz IV. 5 Jahre Ausbildung für nichts.
  5. #5

    Fachkräftemangel durch falsches System

    Deutsche Firmen suchen bevorzugt 25 - jährige Fachkräfte mit 10-jähriger Berufserfahrung. Spaß beiseite:
    Ich kenne einen in jeder Hinsicht vorzeigbaren 40-jährigen Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Vermessungswesen, der aufgrund der absoluten Flaute in dieser Branche in den letzten Jahren in Asien bei der US-Firma factset als Übersetzer englisch - deutsch arbeitete. Nach seiner Rückkehr in Deutschland kann er bei sehr bescheidenen Gehaltsforderungen bundesweit keinen Arbeitsplatz finden - auch nicht bei Zeitarbeitsfirmen.
    Sein beruflicher Werdegang:
    Abitur, abgeschlossene Lehre, Studium an der FH, Laufbahnprüfung für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst, acht Jahre Berufspraxis in der Fachrichtung Vermessungswesen, danach berufsfremd als Übersetzer im Ausland. Der Mann sieht gut aus, ist nicht behindert, raucht nicht, trinkt nicht, besitzt Führerschein, hat ein ganz sicheres Auftreten und kann sich hervorragend artikulieren. Trotzdem: keine Chance auf eine Einstellung in Deutschland. Dieser deutsche Ingenieur wird noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch geladen.
    Ich wundere mich, dass es in Deutschland nicht mehr möglich ist, einen Deutschen mit dieser Qualifikation umzuschulen. Es gibt auch offenbar keine Einarbeitungszuschüsse mehr in Deutschland, die eine Einstellung für einen potentiellen Arbeitgeber attraktiv machen.
  6. #6

    "Normale Marktreaktionen sind Gehaltsteigerungen und verbesserte Arbeitsbedingungen, so dass die Jobs in Mangelbereichen attraktiver werden."

    Genau davor haben die Arbeitgeber Angst, wie der Teufel vor dem Weihwasser! Es fehlen billige Arbeitskräft, perfekt ausgebildete, erfahrene Arbeitskräfte, dieses kleinen aber entscheidende Wort wird immer wieder vergessen. die Arbeitgeber sind verwöhnt von den letzten Jahren. Sie wollenw eder ordentliche Bedingungen, noch Weiterbildung, noch Sicherheit bieten. Hier müssen die Arbeitgeber noch viel lernen.
  7. #7

    Ingenieurmangel?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der demografische Wandel krempelt Arbeitsmarkt und Gesellschaft kräftig um. Doch die Engpässe, die Unternehmen bei bestimmten Fachkräften bereits heute beklagen, lassen sich noch nicht auf den demografischen Wandel zurückführen, erklärt Arbeitsforscher <i>Joachim Möller.</i>

    Fachkräftemangel hat nichts mit demographischem Wandel zu tun - SPIEGEL ONLINE
    Das höre ich seit meinem Examen 1975. Siemens hat schon damals behauptet, sie könnten den gesamten Jahrgang an Elektrotechnik Absolventen einstellen, bekämen diese jedoch nicht. Mitte der 90er bekamen Endvierziger in München (!) schon keine Stelle mehr, obwohl es angeblich auch zu der Zeit einen Ingenieurmangel gab. Wahrscheinlich meint man: keine "billigen" Ingenieure?
  8. #8

    .

    da muss ich mal kurz meinen senf dazugeben:
    ich hörte vor einiger zeit von einer untersuchung bei "personalern", die aufzeigte, dass grosse unternehmen anfangen zu "schreien" es gäbe einen fachkräftemangel, nachdem sich auf eine offene stelle weniger als z.b. 30 leute bewarben (diese zahl schwankte von unternehmen zu unternehmen - es konnten auch 50 oder 20 sein), d.h. wenn ein schwellenwert der bewerberzahl, der immer noch ganz ordentlich war, unterschritten wurde, sprach man von einem fachkräftemangel, weil man nicht mehr die möglichkeit hatte, unter 200 oder mehr bewerbern auszusieben. und dies waren normale facharbeiter- oder ingenieurstellen und keine der bwl-nix-tun-und-kassieren-jobs bei denen sich alle abgänger eines hochschuljahrganges gleichzeitig bewerben.
  9. #9

    Ingenieure gibts genug

    Nur wollen die auch etwas verdienen. IG-Metall Gehälter sind da schon der pure Luxus. Es geht bei dem Gejammer nur darum das eben nicht mehr 100 sondern nur noch 30 Bewerbungen kommen. Und davon fordert dann auch noch ein immer größerer Prozentsatz Gehälter wie in einem IG-Metall Betrieb. Die fallen dann schonmal alle weg. 30 % Abschlag müssen Bewerber bei vielen Firmen schon hinnehmen sonst laden die Bewerbungen direkt im Papierkorb. Es muss ja noch genug übrig bleiben an Gewinn um die Rendite hoch genug zu halten.








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